Schulprogramm

Wir wollen glückliche Kinder durch…

eigenverantwortliches, von Interesse geleitetes, angstfreies Lernen,

Förderung individueller Stärken und Wertschätzung jeder Leistung,

mit dem Ziel, dass jedes Kind seinen bestmöglichen Abschluss erreicht.

Schulprogramm der PRIMUS-Schule Minden

Schule des längeren gemeinsamen Lernens von Jahrgang 1 bis 10

Vorwort

Im Jahr 2013 ist in Minden, im Stadtteil Dankersen, die Primus-Schule Minden entstanden. Primus steht für Primar- und Sekundarstufe. Unsere Schule von Jahrgang 1 bis 10 will neue, moderne und zukunftsträchtige Ansätze der Lern- und Unterrichtsorganisation entwickeln, übernehmen und etablieren. Das einzelne Kind steht im Vordergrund. Stärken werden entwickelt, Schwächen werden zielgerichtet ausgeglichen. Jedes Kind bekommt eine Chance.

Die an Unterricht und Schulleben beteiligten Personen, Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und externe Helfer*innen, wollen die Herausforderungen unserer Zeit aktiv und gestaltend annehmen. Unsere Schüler*innen werden daher umfassende methodische, inhaltliche und soziale Kompetenzen erwerben. Diese sollen sie sich aneignen, innerhalb und außerhalb der Schule vertiefend einüben und erproben. Ziel ist es, ihre Fähigkeiten zu zukunftsorientierten Bildungs- und Berufsabschlüssen auszubauen.
Mit der Gründung der Primus-Schule wird das Problem einer zu frühen und häufig fehlerhaften Selektion nach der Grundschulzeit ausgeschlossen. Die Kinder gehen nach der vierten Klasse – ohne Selektion – in die weiterführende Schule bzw. in die Sekundarstufe über. Das hat viele Vorteile: Sie müssen sich nicht an ein neues Gebäude, neue Mitschüler*innen und neue Lehrkräfte gewöhnen. Durch die Jahrgangsmischung bleiben die Schüler*innen in dem ihnen bekannten Umfeld und in ihrer Lerngruppe. Kinder aus anderen Schulen können nach der vierten Klasse dazustoßen. Auch der Schulabschluss steht erst nach Klasse 10 fest.

Glück & Erfolg

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ (Afrikanisches Sprichwort)

Was wünschen wir unseren Kindern? Dass sie ein glückliches Leben führen! Dass sie in vielerlei Hinsicht erfolgreich sind! Punkte wie Lebensfreude, Freunde, Spiele, Sich-Entwickeln und das Kennenlernen der Welt, rücken heutzutage leider häufig in den Hintergrund! Wir wollen, dass die uns anvertrauten Kinder glücklich sind! Dabei vergessen wir selbstverständlich nicht, dafür zu sorgen, dass diese Kinder möglichst gut auf ihre Zukunft vorbereitet sind. Unser Anliegen und Ziel ist es, dass sie gegenwärtig und zukünftig erfolgreich sind.

Die Primus-Schule Minden ist eine von fünf Primus-Schulen in NRW. In diesen Modellschulen werden moderne, vielfach erprobte und wissenschaftlich abgesicherte Neuerungen zu Unterricht und Schulleben eingeführt und weiterentwickelt. Unsere Schule wird wissenschaftlich unterstützt von der Universität Bremen.

Wissenschaftliche Begleitung

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch den Fachbereich 12 der Universität Bremen. Beteiligt sind:

  • Frau Prof.’in Dr. Ursula Carle (2017 emeritiert)
  • Herr Prof. Dr. Till-Sebastian Idel
  • sowie weitere Mitarbeiter des Fachbereichs
  • Die Begleitung ist zunächst auf 3 Jahre angelegt.

Untersuchungsziele sind:

  • Das Bedingungsgefüge bei der Errichtung
  • Genese und die Entwicklung des pädagogischen Konzepts
  • Bearbeitung von Zielsetzungen des Schulversuchs (konkrete Anstrengungen und Effekte)
    • Akzeptanz bei Lehrern, Eltern und politisch Verantwortlichen

    Die Universität Bremen ist daran interessiert, die Schulentwicklung zu unterstützen und die Schule im Prozess zu begleiten. Sie wird eine Fallstudie zu den einzelnen Schulen erstellen.

Zahlen, Daten, Fakten

Die PRIMUS-Schule verfügt über ein multiprofessionelles Team. Dieses besteht aus 75 Kolleg*innen mit den Lehrämtern für Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Sonderpädagogik, zwei Sozialsozialarbeiterinne für die Jahrgänge 1-4 und einer Schulsozialarbeiterin für die Jahrgänge 5-10 sowie MPT-Kräften. Im Team arbeiten außerdem zwei Sekretärinnen, zwei Hausmeister, Pädagoginnen im Offenen Ganztag, Berufseinstiegsbegleiter und zwei Köchinnen. Das Team wird komplett durch externe Instrumentallehrer, Trainer und junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Ca. 750 Schüler*innen besuchen die Primus-Schule. Diese werden in drei jahrgangsübergreifenden Stufen (1-3, 4-6, 7-9) und in Jahrgang 10 unterrichtet. Jede Abteilung besteht aus neun Lerngruppen A-I, Jahrgang 10 besteht aus drei Klassen.

Unsere Werte – Wir wollen glückliche Kinder…

Die Primus – Schule ist ein Lebensraum, in dem mit Freude und Begeisterung die Sinnhaftigkeit des Lernens erfahren wird.
Die Primus – Schule ist ein Lebensraum, in dem die Individualität und Vielfalt wertgeschätzt und als Bereicherung anerkannt werden.
Die Primus – Schule ist ein Lebensraum, in dem Demokratie und Solidarität gelebt und vermittelt werden.
Die Primus – Schule ist ein Lebensraum, in dem allen Schülerinnen Zeit und Gelegenheit zur individuellen Entwicklung gegeben wird.

Unterricht – … durch eigenverantwortliches, von Interesse geleitetes, angstfreies Lernen

Wir schaffen eine anregende Lernumgebung und -atmosphäre.
Wir tragen Verantwortung für unseren eigenen Lernprozess.
Wir fördern und fordern nach individuellen Möglichkeiten.
Grundlage unseren Unterrichts ist eine tragfähige Schüler*innen – Schüler*innen und Lehrer*innen – Schüler*innen – Beziehung.
Die Interessen unserer Schüler*innen sind Ausgangspunkt unserer didaktischen Überlegungen.
Wir geben Raum für Mitbestimmung und sorgen für Transparenz.

Umgang miteinander

Wir tragen für einander Verantwortung.
Wir hören einander zu.
Wir unterstützen einander mit Know-how und Material.
Wir gehen mit allen Materialien sorgsam um.
Wir wertschätzen einander.
Wir lösen Konflikte und Probleme gemeinsam.
Wir fördern eine positive Feedbackkultur.
Jeder übernimmt Verantwortung für sich und das Wohl der Anderen.
Wir wertschätzen und unterstützen andere. Kein Kind wird bloßgestellt!
Wir halten uns an Absprachen und pflegen einen höflichen Ton.
Wir sind kompromissbereit. Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt.
Wir lösen Konflikte gewaltfrei (körperlich, verbal, medial).
Alle an Schule beteiligte sind verantwortlich und gestalten die Schule mit. (L, Schüler*innen, Eltern).
Eltern werden einbezogen und ernst genommen.
Schüler*inneninitiativen werden ernst genommen (inner- und außerschulisch).

Erziehungs- und Bildungsverständnis – …durch Förderung individueller Stärken und Wertschätzung jeder Leistung

Jede Leistung wird anerkannt.
Jedes Kind wird einbezogen und gefördert. Kein Kind bleibt zurück!
Lernen findet mit Kopf, Herz und Hand statt.
Wir beteiligen Schüler*innen an der Auswahl der Lerninhalte. Lernen ist Selbstorganisation.
Eine gute, vertrauensvolle Schüler*innen – Lehrer*innen – Beziehung ist der Grundstein unserer Arbeit.
Lehrer*innen sind auch Lernbegleiter.
Heterogenität wird als Bereicherung gesehen.
Erziehung zu Demokratie und Solidarität sind Grundsteine unserer Arbeit.
Wir sensibilisieren Schüler*innen aktiv für die Vielfalt der Gesellschaft.
Wir sensibilisieren Schüler*innen für politische, gesellschaftliche, kulturelle Zusammenhänge.

Die Schulregeln der Primus-Schule wurden von Schüler*innen erarbeitet. Sie verstehen sich als Wohlfühlregeln.

Unsere Wohlfühlregeln

Ich helfe anderen.
Ich schlage niemanden.
Ich beachte andere und wertschätze sie.
Ich ärgere keine anderen Kinder und Lehrer.
Ich beleidige niemanden.
Ich lache niemanden aus.
Ich stehle nichts von anderen.
Ich lerne und arbeite so leise, dass alle anderen in Ruhe lernen und arbeiten können.
Ich lasse mein Handy in der Schule immer aus.
Ich achte auf die Dinge anderer.
Ich renne auf dem Pausenhof, aber nicht auf dem Flur.
Ich halte meinen Platz, die Klasse, die Schule und die Umgebung sauber.
Ich bin pünktlich.
Ich kaue in der Klasse kein Kaugummi.

Für Details zum Zusammenleben und den Umgang mit Konflikten lesen Sie unser Erziehungskonzept.

Die Primus-Schule in Minden wurde auch architektonisch so geplant und umgesetzt, dass eine auf individuelles Lernen ausgerichtete Unterrichtsorganisation möglich ist. Alle Klassenräume sind durch große Fenster zum Flur hin geöffnet. Türen stehen in der Regel offen und laden zum Kooperieren ein.

Zwischen den Klassen- bzw. Lerngruppenräumen gibt es Differenzierungsräume, in denen in Kleingruppen gelernt und geübt werden kann. Auf den großzügigen Freiarbeitsflächen treffen sich Schüler*innen zu Gruppenarbeiten, studieren Präsentationen ein oder ziehen sich konzentriert zurück. Die Schule ist mit zwei Computerräumen und zwei Bibliotheken ausgestattet, es gibt einen Schulgarten mit einem Freiluft-Klassenzimmer, Leseecken, ein Lehrercafé, mehrere Teamzimmer für die Lehrkräfte. Das Schulleitungsteam und Schulsozialarbeiterinnen verfügen über eigene Büros. Über fehlende Flächen ist die Schulleitung aktuell in intensivem Austausch mit dem Schulträger.

Seit 2017 wurde intensiv an einem kinder- und jugendgerechten Pausenhof gearbeitet. Das gesamte Projekt verstand sich als Partizipationsprojekt, an dem Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern, Nachbarn, Politik und Verwaltung beteiligt waren. Der Entwurf für den Pausenhof wurde von den Schüler*innen der Schule entwickelt. Das Gesamtprojekt wurde in Eigenleistung finanziert und realisiert. Jetzt ist der Schulhof für alle Kinder einladend gestaltet und bietet nehmen vielfältigen Bewegungsangeboten auch Sitzflächen und Rückzugsorte.

Ziele der Jahrgangsmischung

Jedes Kind soll individuell, seinem Lerntempo und Leistungsvermögen entsprechend lernen. Schüler*innen sollen nicht in ihrem Voranschreiten gebremst werden, weil andere Kinder im gleichen Jahrgang noch nicht so weit sind.  Andererseits sollen die Schüler*innen aber auch nicht den Druck verspüren, in genau dem gleichen Arbeitstempo voran kommen zu müssen. Die Kinder sollen Zeit haben, das Gelernte zu verinnerlichen und in ihrem Tempo weiterarbeiten zu können. Durch dieses Konzept versuchen wir jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht.

Lerngruppen

Statt „Klasse“ sagen wir „Lerngruppe“, weil es bei uns keine erste, zweite und dritte Klasse gibt, sondern Kinder aus den Jahrgängen 1-3, 4-6 und 7-9, die gemeinsam in einer festen Gruppe lernen. Eine Lerngruppe besteht immer aus jeweils 6 – 9 Kindern pro Jahrgang. Die maximale Lerngruppengröße liegt bei 25 Kindern.

Aufbau/Struktur der Lerngruppen

Ein wichtiges Kriterium der Primus-Schule ist das längere gemeinsame Lernen. Die Bildung von jahrgangsgemischten Lerngruppen (LG) führt dazu, dass nicht eine Klasse von Jahrgang 1-10 zusammen ist, sondern dass eine kleine Schülergruppe (ca. sechs bis acht Schüler) die zehn Jahre gemeinsam verbringt. In dieser Zeit treffen sie immer wieder auf dieselben jüngeren und älteren Schüler.

Die Schüler aus den LG „wandern“ in ihrem Strang nach oben. Z.B.: Wenn ein Kind die Stufe I (JG 1-3) der LG 1A abgeschlossen hat, geht es in die Stufe 2 (JG 4-6) der LG 2A über. Wenn es diese Stufe abgeschlossen hat, geht es in die Stufe 3 (JG 7-9) der LG 3A über.

  • In der 10. Klasse bilden die Schüler aus den LG 3A, 3B und 3C eine gemeinsame Klasse.
  • Jeweils 3 Lerngruppen bilden eine Lernfamilie (ABC, DEF, GHI).
  • In den Stufen I und II finden die Werkstätten innerhalb einer Lernfamilie statt.
  • Die Lernfamilien fahren in der zweiten Stufe dreimal gemeinsam zur Klassenfahrt.
  • Die Viertklässler bilden innerhalb der Lernfamilie einen eigenen DFö/MFö-Kurs.
  • Durch diese Maßnahmen lernen sich die Kinder einer Lernfamilie besser kennen.

