Vom 17. bis zum 24. April begaben wir uns auf eine ganz besondere Reise: unsere erste Erasmus+-Fahrt. Das Projekt rund um Erasmus+ entstand dabei eher kurzfristig, denn erst seit Kurzem sind wir Teil des Erasmus+ Konsortiums „Kompass“ der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese Mitgliedschaft ermöglicht es uns, deutlich einfacher an europäischen Austausch- und Bildungsprojekten teilzunehmen.
Für uns eröffnen sich dadurch viele neue und spannende Chancen, über den Schulalltag hinauszublicken und Europa aktiv zu erleben. Zur Vorbereitung gründeten wir kurzfristig eine Europa-AG, bestehend aus 12 Schülerinnen und Schülern, geleitet von Frau Yumusak und Frau Trojahn. Dort trafen wir uns regelmäßig, setzten uns intensiv mit Europa, Italien und der Europäischen Union auseinander und bereiteten mit großem Engagement Präsentationen vor. So legten wir gemeinsam den Grundstein für unsere Reise.
Der Startschuss fiel am Freitagmorgen um 5 Uhr. Nach einer langen Zugfahrt erreichten wir schließlich die Lagunenstadt Venedig. Den Samstag nutzten wir, um die Stadt zu entdecken: Mit dem Vaporetto erkundeten wir Venedig vom Wasser aus. Ein besonderes Highlight war der Ausflug zur Insel Lido, wo wir gemeinsam Pizza am Meer genossen. Anschließend reisten wir weiter in die Küstenstadt Fano. Bereits am Sonntag trafen wir dort zum ersten Mal auf unsere italienischen Partnerschülerinnen und -schüler aus Saltara und Montemaggiore. Nach einer gemeinsamen Stadtführung durch Fano verbrachten wir den Tag bei gutem Essen, Volleyball am Strand und sogar mit einem ersten Bad im Meer – trotz noch frischer Temperaturen.
Die Tage von Montag bis Mittwoch standen ganz im Zeichen der gemeinsamen Projektarbeit in der Schule. Zusammen mit den italienischen Schülerinnen und Schülern arbeiteten wir an einem Vergleich unserer Schulen und Kulturen. Dabei entdeckten wir viele Unterschiede, aber auch zahlreiche Gemeinsamkeiten. Außerdem nahmen wir am regulären Unterricht teil – von Sport über Musik bis hin zu Naturwissenschaften. Besonders in Erinnerung bleibt uns der Musikunterricht, in dem wir gemeinsam die „Ode an die Freude“ auf Deutsch und Italienisch sangen und musizierten. Weitere Höhepunkte waren das gemeinsame Fußballspielen in den Pausen sowie der Besuch des interaktiven Wissenschaftsmuseums „Museo del Balì“, das uns mit spannenden Experimenten und Mitmachstationen begeisterte. Beim gemeinsamen Abschiedsabendessen am Mittwoch wurde uns allen bewusst, wie schnell wir als Gruppe zusammengewachsen waren. Der Abschied fiel vielen schwer – es flossen sogar einige Tränen.
Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir am Donnerstag die historische Stadt Bologna. Dort standen Sightseeing, Souvenir-Shopping und beeindruckende Ausblicke vom Torre dell’Orologio auf dem Programm. Ein weiteres Highlight war die Fahrt mit dem San Luca Express hinauf zur Basilica di San Luca, von wo aus wir einen weiten Blick über die Region genießen konnten.
Unsere erste Erasmus+-Fahrt war für uns alle ein voller Erfolg: Wir konnten neue Freundschaften schließen, unvergessliche Eindrücke sammeln und viele gemeinsame Erlebnisse teilen. Diese Woche hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungen für junge Menschen sind – als Beitrag zum interkulturellen Lernen und zur Förderung der europäischen Idee. Es war eine Woche voller Spaß, guter Laune und intensiver Erfahrungen – mit viel Pizza, Pasta und Eis und vor allem mit vielen bleibenden Erinnerungen im Gepäck.