Zentrale Faktoren für nachhaltiges Lernen sind die Bedeutsamkeit des Inhalts für den Lernenden, die emotionale Aktivierung des Lernenden, Erfolgserlebnisse und die Selbststeuerung des eigenen Lernens – oder auch – die Wahl zu haben. Wie kann es gelingen, diese Bedingungen zu schaffen?

Formen von selbstgesteuertem Lernen und selbstständigem Arbeiten können nur in veränderter Unterrichts- und Lernorganisation gelingen. Individuelles Lernen braucht anspruchsvolle Aufgaben und Problemstellungen, lernprozessorientierte Zeitstrukturen und die Möglichkeit zur weitgehenden Steuerung der Arbeitsprozesse durch die Schüler*innen. Die verhängnisvolle Teilung des „In-Fächern-Lernens“ soll zu Gunsten eines ganzheitlichen Lernens überwunden werden. Schüler*innen müssen demnach bezogen auf Inhalte, Methoden, zeitliche Abläufe und soziale Gefüge einbezogen werden. Deshalb haben wir Unterrichtsformen eingeführt, die dies ermöglichen.

Öffnung von Unterricht

Die Primus-Schule Minden hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht zu öffnen. Den Schüler*innen muss in vielfältiger Weise die Gelegenheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, was sie wann wie lernen sollten. Den Schülern*innen werden mittels Selbstdiagnosetests ihre individuellen Stärken und Defizite verdeutlicht. Mithilfe von geeigneten Materialien, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Zugangsmöglichkeiten beinhalten, haben sie dann die Gelegenheit, diese Stärken auszubauen und Defizite auszugleichen. Wochenarbeitspläne, Differenzierungsmatrixen, Lernpläne mit Fundamentum und Additum, Portfolios o.ä. werden kontinuierlich im Unterricht eingesetzt. Zentraler Vorteil dieser Arbeitsformen ist, dass die Lehrkraft, die nicht vom Vortrag an die Tafel gebunden ist, sich frei im Klassenraum bewegen kann, um einzelnen Schüler*innen Anregungen und Hilfen zu geben. Die Lehrkraft versteht sich als Lernbegleiter. Selbstverständlich finden auch weiter Unterrichtsgespräche und Lehrer*innenvorträge statt.

Zrainingszeit (TZ)

In der Trainingszeit lernt jede Schüler*in in ihrem individuellen Tempo. Die Angebote richten sich nach dem Leistungsstand des Einzelnen. Jede Schüler*in erwirbt für sich, unterstützt von Lehrkräften und Mitschüler*innen, möglichst selbstgesteuert, Grundkenntnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Das Lernen erfolgt in Bausteinen1 mithilfe von Kompetenzrastern und Lernplänen.

In Stufe I (1-3) wählen die Schüler*innen in der TZ, ob sie für Mathe oder Deutsch arbeiten. Mit Hilfe ihrer Planungsmappe planen und reflektieren sie ihr Lernen. Diese Planungsmappe enthält kleine Karten mit den Symbolen für die verwendeten Arbeitshefte in Deutsch und Mathe. Die Kärtchen können per Klettverbindung auf die entsprechenden Felder in der Mappe geklebt werden. Sobald die Kinder schreiben können, tragen sie ein, welche Seiten sie in dem jeweiligen Übungsheft bearbeiten wollen und ob sie ihr Zeil erreicht haben.

In den Stufen II-IV (4-6, 7-9, 10) planen und reflektieren die Schüler*innen ihre Trainingszeit mithilfe ihres Lernplans und ihres Logbuchs. Ab Jg. 4 wählen die Schüler*innen in der TZ zwischen den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe in zwei Trainingszeiten pro Woche. In den übrigen 3 Trainingszeiten arbeiten sie jeweils nur in dem Fach, dessen Fachlehrkraft den Unterricht leitet. So ist gewährleistet, dass gemeinsame Einführungs-, Erklär- und Reflexionsphasen durch die entsprechende Fachlehrkraft erfolgen können.

Sozialformen / Lernatmosphäre

Die Trainingszeit kann bzw. soll in verschiedenen Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit) stattfinden. Lehrkräfte sorgen stets für eine ruhige Lernatmosphäre, besonders wenn die Kinder sich untereinander helfen (Flüsterton). Die Schüler*innen werden von Beginn an dazu angehalten, sich Hilfe bei Mitschüler*innen zu suchen und erst bei nicht durch Kinder lösbare Fragen zur Lehrperson zu gehen. Einige Lerngruppen nutzen verschiedene organisatorische Mittel („Helfende Hand“, Hilfe-Liste, etc.), um Fragen an die Lehrkraft zu organisieren.

Stärken oder Schwächen in den Fachbereichen stärken

Während die Kinder selbstständig Lernen, kann die Lehrer*in individuelle Stärken oder Schwächen in den Fachbereichen stärken oder in neue Themen einführen. Hierzu bittet sie einzelne Kinder in einen Sitzkreis oder den Nebenraum.

Arbeitshefte wie das Matherad werden regelmäßig eingesammelt und auf evtl. Defizite geprüft. Die Umsetzung von Selbstkontrolle durch die Schüler*innen mit Hilfe von Lösungsblättern/-heften wird in einzelnen Fällen angebahnt.

Lernatmosphäre / Classroommanagement

Lehrer*innen sorgen stets für eine ruhige Lernatmosphäre, besonders wenn die Kinder sich untereinander helfen. In den Stufen wurden gemeinsame Regeln und Rituale festgelegt, die die Lehrkraft bei der Durchführung eines störungsfreien Unterrichts unterstützen. 

Während der Trainingszeit gibt es Helfersysteme wie Helferlisten, „die helfende Hand“ oder das Prinzip „Brain-Book-Buddy-Boss“, d.h. dass die Schüler*innen lernen bei Schwierigkeiten

  • zunächst selbst nachzudenken (Brain), 
  • bei weiterem Unverständnis auf den Infoseiten/Hilfekarten, die im Lernplan enthalten sind, nachzulesen (Book), 
  •  erst dann andere Schüler*innen zu befragen (Buddy) und 
  • als letzte Instanz die Hilfe der Lehrperson in Anspruch zu nehmen (Boss). 

Während die Schüler*innen selbstständig arbeiten, ergibt sich die Möglichkeit für die Lehrkräfte einige Kinder an eine Tafel zu versammeln und gleiche Lerninhalte zu erklären, zu festigen und den Lernstand bzw. mögliche Probleme festzustellen. Diese Inputphasen finden regelmäßig mit unterschiedlichen Schüler*innen statt. Außerdem sollte von Anfang darauf geachtet werden, dass die Aufgaben nach Bearbeitung mithilfe von Lösungen kontrolliert werden. Arbeitshefte wie das Matherad werden regelmäßig eingesammelt und auf evtl. Defizite geprüft. 

Bausteine des Lernens / Diagnostik

Jede Schüler*in testet ihren Wissensstand im Verlauf des Unterrichts-Bausteins mithilfe von Selbstdiagnosetests. Am Ende eines Bausteins wird der Lernerfolg über eine Klassenarbeit ermittelt. Zum Teil gibt es alternative Beurteilungsformen, wie Präsentation, Ausstellungen etc. Jeder Baustein wird schriftlich zertifiziert. So bekommen Schüler*innen und Eltern eine genaue, kompetenzorientierte Rückmeldung über den Lernstand.

Werkstätten des Lernens (WS) 

In den Werkstätten des Lernens haben alle Schüler*innen die Möglichkeit, nach Interesse und Begabungen Lernschwerpunkte zu wählen. Es gibt innerhalb der Werkstätten verpflichtende Bereiche, damit Unterrichtsinhalte lt. Lehrplänen NRW gelernt werden können. Darüber hinaus ist eine individuelle Schwerpunktsetzung möglich. In den Werkstätten des Lernens können unsere Schüler*innen wählen zwischen Lernfeldern aus Musik, Kunst, Sport, Technik, Hauswirtschaft, Verantwortung und Informatik. 

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 1-3

In den Werkstätten erlangen die Schüler*innen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Kunst, Musik und Religion. Drei Lehrkräfte sind für die Werkstätten innerhalb einer Lernfamilie verantwortlich. Jede Lerngruppe hat jeweils für ein ¼ Jahr eine Werkstatt aus einem der oben genannten Bereiche. D.h. Die Lehrkräfte wechseln die Lerngruppe.

Die letzte Werkstatt im Schuljahr können die Schüler*innen individuell wählen, d.h. die letzte Werkstatt findet nicht innerhalb der Stammlerngruppe statt, aber innerhalb der Lernfamilie. Alle Kinder der Lernfamilie ABC, die als letzte Werkstatt z.B. Musik wählen, ergeben somit eine Werkstatt. Durch die Möglichkeit der Wahl der letzten Werkstatt, werden die Schüler*innen an das spätere Wählen in 4-6 langsam herangeführt.

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 4-6

In den Werkstätten des Lernens können die Schüler*innen zwischen Lernfeldern aus Musik, Kunst, Sport, Technik, Hauswirtschaft und Informatik wählen. Die Schüler*innen werden wöchentlich in drei verschiedenen Werkstätten unterrichtet. Hier arbeiten sie mit Schüler*innen aus den drei unterschiedlichen Lerngruppen der Lernfamilie zusammen. 

In dem Drei-Jahresrhythmus müssen die Kinder mindestens einmal Hauswirtschaft, Technik und Informatik gewählt haben, die Bereiche Kunst, Musik und Sport müssen mindestens viermal gewählt werden.

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 7-10

Es werden Werkstätten zu Themen aus den Fachbereichen Musik, Sport, Kunst, Arbeitslehre, Informatik, Latein, Spanisch, Verantwortung, Sporthelfer und Streitschlichtung angeboten.

Es ist möglich, dass Schüler*innen z.B. zwei Stunden in der Woche im Bereich Musik lernen. Besonders interessierte Schüler*innen können aber auch vier Stunden in diesem Bereich lernen. Durch diese Konstruktion ist es möglich, dass Schüler*innen interessengeleitet und dauerhaft in dem Bereich ihrer Wahl lernen können. Z.B. können unsere Schüler*innen von Klasse 2 an ein Instrument erlernen und bis Klasse 10 in Orchester, Bigband, Chor musizieren. Die Lernfelder Latein und Spanisch finden verbindlich vierstündig statt.

Schulsanitäter*innen

Schulsanitäter*innen sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschüler*innen in Notfällen. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt.

Doch Schulsanitätsdienst geht weit über Erste Hilfe hinaus: Schulsanitäter*innen übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler*innen. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren wenn nötig den Rettungsdienst. Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern. Beim Schulsanitätsdienst gibt es keine Einzelkämpfer*innen, das Miteinander steht im Vordergrund. Einer lernt vom anderen. Hilfeleistung und Toleranz werden trainiert. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen nicht nur Besprechung und Weiterbildung, sondern auch gemeinsamer Freizeitspaß und gegenseitige Unterstützung. Schüler*innen übernehmen gemeinsam mit einer Kooperationslehrkraft die Planung ihrer Treffen, kümmern sich um ihre Einsätze, die Materialien und versuchen schon im Vorfeld, Unfallsituationen zu vermeiden.

Interessierte Schüler*innen werden vom Jugendrotkreuz in Erste Hilfe geschult. Sie lernen, was in Notfällen zu tun ist und wie sie Gefahren erkennen, bevor etwas passiert. Mit Rollenspielen trainieren sie den Umgang mit Verletzten.

Einfühlungsvermögen ist dabei wichtig, denn gerade jüngere Mitschüler*innen sind bei Unfällen oft verängstigt. Sie zu beruhigen, vor neugierigen Blicken abzuschirmen oder aufzumuntern – auch das sind Aufgaben der Schulsanitäter*innen. Parallel zur Ausbildung durch das Jugendrotkreuz liegt es in der Verantwortung der Schule, dass die Schulsanitäter*innen einen geeigneten Raum zur Verfügung haben, in dem sie Verletzte betreuen und die dafür notwendigen Materialien lagern können. Diesen Raum aufgeräumt und sauber zu halten, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Schulsanitäter*innen. (www.jugendrotkreuz.de)

Sporthelfer*innen

Seit 2011 haben Schüler*innen des 8. Jahrgangs die Möglichkeit, sich bei uns an der PRIMUS-Schule zu Sporthelfern ausbilden zu lassen. Diese Ausbildung, unterstützt von der Sportjugend-NRW, leistet einen großen Beitrag zur Selbstständigkeitsförderung der Schüler*innen und unterstützt das Schulkonzept im Bereich eigenständigen Lernens und sozialer Verantwortung für sich und Andere.

Die Ausbildung bietet interessierten Schüler*innen die Möglichkeit, sich in besonderer Weise für eine aktive Mitwirkung an der Entwicklung von Bewegung, Spiel und Sport in der Schule, aber auch in einem Sportverein zu qualifizieren. Mit der Ausbildung zur Sporthelfer*in werden die Schüler*innen auch an eine ehrenamtliche Tätigkeit im Sportverein herangeführt. Mit dem Bestehen der Prüfung erhalten sie die Qualifikation der GH I-Ausbildung der Sportjugend NRW. Diese erworbene Qualifikation ist zugleich ein erster Baustein für die Weiterqualifizierung, beispielsweise zur Übungsleiter*in im Sportverein.

Die Schüler*innen lernen im Zuge der Ausbildung Grundlagen für die qualifizierte und sichere Durchführung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten im Mittagsangebot, werden wichtige Unterstützer bei den Bundesjungendspielen, der Organisation von Turnieren sowie Betreuer*innen bei außerschulischen Sportwettkämpfen.

Sporthelferausbildung – Eine Win-Win Situation für Schüler*innen, Schule und Sportverein

Unsere Sporthelfer*innen erweitern das Spiel- und Sportangebot im Schulalltag. Das Schulleben wird geprägt durch das sportliche Engagement der Sporthelfer*innen, die in der Mittagspause für ihre Mitschüler*innen eine selbst organisierte Sportstunde (Planung und Durchführung) leiten. Die Bereitschaft der Sporthelfer*innen zur Übernahme von Verantwortung und Mitgestaltung im Schulalltag stärkt die Identifikation mit ihrer Schule und sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Schulkonzept. Des Weiteren motivieren sie ihre Mitschüler*innen Sport in der Schule, aber auch in einem Verein auszuüben. So werden sie unter anderem zu wichtigen „Brückenbauern“ zwischen ihrer Schule und den umliegenden Vereinen. Bestehende Kooperationen werden gestärkt und neben Trainertätigkeiten und den dazu notwendigen Kompetenzen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen gestalten die Sporthelfer*innen das Vereinsleben mit.

Die Sporthelferausbildung als Weg in Trainertätigkeit & Ehrenamt

Die Sporthelferausbildung qualifiziert die Schüler*innen für die sportliche und außersportliche Arbeit mit Kindern in Schule und Sportverein. Diese Ausbildung entspricht der GH I-Ausbildung der Sportjugend NRW. Die GH I- und die Sporthelferausbildung werden gegenseitig anerkannt. Gruppenhelfer/Innen und Sporthelfer/Innen können somit gleichermaßen in Verein und Schule eingesetzt werden. Die Sporthelferausbildung ermöglicht eine Weiterqualifizierung innerhalb der Vorstufenqualifizierungen des DOSB zum Gruppenhelfer II (GH II). Die Sporthelferausbildung und die GH I und die GH II-Ausbildung werden als Basismodul der Übungsleiter-C-Ausbildung/Jugendleiter und Trainer-C-Ausbildung anerkannt. Insgesamt dienen diese Ausbildungsangebote somit als Basis für weitergehende Qualifizierungen in der Trainertätigkeit.

Wie wird man eine Sporthelfer*in?

„Ab der achten Jahrgangsstufe kann man die Sporthelferausbildung machen. Dazu wählt man den Sporthelferkurs im Werkstatt-Bereich. Die Sporthelferausbildung absolviert man dann über ein Schuljahr. Wir haben wöchentlich zwei Stunden für praktischen theoretischen Unterricht. Die Lehrkraft bringt uns in dieser Zeit alles über die Leitung von Gruppen sowie das Beachten von Sicherheits-aspekten bei und gibt uns Einblicke in die verschiedenen Sportarten. Zum Ende hin erfolgt eine praktische Prüfung, bei der wir in einer selbst geplanten Doppelstunde über 90 Minuten unsere Gruppenleitungsfähigkeit unter Beweis stellen. Mit dem Bestehen dieser Prüfung erhalten wir unseren Sporthelfer-Qualifikationsnachweis sowie ein T-Shirt ausgehändigt. Im darauffolgenden Schuljahr darf man dann selbst, jedoch unter betreuter Aufsicht einer Lehrer*in, ein Mittagsangebot anbieten.“

Was lernen wir in unserer Ausbildung?

„Wir lernen im Zuge der Sporthelferausbildung den richtigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen und die Gruppenleitung kennen. Wie lernen, wie man vor einer Gruppe steht, sie leitet und klare und verständliche Anweisungen gibt. Wir übernehmen Verantwortung für uns und Andere, beachten die Sicherheitsaspekte und setzen dieses in eigenständig geplanten Sportstunden in der Mittagspause um. Durch gezielte und Aufwärm- und Kräftigungsübungen verhindern wir Verletzungen.“
Schulsanitäter*innen
Seit dem Schuljahr 2024/25 bilden wir wieder Schulsanitäter*innen aus. Das sind Schüler*innen aus den Jahrgängen 7-10, die bereit sind, im Notfall zu helfen.

Der Schulsanitätsdienst ist eine wichtige Anlaufstelle für Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unfällen oder gesundheitlichen Problemen während des Schulbetriebs. Die Schulsanitäter*innen wurden während einer ganzen Projektwoche in Erste-Hilfe geschult und sind mit den wichtigsten Maßnahmen vertraut, um in Notfällen schnell und sicher reagieren zu können. 
Die Schulsanitäter*innen sind während der Schulzeiten im Einsatz. Sie sind in den Pausen im Schulsanitätsraum zu erreichen sowie bei größeren Veranstaltungen wie Turnieren, Sportfesten oder Klassenfahrten zur Stelle und gewährleisten, dass bei gesundheitlichen Zwischenfällen sofortige Hilfe geleistet wird.

Streitschlichter*innen

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden an unserer Schule Schüler*innen zu Streitschlichtern ausgebildet. Nach einer einjährigen Ausbildungszeit werden sie eingesetzt, um Streitigkeiten und Konflikte von Schüler*innen, vor allen Dingen aus den Jahrgängen 5 und 6, zu lösen. Sie stehen in den Pausen für Gespräche zur Verfügung.
Ziel ist es, dass die streitenden SchülerInnen unter der Anleitung der Streitschlichter selbst eine Lösung für ihren Streit finden, die Schlichter helfen nur dabei. Die Teilnahme an einer Schlichtung ist freiwillig. Ablauf und Ergebnis bleiben geheim. Am Ende der Schlichtung wird ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen. Zudem wird ein Folgetreffen vereinbart, bei dem überprüft wird, ob der Vertrag auch eingehalten wurde.

Warum ist dieses Programm wichtig?

Die Streitschlichtung hat viele positive Auswirkungen auf das Schulleben und auf die Entwicklung der SchülerInnen:
Die Institution der Streitschlichtung gibt gerade jüngeren Schüler*innen die Sicherheit, im Falle von auftretenden Schwierigkeiten nicht allein gelassen zu werden. Oft können die Streitschlichter als ältere Mitschüler*innen die Probleme der Jüngeren besser verstehen als Lehrer*innen, die sie natürlich auch ansprechen können.

Streitigkeiten werden seltener in den Unterricht getragen. Schüler*innen, die in der Streitschlichtung eine Lösung gefunden haben, gehen beruhigter in den Klassenraum zurück und können sich dadurch wieder besser auf den Unterricht einstellen.
In Sinne einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Erziehung lernen SchülerInnen, eigene Probleme zu lösen, und zwar gewaltfrei, wodurch sie ein größeres Maß an Sicherheit gewinnen. Sie erfahren die Verbindlichkeit von getroffenen Vereinbarungen und werden mit Fähigkeiten ausgerüstet, um mit Konflikten auch außerhalb der Schule und im späteren Leben umzugehen.
Schüler*innen, die sich als Streitschlichter ausbilden lassen, erwerben Kompetenzen, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Die schon bestehende Neigung, sich sozial zu engagieren und in Konflikten zu vermitteln, wird professionalisiert.

Projektunterricht – „Die Welt ist ein Ganzes“

Die Welt ist ein Ganzes, aber in der Schule werden Welt und Leben in Fächer eingeteilt, manchmal auch zerstückelt. Das kann hin und wieder sinnvoll sein, meistens ist es das aber nicht. Im Projektunterricht versuchen wir die Trennung aufzuheben und zusammenzufügen, was zusammen gehört. Zu bestimmten Lernbausteinen wird den Schüler*innen ein fächerübergreifendes Angebot gemacht. Die Schüler*innen arbeiten und forschen in mehreren Wochenstunden an diesen Themen, welche sich aus Einzelfächern zusammensetzen. Im Projektunterricht lernen Kinder projektorientiert. Kompetenzen aus verschiedenen Fächern werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen.  Ab Jahrgang 7 trennen wir Projektunterricht Gesellschaftslehre (PU GL) und Projektunterricht Naturwissenschaften (PU NW).

Projektunterricht in den Jahrgängen 1-3 und 4-6

Im Projektunterricht lernen die Schüler*innen projektorientiert. Kompetenzen aus den Fächern Sachunterricht, Kunst, Musik und Religion werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen. Die Projekte haben unterschiedliche fachliche Schwerpunkte. Zunächst gibt es Basiskompetenzen, die sich die Schüler*innen innerhalb der Lerngruppe aneignen. Hierbei handelt es sich um Inhalte, Kompetenzen und Zusammenhänge, die für das spätere individuelle Lernen benötigt werden. Alle Schüler*innen arbeiten an einem Rahmenthema und profitieren von der Heterogenität. Die Materialien sind so aufbereitet, dass es für jüngere oder leistungsschwächere Kinder Bearbeitungshilfen, z.B. Begriffserklärungen gibt. 
Nachdem die Basiskompetenzen gefestigt sind, können die Schüler*innen zwischen verschiedenen weiterführenden Projektthemen wählen. Die Arbeitsaufträge sind offen gestaltet, sodass sie je nach Niveau bearbeitet werden können. Die Schüler*innen arbeiten vorrangig in Partner- oder Gruppenarbeiten, ggf. auch in Einzelarbeit. Die Lehrkraft kann am Anfang die Gruppenzusammensetzung mitbestimmen und gegebenenfalls die Kinder bei der Themenwahl beraten. Kinder, die von ihren Lernvoraussetzungen noch nicht in der Lage sind an einem Projekt (mit-)zuarbeiten, können an anderen wichtigen/elementaren Aufgaben (weiter-)arbeiten. Jedes Projekt endet mit einem Produkt (z.B. Infomappe, Modell, Umfrageergebnisse…) und einer Präsentation (Vortrag, Museumsgang), in der alle Schüler*innen über die Ergebnisse informiert werden und durch ihre Mitschüler*innen einen Lernzuwachs erfahren.

Projektunterricht in den Jahrgängen 7-10

Der Projektunterricht besteht in den Jahrgängen 7-10 aus den Unterrichtsfächern Arbeitslehre-Wirtschaft, Gesellschaftslehre und Deutsch. Die Schüler*innen arbeiten in ihrem Lerngruppenverband (in ihrer Klasse) an projektorientierten und fächerübergreifenden Themenbausteinen. Diese Bausteine wiederholen sich in einem Drei-Jahres-Curriculum, um jeder Schüler*in im jahrgangsübergreifenden Lernen die Möglichkeit zu geben, jeden Inhalt zu erlernen. Die Inhalte des PUs werden von der Lehrkraft vorgegeben, eine interessengebundene Wahl der Schüler*innen zu einzelnen Unterthemen oder Methoden ist möglich. Zu einem Oberthema wird eine Basis geschaffen, auf Grundlage dessen wählen die Schüler*innen ihr Projekt zur Vertiefung.  

Projektunterricht Naturwissenschaften (PU/NW)

Unser langfristiges Ziel ist es zu bestimmten Lernbausteinen den Schüler*innen ein fächerübergreifendes Angebot zu machen. Die Schüler*innen sollen in mehreren Wochenstunden an diesen Themen arbeiten und forschen, welche sich aus Einzelfächern zusammensetzen.
Der Projektunterricht Naturwissenschaften (PU NW) gliedert sich in den Jahrgängen 7-10 in die Fächer Chemie, Physik und Biologie. Leider ist es uns noch nicht gelungen, diese Fächer fächerverbindend zu unterrichten. Zur Zeit werden sie noch als einzelne Fächer unterrichtet.

Eigenverantwortliches Arbeiten in den Jahrgängen 4-6 und 7-10

Ab der Jahrgang 4 haben alle Schüler*innen in einer Stunde pro Woche die Chance, gemeinsam mit ihren Lehrkräften mit Hilfe des Logbuchs das Lernen zu planen und Probleme und Fragen zu klären.

Rahmenbedingungen / Durchführung

In der Einstiegsphase werden die Schüler*innen an der Tafel festgehalten, die ein Beratungsgespräch in der Stunde haben. Es wird geklärt, wer zu welcher Lerngruppenleiter*in geht und an welchem Ort diese sich befindet. Außerdem wird daran erinnert, dass zu dem Gespräch das Logbuch sowie der Portfolioordner mitgenommen werden soll.
Während die Lehrkräfte beraten, arbeiten die Schüler*innen eigenverantwortlich an einem Lerngegenstand ihrer Wahl. Dabei ist es wichtig, dass vor der Beratungsphase alle Fragen auch bezüglich des Materials geklärt sind, sodass es nicht zu Störungen in den Gesprächen kommt. Den Schüler*innen muss klar sein, dass in dieser Zeit die Lehrperson nicht um Rat gefragt werden kann, da die Beratungsgespräche Vorrang haben.
Die Beratungsgespräche werden kurz dokumentiert (z.B. s. Material) und in das Logbuch wird eine Vereinbarung, die aus dem Gespräch hervorgegangen ist in das dafür vorgesehene Feld aufgeschrieben. Mögliche Themen der Beratung sind z.B. Führung des Logbuchs, Rückführung der Lernzertifikate, Arbeitshaltung/Leistungsbereitschaft, Wohlfühlen in der Lerngruppe etc. Die Lehrkräfte führen eine Liste, auf der eingetragen wird, wann wer ein Beratungsgespräch hatte, sodass im Idealfall, ein Kind alle 2-3 Wochen beraten wird.

Lernen in Schwerpunkten

Jede Begabung zählt. Deshalb haben die Schüler*innen unserer Schule die Möglichkeit, ihre ganz individuellen Lern-Schwerpunkte zu wählen. Die Schüler*innen können wählen zwischen den Schwerpunkten Englisch, Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Sport.
Ab Jahrgang 4 bis Jahrgang 6 wählen unsere Schüler*inne einen Schwerpunkt, in dem sie zwei Stunden pro Woche lernen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, weitere Lernangebote in den Werkstätten, im Wahlpflichtbereich und in Projektwochen.

In den Jahrgängen 7-10 können unsere Schüler*innen ihre Schwerpunkte in den Werkstätten wählen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Schwerpunktsetzung im abschlussrelevanten Wahlpflichtbereich.

Jedes Kind belegt einen Basisbereich, der in den Richtlinien des Landes NRW vorgegeben ist. Das bedeutet, dass jede Schüler*in in Naturwissenschaften, Englisch, Sport, Musik und Kunst lernt. Darüber hinaus kann aber jeder seinen individuellen Lernschwerpunkt wählen. So kann eine musikbegeisterte Schüler*in z.B. parallel in drei Musikbereichen lernen.

Schwerpunkt Sport – „Vom Sportler zum Trainer“

Die Kinder im Schwerpunkt Sport haben vier Stunden Sport in der Woche. Neben dem zweistündigen Sportunterricht können die Kinder aus unserem anspruchsvollen Angebot in Werkstätten des Lernens auswählen. Abgerundet wird das wöchentliche Sportangebot durch die sportliche Klassenfahrt „Kanu“ und den „Ski- und Snowboardkurs“. Es gibt Trainingslager, Wettkämpfe und breit gefächerte, sportliche Pausenaktivitäten. Während unserer Projektwochen können unsere Schüler*innen Trainerscheine in Fußball und Handball erlangen. 

In den Jahrgängen 1-2 haben alle Schüler*innen drei Stunden Sportunterricht, die Schüler*innen der Klasse 3 haben eine Stunde Sport- und zwei Stunden Schwimmunterricht in der Woche. Darüber hinaus gibt es ein reichhaltiges sportliches Mittagsangebot und einen bewegungsfreudigen Pausenhof.

In den Jahrgängen 4-6 haben unsere Schüler*innen zwei Stunden Sportunterricht und zwei Stunden Schwimmen in der Woche. Darüber hinaus können sie Werkstätten aus dem Lernbereich Sport belegen. 

In den Jahrgängen 7 – 10 gibt es zwei Sportstunden. Darüber hinaus können Werkstätten mit sportlichem Schwerpunkt belegt werden.

Alle Kinder sollen über das bloße Bewegen hinaus vielfältige motorische, kognitive, soziale, methodische Kompetenzen erlangen. Hierbei helfen uns qualifizierte Trainer und Pädagogen aus verschiedenen Vereinen, dem Jugendhaus „Alte Schmiede“ – und natürlich engagierte Eltern.
Es ist uns wichtig, dass die Kinder hier zu sehr guten Leistungen motiviert und gefördert werden, zentral ist jedoch, dass jedes Kind am sportlichen Angebot teilnehmen kann und im Rahmen seiner Möglichkeiten gefördert wird. Kinder sollen über die Schule ihre Heimat in einem Verein finden. Die Integration von Kindern aus dem Stadtteil in Schule und Verein bzw. aus Schule und Verein in den Stadtteil spielt hier eine zentrale Rolle. Unsere Kooperationspartner im Sport sind: Tuspo Meißen, SV Weser Leteln, Jugendhaus „Alte Schmiede“, KSG Minden, GWD Minden und Eintracht Minden.

Schwerpunkt Musik & Kunst – Jedem Kind ein Instrument, Tanz und Sprache

In den musisch-kreativen Schwerpunkten Musik & Kunst wollen wir Interessen wecken und Talente fördern. Dies geschieht im musikalischen Bereich wöchentlich durch zusätzliche Musikstunden, vor allem in den Werkstätten des Lernens, die für das grundlegende Erlernen eines Instrumentes genutzt werden. Ebenso gibt es für den künstlerischen Bereich zusätzliche Unterrichtsstunden, die zur Vertiefung der künstlerischen Neigungen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit Instrumentallehrer*innen der Musikschule Minden erhalten die Schüler*innen einen wöchentlichen Unterricht am Instrument ihrer Wahl.

Alle Schüler*innen in Klasse 2 starten mit dem Programm „Jedem Kind ein Instrument, Tanz und Singen“ (JeKITS). Die Schüler*innen machen bei JeKITS nicht nur elementare musikalische Erfahrungen, sie können auch ein Musikinstrument ihrer Wahl erlernen und es als Leihgabe mit nach Hause nehmen. Anfallende Kosten werden bei Berechtigung und nach Antrag vom Bildungs- und Teilhabepaket übernommen.

In den Jahrgängen 4-6 erhält dann jedes Kind in diesem Schwerpunkt Instrumentalunterricht in Kooperation mit der Musikschule Minden. 

In Werkstätten des Lernens können die Schüler*innen ab Jahrgang 7 in einem Chor, einem Orchester oder einer Band musizieren. Sie können einen Schwerpunkt auf die Kunst legen und das Fach Darstellen & Gestalten zu ihrem Hauptfach machen. Wir arbeiten eng mit Künstlern, Theaterpädagogen und Tänzern zusammen. Die Teilnahme an Wettbewerben und Großveranstaltungen wie „Minden singt“, und „Community Dance“ runden das Konzept ab. 

Regelmäßig stattfindende Aufführungen und Ausstellungen, die Teilnahme an musikalischen Wettbewerben sowie die künstlerische Mitgestaltung schulischer und öffentlicher Veranstaltungen motivieren unsere Schüler*innen, unterstützen sie in ihrer künstlerisch-kreativen Entwicklung und führen zu wichtigen Erfolgserlebnissen. Eine besondere Bedeutung kommt hier dem Winterkonzert der Schule, einem Fest der Musiker und Künstler für die Schulöffentlichkeit und die Öffentlichkeit, zu. Diese Veranstaltung gibt es seit 2015. Ab 2018 wird sie ergänzt durch das Kulturfest unserer Schule.

Kulturstrolche – „Vor und hinter den Kulissen“

Kein Museumskeller, keine Theatergarderobe, kein geheimes Bibliotheksarchiv ist vor uns sicher. Die Kulturstrolche sind überall. Wir schaffen in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Minden Begegnungen zwischen Kindern und Kultur und dies ein ganzes Schulleben lang. Kulturinstitutionen und Künstler öffnen ihre Tore und laden uns als Kulturstrolche ein, auch einmal hinter die Kulissen zu blicken.

Schwerpunkt Kunst

Warum mehr Kunstunterricht? Für alles Lernen, an dem viele Sinnesorgane beteiligt sind, sind Wahrnehmen und Verstehen eine notwendige Voraussetzung. Das Unterrichtsfach Kunst kann in besonderer Weise dazu beitragen, die Fähigkeiten zur Wahrnehmung und Kommunikation ganzheitlich – mit Kopf, Herz und Hand – zu schulen. Durch schöpferisches Tun wird kreatives Denken und Handeln gefördert, welches sich positiv auf alle anderen Bereiche des Lernens und Lebens auswirkt. Phantasie, Spontaneität und Neugierde sollen geweckt und weiterentwickelt werden. Analog zu den anderen Schwerpunkten gilt es, die Neigungen und Begabungen des Einzelnen zu verstärken.

Im künstlerischen Bereich haben die Schüler*innen in der Schwerpunktwerkstatt die Möglichkeit, sich intensiver mit einem angebotenen oder selbstgewählten Thema zu beschäftigen und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten weiter zu entwickeln. Hier wird sehr viel Wert auf die freie Wahl und Kreativität gelegt. Nach dem Motto: So viel Freiheit wie möglich und so wenig Vorgaben wie nötig! 

Die Kunstwerkstätten werden jährlich gewählt und bieten unterschiedliche inhaltliche Themen und/oder Techniken an.
In Jahrgang 4-6 muss jede Schüler*in insgesamt 6 Kunstwerkstätten wählen, idealerweise sollte man pro Halbjahr eine Werkstatt wählen. In Jahrgang 7-9 muss jede Schüler*in insgesamt 4 Kunstwerkstätten wählen. Er oder sie kann aber im Wahlbereich auch noch mehr Kunstwerkstätten wählen.

Darstellen und Gestalten

Ab Jahrgang 7 können die Schüler*innen einen Schwerpunkt auf Kunst oder Musik legen und das Fach Darstellen und Gestalten zu ihrem WP-Fach machen. Wir arbeiten eng mit Künstlern, Theaterpädagogen und Tänzern zusammen. Das regelmäßige Präsentieren von Arbeitsergebnissen ist ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts. Es motiviert, führt zu einer Transparenz, stärkt das Selbstvertrauen und pflegt einen gemeinschaftlichen Umgang. Das eigene Können vorzustellen geschieht u. a.  zu folgenden Anlässen: Plenum, Jahrgangsvorspiele / Lerngruppenvorspiele, Ausstellungen (in der Schule und im öffentlichen Bereich), Teilnahme an Wettbewerben (Musik, Minden singt, Kunst-, Mal- und Zeichenwettbewerbe…), Tag der offenen Tür, Kulturfest, Community Dance.

Schwerpunkt Englisch – „Eine Weltsprache lernen“

Gute Englischkenntnisse werden zukünftig mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und eine wichtige Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Dieser wachsenden Bedeutung und den individuellen Interessen der Schüler*innen an der Fremdsprache wollen wir Rechnung tragen durch das Angebot eines Lernschwerpunktes Englisch.

Ein kindgerechter Englischunterricht ab Klasse 3 fördert Kreativität und Motivation, ist lebendig und abwechslungsreich. Handelnde und spielerische Aktivitäten tragen dazu bei, dass die Kinder ihren Wortschatz in der neuen Sprache erweitern. Ab Klasse 4 werden die Schülerinnen sprachlich auf den Unterricht der höheren Jahrgänge vorbereitet. Das Verfassen eigener Dialoge, das Vorführen kurzer Theaterstücke und Sketche, das Lesen von Lektüren und kleinere Projekte stehen im Mittelpunkt. Im Schwerpunkt erhalten die Schüler*innen neben den regulären Englischstunden in der Trainingszeit zwei Zusatzstunden Englisch.

Diese Zusatzstunden:

  • basieren auf den Grundlagen der Trainingszeit
  • sollen den Spracherwerb intensivieren
  • dienen der Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht in den Jahrgängen 7-10
  • berücksichtigen die Prinzipien des individuellen Lernens
  • sollen eine höhere Identifikation mit dem Fach ermöglichen
  • sollen die Schüler*innen für den Fremdsprachenerwerb motivieren

Die Schüler*innen erhalten in diesen Stunden die Möglichkeit besondere Projekte nach Interessenslage zu planen und durchzuführen. Sie inszenieren kleinere Theaterstücke, Hörspiele, lesen englische Lektüren, arbeiten in Gedichtwerkstätten und an Fotostorys, pflegen englischsprachigen Brief- bzw. Emailkontakt, befassen sich mit landeskundlichen Themen (z.B. Christmas, Australia) und vieles mehr. Dieser Aktivitätenkatalog ist je nach Interessenslage der Schüler*innen ausbaufähig.

Schwerpunkt Naturwissenschaften – Kleine und große „Forscher“

Im Schwerpunkt „Forscher“ verbinden wir die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Physik und Chemie mit der Mathematik, mit Technik und Gesellschaftslehre.

Kinder sind von Natur aus neugierig und gewillt selbst zu forschen. Der kindliche Forscherdrang soll erhalten und wiedererweckt werden. Im Schwerpunkt „Forscher“ bieten wir eine frühe Ausbildung im experimentellen Lernen an. Unsere Schüler*innen lernen von Anfang an gezielt in Projekten zu lernen und zu üben. Wenn das Interesse an Naturwissenschaften stärker ausgeprägt ist, können unsere Schüler*innen, unterstützt durch die Werkstätten des Lernens, Wettbewerbe und Veranstaltungen wie „Kinder experimentieren“, „Jugend forscht“ und den BundesUmweltWettbewerb besuchen.

Wir beginnen in der Grundschule mit der naturwissenschaftlichen Grundbildung „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Hier soll das Interesse von Kindern und Jugendlichen für mathematische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Phänomene geweckt werden. Ab Klasse 4 können unsere Schüler*innen dann den Schwerpunkt „Forscher“ wählen. Unsere Schüler*innen lernen hier intensiv, ihre Umwelt zu erforschen und wissenschaftlich zu experimentieren. Die unterschiedlichen Naturwissenschaften werden verzahnt und im Projektunterricht unterrichtet. Erst so werden die Zusammenhänge in Natur und Technik deutlich. Durch Nachforschen, selbstständiges Experimentieren, Beobachten, Sammeln und Ordnen, Bauen von Modellen und schließlich durch Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen sowie Diskussionen und Präsentationen der Ergebnisse soll aus der naturwissenschaftlichen Neugier im Laufe der Zeit fundiertes naturwissenschaftliches Wissen werden.

Zusätzliche Zeit für die Forschung: (neben den regulären NW- und GL-Stunden)
Jahrgang 4 – 6: 2 Extrastunden Forschung
Jahrgang 7 -10: Wahlpflicht Naturwissenschaften (WP/NW)
Jahrgang 8 – 10: Wahlpflicht Naturwissenschaften (WP/NW), Werkstattangebote (WS)

Wahlpflicht (WP)

Der Wahlpflichtunterricht findet verbindlich ab Klasse 7 statt. Unterrichtet wird in den Fächern Darstellen & Gestalten, Französisch, Naturwissenschaften, Informatik, Technik und Hauswirtschaft. WP gilt als Hauptfach und ist abschlussrelevant.        

Fremdsprachenunterricht

Unsere Schüler*innen lernen ab dem 3. Jahrgang Englisch. Der Englischunterricht des Primarbereichs möchte den Erwerb grundlegender elementarer sprachlicher Mittel sowie konkreter kommunikativer Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglichen. Die Kinder werden spielerisch mit der Fremdsprache vertraut gemacht und sollen sich früh an die englische Aussprache gewöhnen. Auf dieser Basis sprachlicher Kompetenzen baut der Englischunterricht in der Sekundarstufe auf. Um den Spracherwerbsprozess zu unterstützen und landeskundliche Begebenheiten hautnah zu erleben, bieten wir den Schüler*innen der Sekundarstufe im Rhythmus von 2 Jahren die Teilnahme an einer jahrgangsübergreifenden Fahrt nach Großbritannien an. 

Ab Jahrgang 7 werden dann auch weitere Sprachen angeboten. Im 7. Jahrgang haben die Schüler*innen die Möglichkeit Französisch im Wahlpflichtbereich (WP) zu wählen. Alle zwei Jahre haben die Schüler*innen die Möglichkeit an einer Parisfahrt teilzunehmen, die das französische Lebensgefühl und die Sprache unmittelbar erlebbar machen soll.

Ab Klasse 8 können die Schüler*innen unserer Schule als dritte Fremdsprache Latein wählen. Mit der Belegung eines Lateinkurses im Bereich der Werkstätten erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit das Latinum zu erwerben. Jedes Jahr findet eine einwöchige Kursfahrt nach Rom statt, die eine Begegnung mit historischen Stätten der römischen Antike ermöglicht.

Hausaufgaben / Übungszeit

Hausaufgaben haben wenig Nutzen, lediglich 1 % der Schüler*innen profitiert von ihnen.  Hausaufgaben sorgen zu Hause aber immer wieder für Streit und zu Störungen des Klimas in den Familien. Außerdem sind unsere Kinder von 7.45 bis 15.00, manchmal bis 17.00 Uhr in der Schule. Sie haben einen sehr langen Tag. Deshalb: Hausaufgaben werden nur in Ausnahmefällen aufgegeben, etwa das Vokabellernen für den Spracherwerb in den Fächern Englisch, Französisch und Latein oder das Lesen einer Lektüre über einen längeren Zeitraum. Selbstverständlich werden Kinder beauftragt, Materialien von zu Hause mitzubringen oder sie bekommen eine Rechercheaufgabe.

Jahrgänge 1-3 führen in den Gruppen des Offenen Ganztags eine sogenannte „Übungszeit“ durch, in der anstelle von Hausaufgaben Unterrichtsinhalte vom jeweiligen Vormittag weiterbearbeitet werden. Dabei legen die Schüler*innen selbstständig ihre Lernschwerpunkte fest.

Digitales Lernen – Tablets im Lernraum

Digitale Medien, spielen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zunehmende eine zentrale Rolle. Den richtigen Umgang mit diesen Medien zu erlernen, Gefahren und Grenzen zu vermitteln, das sehen wir als unsere Aufgabe an. Hinzu kommt, dass digitale Medien nachweislich eine hohe Faszination und Lernmotivation erzeugen. Die von uns angestrebte Ausstattung aller Schüler*innen mit Tablets trägt diesem Phänomen Rechnung.

Unsere auf Individualisierung basierenden Unterrichtskonzepte sind mit Tablets in besondere Weise wirksam. Es stehen vielfältige „Werkzeuge“ zum individuellen Lernen zur Verfügung. Nur einige Beispiele: Üben von Basiskompetenzen in Deutsch, Mathe und Englisch auf Anton.app, Vokabeln lernen – inklusive der richtigen Aussprache, Leseübungen auf verschiedenen Niveaus, kreative Tools zur Präsentation und Dokumentation von Lernergebnissen (Film, Foto, Animationen, …), Recherchenmöglichkeiten und vieles mehr.

Die Kommunikation zwischen Schüler*innen sowie der Lehrer*in wird nachweislich intensiviert. Die kommunikativen Arbeitsformen und Situationen werden aus starren zeitlichen Strukturen gelöst. Lerninhalte haben die Schüler*innen immer dabei, können wiederholt oder benutzt werden. Auch aus den vorherigen Schuljahren sind Lernergebnisse rückwirkend einsehbar. Weitere Details finden Sie in unserem Medienkonzept.

Stundenraster

Die Aussagekraft von Zensuren ist gering. Sie sind nur scheinbar objektiv und verbreiten zu häufig Angst und Schrecken. Wir halten neue Formen der Leistungsbewertung für unverzichtbar. Zensuren/Ziffernnoten verlieren auch wegen ihrer geringen Aussagekraft bzgl. der vielschichtigen Kompetenzen und der Entwicklung unserer Schüler*innen an Bedeutung. Individuelle Zertifikate und Lernentwicklungsberichte ergänzen oder ersetzen die traditionellen Formen der Leistungsbewertung. Die Selbsteinschätzung der Schüler*innen ist von großer Bedeutung.

Wir möchten möglichst intensiv und transparent mit Schüler*innen und Eltern über die Kompetenzen und über ggf. vorhandene Defizite ins Gespräch kommen. Hierzu haben wir ein engmaschiges System der Leistungsrückmeldung entwickelt. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

  • Nach jedem Unterrichtsbaustein erhält die Schüler*in ein aussagekräftiges Zertifikat.
  • Dieses Zertifikat wird zuhause unterschrieben und dann in der Schule im Portfolioordner der Schüler*in abgeheftet.
  • Am Ende eines Quartals findet ein Beratungstag für Schüler*innen und Eltern statt. Vor diesem Tag füllt jede Schüler*in einen Bilanzbogen im Logbuch aus.
  • Beratungstage finden drei Mal im Schuljahr statt.
  • Mit Portfolioordner, Zertifikaten und Bilanzbogen kommt die Schüler*in mit ihren Eltern zum Beratungstermin. Die Unterlagen sind Grundlage des Gespräches.
  • Die Beratung findet bei der Klassenlehrer*in statt. Termine bei Fachlehrer*innen sind in Ausnahmefällen zu vereinbaren. Zum Ende des Beratungsgespräches formuliert die Schüler*in auf dem Bilanzbogen eine Lernvereinbarung für das kommende Quartal.
  • Zum Ende des Schuljahres wird das Ziffernzeugnis durch einen aussagekräftigen Lernentwicklungsbericht (LEB) ersetzt. Ein Ziffernzeugnis gibt es zusätzlich ab Jahrgang 9.

Lernentwicklungsbericht (LEB)

Der Lernentwicklungsbericht ersetzt das Ziffernzeugnis. Er gibt dezidiert Auskunft über den Lernstand der Schüler*innen. Der Lernentwicklungsbericht wird nach folgenden Gesichtspunkten verfasst: siehe LEB-Leitfaden

Logbuch

Mit dem Logbuch planen und reflektieren unsere Schüler*innen ihr eigenes Lernen. Es erlaubt den Stand ihres Lernens zu überblicken. Das Logbuch dient der Kommunikation mit den Eltern und als Grundlage für Tutoren- und Beratungsgespräche. Das Logbuch ist das zentrale Kommunikationsmedium der Schule.

Portfolioordner

Der Portfolioordner ist ein Aktenordner, in dem Schüler*innen Zertifikate, Bilanzbögen und besonders gelungene Lernergebnisse sammeln. Der Portfolioordner wird als Gesprächsbasis mit zu den Beratungsgesprächen gebracht. Am Ende der Schulkarriere dient der Portfolioordner als Leistungsnachweis und kann zu Bewerbungsgesprächen mitgeführt werden.

Details zur Leistungsbewertung in allen Fächern entnehmen Sie bitte dem Leistungsbewertungskonzept.

An der PRIMUS – Schule in Minden kann jeder Schulabschluss im Regelschulsystem erreicht werden. Die späte Festlegung in Jahrgang 9 / 10 auf den Schulabschluss hat nur Vorteile. Die Schüler*innen können bis zu Beginn von Jahrgang 10 in den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch, Chemie, Wahlpflicht zwischen E- und G- Kurs wechseln. 
Wir kümmern uns intensiv um die Ausbildungsplanung unserer Schüler*innen. Egal ob Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Abitur. Wir helfen in den Beruf und ins Studium. Praktikums- und Ausbildungsplanung stehen im Fokus der Schuljahre 8 und 9. Kein Kind ohne Abschluss. Das ist unser hochgestecktes Ziel!

Schulabschlüsse in Zahlen und Worten

Jede Schüler*in ist 10 Jahre schulpflichtig und bis zum 18. Lebensjahr berufsschulpflichtig. Folgende Abschlüsse können bei uns erreicht werden:
Erster Schulabschluss nach Klasse 9
Erweiterter erster Schulabschluss nach Klasse 10
Mittlerer Schulabschluss nach Klasse 10
Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe – MSAQ nach Klasse 10

Kein Kind der Jahrgänge 5-9 bleibt sitzen (außer Eltern & Schüler*innen & Lehrkräfte entscheiden sich aus pädagogischen Gründen für einen Verbleib in der Jahrgangsstufe). Unser Ziel ist ein vollständiger Verzicht auf das Sitzenbleiben. Es hat keinerlei Vorteile für das Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung, nur Nachteile.

Der Übergang in die gymnasiale Oberstufe

Etwa 45-50 % unsere Schüler*innen erreichen die Zulassung zur gymnasialen Oberstufe. Wir kooperieren mit der Oberstufe der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden. Hierzu wurde ein Kooperationsvertrag vereinbart.

„Lernen, was man immer schon einmal lernen wollte!“ Diese Chance haben unsere Schüler*innen besonders in den Projekttagen und -wochen unserer Schule. Es gibt zwei Projektwochen mit sehr individuellen Projekten wie Theater, Waldspiele, Musizieren, Basteln & Backen, Sprachen lernen und Sport.

Andere Projekttage sind thematisch festgelegt auf Fragen der Ernährung, Gefahren von Süchten und Sexualerziehung. Die zwei Projektwochen münden in die großen Schulfeste der Schule, das Kulturfest im Frühjahr/Sommer und das Winterkonzert im Dezember.

Seit 2014 sind wir offiziell „Schule des gemeinsamen Lernens“. Jedes Kind ist uns willkommen und wir versuchen, jedes Kind im Rahmen seiner und unserer Möglichkeiten bestmöglich zu fördern, unabhängig von Geschlecht, Religion, Nationalität und individuellem Unterstützungsbedarf. Es können Kinder mit den Förderschwerpunkten „Lernen“, „Sprache“ und „Emotionale und soziale Entwicklung“ aufgenommen werden.

Dabei arbeiten die Grundschullehrkräfte und die Sonderpädagog*innen idealerweise im Team gleichberechtigt zusammen. Über die Formen des Teamteachings sind jeweils mit allen Beteiligten Absprachen zu treffen. Konkrete Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten sind dabei auszuhandeln.

Für weitere Informationen schauen Sie in unser Inklusionskonzept.

Klassenfahrten sind wichtig. Sie schweißen Schüler*innen und auch Lehrer*innen zusammen. Sie zeigen die Welt, wie sie ist. Sie machen die manchmal langweilige Theorie begreif- und erfahrbar. Unsere Klassenfahrten sind inhaltlich an das Lernen in der Schule gekoppelt. Wir unterscheiden Klassenfahrten „mit sportlichem Schwerpunkt“, „mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt“, „mit politisch – kulturellem Schwerpunkt“.

Klassenfahrten in Stufe I (1-3)

Aufgrund des Alters der Schüler*innen in diesen Lerngruppen, unternehmen wir „nur“ einige eintägige Fahrten. Diese sind immer an den Unterricht und die Lernschwerpunkte der Schüler*innen gekoppelt. Hier eine Auswahl: Tierpark Olderdissen, Dinopark u.ä., Freilichtbühnen, Mitmachaktionen mit der biologischen Station, nordwestdeutsche Philharmonie, Kulturstrolche, Theater, Museum, Stadtbibliothek, Musikschule, Kino.

Klassenfahrten in Stufe II (4-6)

In den Jahrgängen 4-6 finden drei Fahrten mit jeweils 3 Tagen statt. Da eine Kennenlernfahrt nicht mehr notwendig ist, die Schüler*innen haben keinen Bruch zwischen Klasse 4 und Klasse 5, wurde beschlossen, Themenfahrten zu installieren. Drei Ziele bzw. Schwerpunkte sind für die Jahrgänge 4-6 obligatorisch:
Lernschwerpunkt Sport: Sportschule Sorpesee
Lernschwerpunkt Bauernhof: Verschiedene Orte
Lernschwerpunkt Rom: Xanthen

Klassenfahrten in Stufe III/IV (7-10)

Es gibt zahlreiche freiwillige, zusätzliche Klassenfahrten wie:
die Ski- und Snowboardfahrt, die Fahrt nach London, die Fahrt nach Paris, die Fahrt nach Rom.

Die Abschlussfahrten der Klassen 10 führen ins Ausland oder in eine Metropole. Ziele sind: Barcelona, Gardasee, Nürnberg/Berlin…

Die Mitarbeiter der Primus-Schule Minden bilden ein multiprofessionelles Team. Es besteht vor allem aus Pädagog*innen (Lehrer*innen, Sonderpädagog*innen, Sozialpädagog*innen, MPT-Kräften), Verwaltungsmitarbeiterinnen (Sekretärinnen) und weiteren Spezialisten wie Hausmeistern und Köchinnen. Dennoch erachten wir es immer wieder für pädagogisch sinnvoll, Experten „von außen“ in die pädagogische Arbeit einzubinden. Deshalb kooperieren wir mit unterschiedlichen Institutionen, Vereinen, Einzelpersonen.

Hier eine Auswahl:

  • Eltern
  • ehemalige Schüler*innen
  • Musiklehrer*innen der Musikschule
  • Handballtrainer
  • Fußballtrainer
  • Theaterpädagogen
  • Tanztherapeut / Profitänzer
  • Lesepaten
  • Wissenschaftler der Universitäten Bremen und Bielefeld
  • Kolleg*innen aus dem Schulverbund Blick-über-den-Zaun
  • Jugendhaus „Alte Schmiede“
  • Arbeitsamt / BIZ / Berufseinstiegsberater*innen
  • Akademie Bildung und Innovation
  • Unternehmen aus der Region

Bei Schülerfirmen handelt es sich nicht um reale Wirtschaftsunternehmen. Es sind Schulprojekte, die eine pädagogische Zielsetzungen haben. Ist die Schülerfirma als schulische Veranstaltung anerkannt, ist damit ein rechtlicher Schutzraum gegeben.

Eine Schülerfirma ist vor allem als berufsvorbereitendes Medium zu verstehen. Vom Businessplan bis zu Verkaufs- und Ertragserfolgen, Aufgabe der Schülerfirmen ist es, zu planen, zu produzieren und die erstellten Produkte gleichzeitig zu verkaufen oder auch Dienstleistungen anzubieten.

Mit einer Schülerfirma bekommen die Schüler*innen die Chance, ihre eigenen Geschäftsideen umzusetzen, fast wie erwachsene Existenzgründer. Sie haben die Möglichkeit, bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, und diese praxisnah anzuwenden.
Eine weitere pädagogische Dimension ist, dass die Schüler*innen einer Schülerfirma sich mit ihren Stärken und Schwächen, gerade wenn es um ihren späteren Beruf geht, besser einschätzen können. (vgl. http://schuelerfirmen.com) Wir haben einige aktuelle Schülerfirmen. Dies sind: der Schülerkiosk, der dienstags in der großen Pause Essen verkauft und das Bühnen- und Technikteam, welche die Schulfeste, das Plenum und andere Aufführungen begleiten.

Der Klassenrat

Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Gestaltungsfähigkeit in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Lerngruppe.

In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schüler*innen über selbstgewählte Themen, über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte. 

Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schüler*innen, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren. Der Klassenrat findet einmal wöchentlich in der Klassenratsstunde statt.

Schüler*innenvertretung (SV)

Nach § 74 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Schülervertretung (SV) im Rahmen des Auftrags der Schule insbesondere die Aufgabe, die Interessen der Schüler*innen bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu vertreten und die fachlichen, kulturellen, sportlichen, politischen und sozialen Interessen der Schüler*innen zu fördern.

Die inhaltliche Ausgestaltung der Mitwirkungsrechte der Schülervertretung ist im Erlass über die Mitwirkung der Schülervertretung in der Schule nach dem Schulmitwirkungsgesetz (SV – Erlass) geregelt. Auf Landesebene ist die LandesSchülerInnenVertretung (LSV NRW) die Vertretung der Schülerinnen und Schüler. (vgl.: https://www.schulministerium.nrw.de)
Die Schülervertretung wählt zu Beginn eines Schuljahres zwei Vertrauenslehrkräfte. Die SV-Sitzung findet einmal wöchentlich statt. Zu Beginn eines Schuljahres gibt es für alle Lerngruppensprecherinnen ein SV-Seminar.

Elternarbeit

Auch wenn die Eltern nicht täglich in der Schule sind, spielen sie eine wichtige Rolle für das Funktionieren des Schulalltags. Dazu gehören nicht nur die Eltern, die in Arbeitsgruppen oder als Elternvertreter mitwirken, sondern alle Eltern.

Eine wichtige Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, dass ihr Kind rechtzeitig und mit einer guten Frühstücksgrundlage in die Schule kommt. Die Lehrkräfte bitten auch darum, dass die Eltern die Arbeitsmaterialien der Kinder (Stifte, Schere, Klebestifte etc.) regelmäßig überprüfen und bei Bedarf erneuern und täglich in die Postmappe der Kinder zu schauen.

Aber es gibt auch immer wieder Feste, wie das Kulturfest im Frühjahr oder das Winterkonzert, bei denen alle Eltern aufgefordert sind zu helfen, vom Kuchenbacken bis zur Standbetreuung. Und es gibt Aktionen, bei denen die Mitarbeit aller Eltern besonders notwendig ist, z.B. Klassenausflüge, Sponsorenlauf, der Kinder- und Jugendtag oder Projektwochen etc.

Einmal im Schuljahr, freitags vor den Herbstferien, organisiert das JüT 1-3 zusammen mit engagierten Eltern das internationale Frühstück – ein großes Picknick für alle Kinder der Jahrgänge 1-3. Dort gibt es Spezialitäten und Leckereien aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern unserer Schüler*innen und Eltern helfen bei der Organisation und Durchführung.

Um die Kommunikation zwischen Schule und Eltern zu gewährleisten, treffen sich Mitglieder der Schulleitung regelmäßig mit den gewählten Vorsitzenden der Schulpflegschaft. Hier werden aktuelle Themen, Probleme, Fragen und anstehende Projekte besprochen. Des Weiteren werden aus den einzelnen JüTs Lehrkräfte in die Schulpflegschaftssitzungen entsandt, um über die Themen, die die Eltern umtreiben, informiert zu sein und ggf. Anregungen oder Fragen in das Kollegium zu tragen.

Kinderrechte-Schule – BUDDY

Die PRIMUS-Schule ist eine Kinderrechte-Schule. Die UN-Kinderrechtekonvention gilt seit 2010 vorbehaltlos für alle Personen von 0 bis 18 Jahren in Deutschland, ist aber bei Erwachsenen ebenso wie bei den davon profitierenden Kindern und Jugendlichen noch eher unbekannt. Sie beinhaltet unter anderem ein Recht auf Leben, auf einen Namen, auf Schutz und Gesundheit sowie auf Informationen, auf eine eigene Meinung und auf Beteiligung. Auch die Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie solchen mit einer Behinderung werden durch sie geschützt. Diese Rechte bekannt zu machen und auf ihre umfassende Umsetzung in der Gesellschaft hinzuwirken, ist das Ziel des UN-Kinderhilfswerks UNICEF.

Die bewusste Verankerung der Kinderrechte im Schulkonzept umfasst dabei drei Bereiche: das Lernen über Rechte im Unterricht, das Lernen durch Rechte im Rahmen einer demokratischen Lern- und Schulkultur, bei der Schüler*innen an Entscheidungsprozessen in der Schule stärker beteiligt werden und Lernen für Rechte im Alltag und im Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen.

Die PRIMUS-Schule verfügt schon über viele Elemente einer Kinderrechte-Schule: Das Lernen über Rechte findet im Projektunterricht der Stufen 1-3 und 4-6, im Streitschlichterprojekt der Stufe 7-9, im Projekt „Mein Körper gehört mir“ für Jahrgang 3 sowie im Rahmen des Programms „Gesunde Schule“ statt. Über viele Aspekte einer demokratischen Lern- und Schulkultur, die das Lernen durch Rechte ermöglicht, verfügt unsere Schule bereits. Zu nennen sind hier der Klassenrat, Pausenhelfer und Streitschlichter, eine Spielzeugausleihe von Schülern für Schüler, die Kooperation mit Sportvereinen und dem Jugendhaus „Alte Schmiede“, unsere Lesepaten, die Zubereitung eines gesunden Frühstücks, die Mitgestaltung von Schulhof und Schulgarten sowie das Projektlernen, individualisiertes und kompetenzorientiertes Lernen, individuelle Zielvereinbarungen, Fremd- und Selbsteinschätzung, Interessen geleitete Werkstätten, ein Logbuch und ein Portfolioordner. Allerdings stehen viele dieser Elemente aktuell noch vereinzelt für sich oder sind von einzelnen Personen abhängig. Unser Ziel ist es daher, ihre Bedeutung und ihre Wichtigkeit für unsere Schulgemeinschaft deutlicher herauszustellen, sie stärker zu institutionalisieren und in einem umfassenden Gesamtkonzept zusammenzufassen. Neben dem Erhalt und der Systematisierung der bestehenden Elemente gilt es außerdem, die Partizipationsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen noch zu erweitern, beispielsweise durch die Stärkung der Arbeit der Schülervertretung und die Einführung eines Schülerparlaments. Zudem wollen wir den Bereich „Lernen für Rechte“ stärker in den Blick nehmen, um für die Verwirklichung und Einhaltung der Kinderrechte nicht nur in unserer Schulgemeinschaft, sondern auch in unserem Stadtteil und dem Lebensumfeld unserer Schülerinnen und Schüler verstärkt einzutreten.

Schulfeste

Kinder und Jugendliche leisten viel. In der Schule und außerhalb der Schule. Diese Leistungen müssen anerkannt werden, wenn Kinder und Jugendliche selbstbewusst ihre Zukunft gestalten sollen. Im Zentrum unserer Schule steht deshalb das Fest. Hier kann jedes Kind Ergebnisse seines Lernens und Arbeitens präsentieren. Es finden in jedem Jahr mindestens zwei große Feste, das Winterkonzert und das Kulturfest, statt. Hinzu kommen regelmäßige Open-stage-Veranstaltungen, Theateraufführungen und Ausstellungen.

Das Plenum

Das Plenum findet zwei Mal im Schuljahr statt – vor den Weihnachts- und den Sommerferien. Die ganze Schulgemeinde trifft sich für 1,5 Stunden in der Sporthalle. Vorab werden Themen und Vorträge gesammelt und gemeinsam von Schüler*innen und verantwortlichen Lehrkräften aufbereitet. Moderator*innen (Schüler*innen und Lehrkräfte) und das Technikteam organisieren den Rahmen des Plenums. Kinder zeigen, was sie im Unterricht erarbeitet haben. Es werden Urkunden für besondere Leistungen (Sporthelfer, Trainerausbildung etc.) verteilt.

Wir realisieren neue Organisations- und Arbeitsstrukturen. Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen werden in alle zentralen Entscheidungen einbezogen. Sie sind in den Gremien vertreten. Wichtige und grundsätzliche Fragestellungen werden immer von der gesamten Schulgemeinde entschieden! Eltern sind gern gesehene Gäste im Unterricht, in Arbeitskreisen, an Pädagogischen Tagen (SchiLF) und bei Festen.

Die im Folgenden vorgestellten Teams tagen in der Regel Dienstag nachmittags. Diese Sitzungsplanung für ein Schuljahr erstellt die Steuergruppe.

Eine detaillierte Aufstellung findet man im Organigramm der Schule.

Schulleitungsteam

Das Schulleitungsteam besteht aus Schulleiterin, stellvertretendem Schulleiter, Didaktischer Leitung sowie den Abteilungsleitungen 1-3, 4-6 und 7-10. Das SL-Team trifft sich wöchentlich zur Schulleitungssitzung, bei der aktuelle Themen und Vorhaben besprochen werden. Zweimal im Schuljahr tagt das Schulleitungsteam an Klausurtagen außerhalb, um Schul- und Unterrichtsentwicklungsthemen zu bearbeiten. Hierzu werden auch externe Fachleute oder Kolleg*innen aus anderen Schulischen Teams bzw. Koordinatoren hinzugeholt – je nach Themenschwerpunkt.

Steuergruppe

Die Steuergruppe der Primus-Schule setzt sich aus Kolleg*innen aller drei JüTs, einer Vertreterin des MPT und der Didaktischen Leitung zusammen. Die Steuergruppe tagt einmal wöchentlich. Zu ihren Aufgaben zählt die inhaltliche Jahresplanung, die Sitzungsplanung sowie die Vor- und Nachbereitung von pädagogischen Nachmittagen, SchiLF-Tagen und die Evaluation der Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse an der Primus-Schule.

Multiprofessionelles Team (MPT)

Das MPT besteht aus den Sonderpädagogen und MPT-Kräften aller Stufen und trifft sich wöchentlich für Absprachen und Fallbesprechungen. Geleitet wird es vom Inklusionskoordinator, der wiederum regelmäßige Austauschtreffen mit der Schulleiterin und der Didaktischen Leiterin vereinbart.

Jahrgangsübergreifende Teams (JüT)

Ein wesentliches Element der Schulstruktur ist seit Gründung der Schule das Teammodell. Es liegt allen Gremien der Schule zugrunde. Entscheidungen und Beschlüsse werden auf dem Weg einer strukturell organisierten Teambeteiligung getroffen. Wir haben jahrgangsübergreifende Teams (JüT) 1-3, 4-6 und 7-10. Jedes Team wird von zwei Teamsprecher*innen geleitet. In den Teams werden zentrale pädagogische Entscheidungen getroffen. Die zu erledigende Arbeit wird systematisch im Team aufgeteilt. So kommt es zu einer kompetenzgebundenen Optimierung und zu einer effizienten Arbeitsentlastung.

Jahrgangsfachteams (JFT)

In jedem Schuljahr bilden sich in allen vier Stufen Jahrgangsfachteams für alle Fächer. Sie bestehen aus den Fachlehrkräften, die das jeweilige Fach in der Stufe unterrichten. Kolleg*innen, die mehrerer Fächer in mehreren Stufen unterrichten, ordnen sich einem Fachteam zu. Die JFTs bereiten gemeinsam die Bausteine für den Unterricht vor, evaluieren sie und überarbeiten sie ggf.

Arbeitskreise

An der Primus-Schule existieren projektgebundene Arbeitskreise, die an unterschiedlichen Vorhaben der Schul- und Unterrichtsentwicklung arbeiten.
Eine detaillierte Aufstellung der Arbeitskreise und ihrer Arbeitsvorhaben findet man in einer tabellarischen Übersicht in einem gesonderten Dokument.

Koordinator*innen

Einzelne Bereiche der Schule sind von besonderer Bedeutung. Daher sollen sie von kompetenten Kolleg*innen der Schule koordiniert werden. Alle Koordinator*innen wurden intensiv für ihre Aufgabe geschult. Sie arbeiten eng mit der Steuergruppe und der Didaktischen Leitung zusammen. Folgende Bereiche der Schule sind durch eine Koordinator*in vertreten:

  • Ausbildung
  • Beratung
  • Berufsorientierung
  • Digitalisierung
  • Inklusion
  • Mathematik
  • Musik
  • Kunst
  • Naturwissenschaften
  •  Sprachen
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Fachkonferenzen

Des Weiteren tagen 1 bis 2 im Halbjahr die Fachkonferenzen, wo sich alle Fachlehrkräfte aller Stufen treffen, um über schulinterne Curricula, Lehrmaterialien, gemeinsame fachliche Regeln und Rituale von Jg. 1 bis 10 oder Übergangsmanagement von einer in die nächste Stufe zu beraten.

In einer weiterführenden Schule ergeben sich für die Schüler*innen viele neue Aufgaben, Anforderungen aber auch ständig wachsende Herausforderungen. Um unserer Schüler*innen bestmöglich zu unterstützen, haben wir ein multiprofessionelles Team aus Beratungslehrer*innen, Schulsozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, MPT-Kräften, SV-Lehrer*innen, Berufsberater*innen, Streitschlichter*innen und weiteren Ansprechpartnern gebildet. Wir beraten Schüler*innen bezogen auf schulische aber auch auf private Angelegenheiten. In problematischen Fällen stellen wir Kontakte zu Spezialisten (Ärzte, Psychologen, Beratungsstellen, Berufsberater etc.) her. Unsere Beratungsschwerpunkte sind:

  • Ausbildungsberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Begabtenförderung (Lehrerteams)
  • Berufs- und Studienorientierung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Abschlussgefährdung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Erziehungs- und Lernhilfen Schülerberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Elternberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Diagnostik (Beratungsteam)
  • Schulverweigerung (Beratungsteam)
  • Lernorganisation (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Disziplin (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Individuelle Fördermaßnahmen (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Sprachförderung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Konfliktberatung (Streitschlichter, Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Konflikte Schüler*innen / Lehrer*innen (Beratungslehrer, Lehrerrat)
  • klassenbezogene Beratung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Kollegiale Beratung (Beratungslehrer, Lehrerrat)
  • Unterstützung der Fachlehrerinnen und -lehrer sowie Klassenlehrerinnen und -lehrer bei Verhaltens- und Leistungsproblemen (Beratungsteam)
  • gemeinsame Elterngespräche (Beratungsteam)
  • Berufsorientierung
  • Schullaufbahnberatung
  • Gesundheits- / Suchtprävention
  • Verhaltens- / Lernauffälligkeiten
  • Begleitung bei pers. Krisen
  • Streitschlichter / Mobbing /Cybermobbing
  • Lehrergesundheit
  • Prüfungsangst
  • Trauer, Tod, Suizid
  • Gewaltprävention und Krisenintervention

Für weitere Informationen siehe unser Beratungskonzept.

Das Berufsorientierungskonzept der Primus-Schule Minden geht über das Ziel der „Herstellung von Ausbildungsreife“ und einer einmaligen Berufswahl hinaus. Wir verfolgen die Ziele aktiv und unterstützen unsere Schüler*innen umfassend, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und die Anforderungen einer moderner Arbeits- und Lebenswelt zu bewältigen.

Aus diesem Grund sind in den Prozess der Berufsorientierung an der Primus-Schule Minden viele Akteure und Institutionen einbezogen: die Jugendlichen selbst und ihre Eltern, die Schule, die Betriebe, die Berufsberatung, Fachkräfte für Kompetenzfeststellung und individuelle Förderung sowie in Einzelfällen auch Einrichtungen aus dem sozialen Umfeld. Des Weiteren verfolgen wir in unserem Berufsorientierungskonzept das Ziel, unsere Schüler*innen fit für den Anschluss an die Schulzeit zu machen. Eine solche Anschlussorientierung verlangt von uns, den Kompetenzaufbau zu fördern, die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit der Schüler*innen in den Mittelpunkt zu rücken und die Entscheidungsfähigkeit zur Gestaltung der eigenen Berufsbiographie bzw. Lebenswegplanung zu fördern. Bei uns stehen unsere Schüler*innen im Mittelpunkt und nicht bloß die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes als Ausgangspunkt der Berufsorientierung.

Grundlage der Berufsorientierung an der Primus-Schule Minden bildet das Berufsorientierungskonzept (BO-Curriculum) sowie der Berufsorientierungserlass des Landes Nordrhein-Westfalen (BASS 12-21 Nr.1/ Berufswahlorientierung in der Sek.I […]).

„Ein Schulhund ist ein speziell für dieses Umfeld ausgesuchter Hund, der zur Unterstützung pädagogischer Prozesse aktiv und regelmäßig von Pädagogen, in den Unterricht integriert wird.“

Die Aufgaben von Hunden in der Schule unterscheiden sich erheblich. Die einen Hunde sind in der Hauptsache anwesend, werden mit Wasser und Futter versorgt, „Gassi“ geführt, gelegentlich beobachtet und natürlich gestreichelt. Jedoch sollte nicht unterschätzt werden, dass die Anwesenheit eines Hundes zur Verbesserung des Lernklimas beiträgt und das Einhalten von Regeln leichter macht. Die Kinder lernen, sich in den Hund hineinzuversetzen, entwickeln Empathie und sind eher bereit Rücksicht zu nehmen. Und er stärkt auch das Selbstwertgefühl jedes Kindes, denn die Kinder sind stolz darauf, die besondere Situation mit einem Hund im Klassenraum bzw. in der Schule zu erleben. Viele Schüler*innen gehen einfach lieber zur Schule, wenn es einen Schulhund gibt.

Der Hund ist ein soziales Rudelwesen und lebt in der Regel in einem familiären Kontext. Die Lehrer*innen, die einen Schulhund für die pädagogische Arbeit nutzen möchte, arbeitet mit einem Familienmitglied. Dieses Tier beeinflusst das gesamte private Umfeld der pädagogischen Kraft. Der Hund ist im Gegensatz zu Büchern und Computern rund um die Uhr vorhanden und verschwindet nicht nach Feierabend im Schrank. Alle Belastungen, die die Haltung eines Hundes mit sich bringt, trägt die Lehrer*in.

Die Gruppen, in denen der Hund regelmäßig mitgeführt wird, müssen auf den Besuch vorbereitet werden. Es müssen Regel zum Schutz des Hundes und der Kinder aufgestellt werden. Bei der Einführung der ersten Schulhunde sind Eltern bei Elternabenden über die Arbeit mit den Hunden informiert worden. Mit dem Schulbüro wurde die Vereinbarung über die Ausbildung der Hunde getroffen.

Was ein Schulhund so ganz nebenbei fördert!

Im Klassenzimmer darf der Schulhund sich frei bewegen, dabei nimmt er Kontakt zu einzelnen Kindern auf, aber auch umgekehrt. Manche Kinder suchen auch oft den Kontakt zum Hund. Dabei unterbrechen sie z.T. ihre Arbeit, aber diese kurzen Auszeiten helfen besonders Kindern mit Konzentrationsproblemen, sich anschließend wieder konzentriert an die Arbeit zu gehen.

Die Kinder stärken ihr Verantwortungsbewusstsein, da sie tägliche Rituale wie versorgen und ausführen übernehmen. Alle Kinder haben die Verantwortung, dass es dem Hund in der Klasse gut geht. Dies fördert das Sozialverhalten in der Klasse. Es gibt keine Diskussionen, ob jemand etwas aufhebt, was er nicht fallen gelassen hat. Die Kinder achten gegenseitig auf die Einhaltung der „Hunderegeln“. Die Lehrer*in muss sich nicht darum kümmern.

Auch im Sinne des inklusiven Gedankens können pädagogische Begleithunde eine wichtige Aufgabe in Schulen übernehmen. Sie bereichern nicht nur durch individuelle Förderkonzepte, sondern helfen dabei Voraussetzungen zu schaffen, unter denen Inklusion überhaupt erst gelingen kann. Die Kinder üben sich in ganzheitlicher Kommunikation mit einem Lebewesen einer anderen Art auf den Grundwerten von Achtung, Respekt und Wertschätzung und lernen, das Verstehen des Gegenübers vor ihre eigenen Wünsche zu stellen.

Der offene Ganztag 

Im Bereich der unteren Lerngruppen, Jahrgang 1 bis 3, haben wir den offenen Ganztag. Eltern haben somit die Möglichkeit, ihre Kinder für den offenen Ganztag und für eine Betreuung ab 7.30 Uhr sowie nach dem Unterricht ab 11.30 anzumelden. Träger des offenen Ganztages an der Primus-Schule ist das Deutsche Rote Kreuz, durch das Elsa Brandström Heim (kurz EBH). Im Rahmen des Ganztages werden die Schüler*innen durch zahlreiche Erzieher*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen kompetent betreut. Der offene Ganztag der Primus-Schule bietet den Schüler*innen vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.

Unser Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, motorische Entwicklung zu unterstützen und Sprachkompetenzen zu erweitern. Der Ganztag orientiert sich in der Organisation an den Lerngruppen. D.h., dass die Kinder auch im Ganztag feste Ansprechpartner haben. Die Schüler*innen bleiben für das gemeinsame Mittagessen und die anschließende „Übungszeit“ in ihren Lerngruppen zusammen. Darüber hinaus haben die Schüler*innen die Möglichkeit aus einem großen Angebot von AGs zu wählen. Das Angebot reicht von gemeinsamen Spielangeboten über sportliche Aktivitäten bis zu künstlerisch-musischen Angeboten. In diesen AGs werden die Kinder aus allen Lerngruppen gemischt. Somit ergibt sich hier die Möglichkeit, neue Kontakte und Freundschaften über die Lerngruppen hinaus zu knüpfen.

Der gebundene Ganztag

Die Schule ist ein zentraler Ort des Lernens und Lebens für Kinder. Hier haben sie die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen, Mittag zu essen und zu spielen. Durch einen gebundenen Ganztag wird Schule mehr als nur ein Ort des Unterrichts. Sie bietet eine ganzheitliche Förderung. Die Kinder entwickeln hier Interessen und entfalten besondere Fähigkeiten. Darum besuchen alle Schüler*innen unserer Schule ab Klassenstufe 4 verbindlich den Ganztag. Von 7:45 Uhr bis 15 Uhr werden die Schüler*innen der Jahrgänge 4-10 in der Schule betreut. Die Schüler*innen bearbeiten all ihre Aufgaben in dieser Zeit. Zwischendurch kann gemeinsam Mittag gegessen werden. Es gibt Zeit zum Toben und Spielen, aber auch für Ruhe und Entspannung. Der Tag wird gefüllt mit Unterricht und Freizeitangeboten. Anschließend ist Zeit für den Verein, das Musikinstrument, die Familie oder einfach nur die Freunde. Hausaufgaben bzw. Aufgaben die zu Hause zu erledigen sind, gibt es nur in Ausnahmefällen.

Mensa

Wir sind eine Ganztagsschule. Das bedeutet, dass unsere Schüler*innen von 7.45 – 15 Uhr in der Schule sind. Deshalb müssen sie versorgt werden. Sowohl für den Offenen Ganztag der Grundschule als auch für den Geschlossenen Ganztag in der Sekundarstufe gibt es angemessenes und bezahlbares Mittagessen in der jeweiligen Mensa.

Gesunde Schule

Seit dem Schuljahr 2011/2012 ist der Schülerkiosk fester Bestandteil des Schullebens der Primus – Schule und wird von allen Schüler*innen sehr geschätzt. Er öffnet dienstags in der ersten Pause und bietet den Schüler*innen und Lehrer*innen eine Auswahl gesunder Ernährung unter dem Motto „Gesunder Schülerkiosk – Von Schüler*innen für Schüler*innen“ zu fairen Preisen an. Traditionell wird der Schülerkiosk von dem WP-Hauswirtschaftskurs des 7. Jahrgangs nach einer kurzen Einarbeitungsphase weitgehend selbstständig durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass die Motivation der Schüler*innen ausgesprochen hoch ist. Dabei spielt die Möglichkeit, mit dem Kiosk Gewinn zu erwirtschaften eine besondere Rolle. Bewährt hat sich dabei, die Gewinne für eine Abschlussfahrt zu nutzen.

Mit der Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation des Schülerkiosks lassen sich fächerübergreifend zahlreiche Unterrichtsinhalte in realistischer Form umsetzen und vermitteln. Dabei werden folgende Bereiche, die auch im späteren Berufsleben nachgefragt werden, berührt:

  • Selbstständigkeit bei der Durchführung des Schülerkiosks (Entscheidungen über Organisation, Preisgestaltung, Angebot, etc.),
  • Organisationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Belastbarkeit und Ausdauer
  • Zeitmanagement
  • Lernbereitschaft
  • Motivation
  • Leistungsbereitschaft
  • Engagement für das Allgemeinwohl
  • Flexibilität
  • Umgang mit Kunden.

Natürlich ist der Schülerkiosk auch für alle anderen Schüler*innen ein Beitrag zum sozialen Lernen. Soziale Kompetenzen, wie z.B. warten können, sich anstellen, sich entscheiden, Wünsche äußern, etc. können eingeübt werden.

Gesunde Schule im Mühlenkreis. Wir sind dabei.

Die PRIMUS-Schule ist auch „Gesunde Schule“. Einige Schüler*innen der Schule erhielten stellvertretend für die Schule die Auszeichnung im Kreistag. Das vom Kreis initiierte Projekt verfolgt das Ziel, Schüler*innen eine gesunde Ernährung in Kombination mit Sport zu vermitteln und spricht dabei insbesondere die Schwerpunkte „Gesundes Frühstück“, „Fitness“, „Vermeidung von und Hilfestellung bei Übergewicht“ sowie „Essstörungen“ an. Die Auszeichnung wird immer nur für ein Jahr vergeben. Um sie für weitere Jahre zu bekommen, müssen wir uns fortlaufend mit dem Thema der „Gesundheitsförderung“ auseinandersetzen. Durch unseren Schülerkiosk, die diversen sportlichen Mittagsangebote, die Sporthelferausbildung und unsere Projektwochen sind wir in punkto Gesundheitsförderung für die Zukunft gut aufgestellt.

Schulobst

Seit 2014 nehmen wir am EU-Schulobst- und -gemüseprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Kinder essen oft weniger als die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Dabei ist eine gesunde Ernährung wichtig für Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Ziel des Programms ist es daher, mit einer kostenlosen Extra-Portion Vitaminen den Schüler*innen Gemüse und Obst wieder schmackhaft zu machen und bereits zu Beginn der Schulzeit ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe zu bringen.
Die Schüler*innen der Stufe 1 erhalten deshalb dienstags, mittwochs und donnerstags kostenloses Obst oder Gemüse. Jede Lerngruppe bekommt zur Frühstückspause eine Schale mit dem Obst oder Gemüse des Tages, an der sich die Kinder immer wieder bedienen können.

Mittagsangebote

Da wir eine Ganztagsschule sind und unsere Schüler*innen von 7.45 – 15 Uhr in der Schule sind, haben wir ein spannendes und vielgestaltiges Mittagsangebot entwickelt. Wir bieten an:

Schulgarten
Sportangebote
Fußball
Turnen / Parcours
Tanz
Handball
Volleyball
Spiele
etc.
Yoga
Pausenradio
Bibliothek
Matheclub
Gesellschaftsspiele etc.
Bibliothek

Damit sich unsere Schüler*innen informieren können, damit es die Möglichkeit zu Ruhe und zu Rückzug gibt, haben wir drei Bibliotheken ausgestattet. Hier finden Leseratten in Unterricht und Pausen ihren Platz.

Qualitätsentwicklung ist ein begleitender Prozess. Wir evaluieren besonders die von uns neu eingeführten Lernformen fortlaufend. Unterstützt werden wir hierbei durch die Teilnahme in unterschiedlichen Netzwerken wie den Schulverbund Blick über den Zaun, das Netzwerk Digital 44, das Netzwerk der Didaktischen Leitungen sowie das Netzwerk der Primus-Schulen NRW.

PRIMUS-Vernetzungstreffen und Fachtage

Die Primus-Schulen in NRW mit den Standorten Minden, Münster, Schalksmühle, Titz und Viersen sind untereinander vernetzt. Durch das Schulministerium organisiert treffen sich halbjährlich Vertreter des Schulministeriums, Vertreter der Bezirksregierungen, Vertreter der wissenschaftlichen Begleitung sowie die Schulleitungen der fünf Primus-Schulen. Ein reger Austausch über den Stand der Entwicklungen an den Schulen sowie Einblicke in die wissenschaftlichen Ergebnisse helfen, trotz der sehr unterschiedlichen Standortbedingungen an den Primus-Schulen, ein gemeinsames Bild zu schärfen und zu stärken. 
Seit 2017 findet einmal im Jahr der Primus-Fachtag statt. So wird auch den Kollegien die Möglichkeit zum Austausch und zur gemeinsamen Identitätsstiftung gegeben. Am Fachtag werden neben Impulsreferaten Workshops zu fachlichen Inhalten angeboten. (Z.B. Englischunterricht in jahrgangsgemischten Gruppen, Arbeit in multiprofessionellen Teams, Leistungsdokumentation, Fächerübergreifendes Lernen etc.)

Schulverbund Blick-über-den-Zaun (BÜZ)

Der Schulverbund BÜZ ist ein Verbund reformpädagogisch orientierter Schulen, der seit 1989 besteht. BÜZ betreibt Schulentwicklung „von unten“, will, dass Schulen im direkten Erfahrungsaustausch voneinander lernen, einander anregen, ermutigen, unterstützen.  Dies erreicht der BÜZ vor allem durch regelmäßige wechselseitige Besuche, durch Tagungen und Kongresse. (vgl.: https://www.blickueberdenzaun.de). Wir sind seit 2009 Mitglied im Schulverbund BÜZ. Die PRIMUS-Schule wird vertreten durch die Schulleiterin Antje Mismahl und die Kollegin Sabine Pauli. Regelmäßig findet so an unserer Schule ein Peer-Review statt, in dem wir zentrale Fragen durch unsere kritischen Freunde des BüZ-Arbeitskreises evaluieren lassen.

Schwerpunkte der Schul- und Unterrichtsentwicklung

Schuljahr 2023/24

Mit der Einführung der aktualisierten Kernlehrpläne haben wir im Schuljahr 2023/24 damit begonnen, die schulinternen Curricula aus dem Jahr 2020 im Curriculum-Tool in IServ abzubilden. Dort haben wir jetzt die Möglichkeit, die einzelnen Unterrichtsbausteine in einer Jahresübersicht von 40 Schulwochen abzubilden, sodass jede Kolleg*in sehen kann, wann welcher Baustein unterrichtet wird. Außerdem sind dort auch die konkreten Unterrichtsmaterialien verlinkt. Das digitale Curriculum ermöglicht es uns, Änderungen in einzelnen Bausteinen schneller vorzunehmen und das Curriculum aktuell zu halten. Des Weiteren haben wir zu Beginn des Schuljahres 24/25 in den einzelnen JüTs mit Hilfe dieser Jahresübersicht die Bausteine noch einmal in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht, um thematische Überschneidungen in versch. Fächern zeitlich parallel zu legen. Eine Aktualisierung der schulinternen Curricula erfolgt nur noch im Curriculum-Tool und nicht mehr in Form von Textdateien.

Ein weiterer Schwerpunkt im SJ 2023/24 lag auf der Erstellung eines Methodencurriculums von Klasse 1 bis 10. Mit Hilfe aller Jahrgangsfachteams hat die Steuergruppe für jede der 4 Stufen eine Übersicht erstellt, die ab dem 2. HJ des Schuljahres 24/25 in allen Klassenräumen aushängt. So haben sowohl Lehrkräfte als auch Schüler*innen einen Überblick über die zu lernenden Methoden.

Schuljahr 2024/25

Im Schuljahr 2024/25 liegt der Schwerpunkt unserer Schulentwicklungsarbeit auf der Förderung der Basiskompetenzen in Deutsch, Mathe und Englisch. 4 Kolleg*innen nehmen an der Fortbildungsreihe Projekt QuLGet: Netzwerk „Zukunftsorientiertes Lernen in der digitalen Welt“ der BR DT teil. Ziel ist es, Möglichkeiten digitaler Unterstützungsformate zur Begleitung individueller Lernprozesse im Unterricht kennenzulernen und zu erproben sowie Methoden und Tools zur individuellen Förderung der Lesekompetenz und mathematischer Grundkompetenzen zu erproben.

Eine zweite Gruppe aus Kolleg*innen nimmt an der Fortbildungsreihe der BR DT zur Stärkung der Lesekompetenz in der SI teil. Ziel ist eine (systematische) Weiterentwicklung der Entwicklung einer ganzheitlichen Leseförderung an der Primus-Schule. 
In Stufe I wird das Leseband von bisher 3 x 20 Minuten auf täglich 20 Minuten Lesezeit erweitert. In Stufe II wird eine Lesezeit in den PU integriert. Ziel ist es, die Basiskompetenz des Lesens zu fördern, insbesondere unter Berücksichtigung der Lesesituationen unter erschwerten Bedingungen. SuS sollen am Ende der 4. Klasse 100WpM lesen können. Lautlesemethoden sollen in die Lernpläne eingefügt werden, wenn Texte gelesen werden sollen. Leseförderung in Stufe III/IV soll im SJ 25/26 etabliert werden: Lesemethoden in die Lernpläne einarbeiten, wie chorisches Lesen, Tandemlesen, Partnerlesen, reziprokes Lesen etc.

In beiden Bereichen wurden Diagnosetools getestet. Ab dem SJ 25/26 werden in Stufe I und II Stolle-d zur Diagnose der Leseflüssigkeit und Westermann-Grundschuldiagnose zur Diagnose der Basiskompetenzen in M und D eingesetzt. Mit der Westermann-Diagnose können außerdem individuelle Förderhefte für die SuS erstellt werden, an denen sie in der Basiszeit der Trainingszeit arbeiten können.

Für Details siehe hierzu das Fortbildungskonzept sowie den Fortbildungsplan für das SJ 24/25.

Schuljahr 2025/26

Das Schuljahr 2025/26 steht im Zeichen des beginnenden Start-Chancen-Programms. Eine Gruppe von 5 Mathematiklehrkräften aus der SI wird am Fortbildungsprogramm QuaMath teilnehmen. Ziel des Programms ist die Steigerung der Basiskompetenzen der Schüler*innen im Mathematikunterricht. 

Neben der Weiterarbeit am schulischen Leseförderkonzept – besonders in der Sekundarstufe I, steht die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen in diesem Schuljahr im Focus. Dazu nehmen wir am Projekt „Ehrenschmiede“ teil. Der Auftakt für das gesamte Kollegium und alle pädagogischen Mitarbeiter*innen erfolgt am 21.08.25. Danach werden etwa 15-20 Kolleg*innen aus allen Stufen zu Multiplikatoren ausgebildet, sodass wir das Programm in Zukunft flächendeckend in allen Stufen ergänzend zu unseren Teamtagen durchführen können. 
Das Ehrentraining ist ein systemischer Ansatz zur Gewaltprävention im Bereich Schule, das sich an den Ideen des konfrontativen Stils (KonSt®) nach Ulrich Krämer orientiert. Die Trainings zielen darauf ab, Schülerinnen und Schülern Fähigkeiten und Haltungen zu vermitteln, um schwierige Situationen im Schul- und Alltag besser bewältigen zu können. Dabei kommen verschiedene interaktionspädagogische Übungen zum Einsatz, darunter Rollenspiele, Konfrontationsübungen und Kampf- und Kooperationsübungen. (www.die-ehrenschmiede.de)

Auch die Integration des Methodencurriculums in die Lernpläne zu den einzelnen Unterrichtsbausteinen wird uns in diesem Schuljahr weiter beschäftigen.

Für Details siehe hierzu den Fortbildungsplan für das SJ 25/26

Ausblick und Entwicklungsziele

Unterrichtsentwicklung und Schülerorientierung gehören weiterhin zu den Schwerpunkten unserer mittelfristigen und langfristigen Entwicklungsziele. Dabei steht folgende Frage im Fokus: Wie kann uns Digitalität in der Rolle als Lernbegleiter unterstützen? Wie kann Digitalität die Schüler*innen beim selbstständigen Lernen unterstützen?

Im Schuljahr 2024/25 haben wir neue digitale Diagnosetools getestet und eingeführt, bspw. den Stolperwörterlesetest digital in Stufe I und II sowie die Westermann Grundschuldiagnose in Stufe I. Zur Förderung der Basiskompetenzen unserer Schüler*innen liegen uns somit Daten vor, mit denen wir die Lesegeschwindigkeit und die Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik überprüfen können. Zusätzlich ermöglicht die Westermann Grundschuldiagnose eine gezielte individuelle Förderung der Schüler*innen aufgrund ihrer individuellen Leistungen. 

In der Lesezeit in den Stufen I und II haben wir das Ziel, dass Kinder am Ende der Jahrgangsstufe 4 100 Wörter pro Minute lesen können. Dieses Ziel ist Voraussetzung für die Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe I. Die Erarbeitung eines ganzheitlichen Leseförderkonzeptes – besonders in den Jahrgängen 7-10 – bleibt also ein weiterer Schwerpunkt der schulischen Arbeit.

Um auch in der SI die Basiskompetenzen unsere Schüler*innen in Deutsch und Mathematik zu fördern, testen wir im SJ 25/26 auch die Westermann Diagnose für die Sekundarstufe I.

Länger gemeinsam lernen

Wir wollen glückliche Kinder durch eigenverantwortliches, von Interesse geleitetes, angstfreies Lernen, Förderung individueller Stärken und Wertschätzung jeder Leistung, mit dem Ziel, dass jedes Kind seinen bestmöglichen Abschluss erreicht.

Kontakt

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