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Hier finden Sie unser komplettes Schulprogramm zum nachlesen.

Die PRIMUS-Schule verfügt über ein multiprofessionelles Team. Dieses besteht aus 70 Kolleg*innen mit den Lehrämtern für Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Sonderpädagogik, einer Sozialsozialarbeiterin für die Jahrgänge 1-4 und einer Schulsozialarbeiterin für die Jahrgänge 5-10. Im Team arbeiten außerdem zwei Sekretärinnen, zwei Hausmeister, Pädagoginnen im Offenen Ganztag, Berufseinstiegsbegleiter und zwei Köchinnen. Darüber hinaus sind Freunde der Schule und Eltern als Lesepaten und Unterstützer im Lernen aktiv. Das Team wird komplett durch externe Instrumentallehrer, Trainer und junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Wir versuchen, möglichst häufig Doppelbesetzungen im Unterricht zu realisieren und arbeiten mit Fachkräften für DAZ (Deutsch als Zweitsprache).

Ca. 750 Schüler*innen besuchen die PRIMUS-Schule. Diese werden in drei jahrgangsübergreifenden Abteilungen (1-3, 4-6, 7-9) und in Jahrgang 10 unterrichtet. Jede Abteilung besteht aus neun Lerngruppen A-I, Jahrgang 10 besteht aus drei Klassen.

Unsere Werte

  • Die PRIMUS – Schule ist ein Lebensraum, in dem mit Freude und Begeisterung die Sinnhaftigkeit des Lernens erfahren wird.
  • Die PRIMUS – Schule ist ein Lebensraum, in dem die Individualität und Vielfalt wertgeschätzt und als Bereicherung anerkannt werden.
  • Die PRIMUS – Schule ist ein Lebensraum, in dem Demokratie und Solidarität gelebt und vermittelt werden.
  • Die PRIMUS – Schule ist ein Lebensraum, in dem allen Schüler*innen Zeit und Gelegenheit zur individuellen Entwicklung gegeben wird.

Unterricht

  • Wir schaffen eine anregende Lernumgebung und -atmosphäre.
  • Wir tragen Verantwortung für unseren eigenen Lernprozess.
  • Wir fördern und fordern nach individuellen Möglichkeiten.
  • Grundlage unseren Unterrichts ist eine tragfähige Schüler*innen – Schüler*innen und Lehrer*innen – Schüler*innen – Beziehung.
  • Die Interessen unserer Schüler*innen sind Ausgangspunkt unserer didaktischen Überlegungen.
  • Wir geben Raum für Mitbestimmung und sorgen für Transparenz.

Umgang miteinander

  • Wir tragen für einander Verantwortung.
  • Wir hören einander zu.
  • Wir unterstützen einander mit Know-how und Material.
  • Wir gehen mit allen Materialien sorgsam um.
  • Wir wertschätzen einander.
  • Wir lösen Konflikte und Probleme gemeinsam.
  • Wir fördern eine Feedbackkultur.
  • Jeder übernimmt Verantwortung für sich und das Wohl der Anderen.
  • Wir wertschätzen und unterstützen andere. Kein Kind wird bloßgestellt!
  • Wir halten uns an Absprachen und pflegen einen höflichen Ton.
  • Wir sind kompromissbereit. Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt.
  • Wir lösen Konflikte gewaltfrei (körperlich, verbal, medial).
  • Alle an Schule beteiligte sind verantwortlich und gestalten die Schule mit. (L, Schüler*innen, Eltern).
  • Eltern werden einbezogen und ernstgenommen.
  • Schüler*inneninitiativen werden ernst genommen (inner- und außerschulisch).

Erziehungs- und Bildungsverständnis

  • Jede Leistung wird anerkannt.
  • Jedes Kind wird einbezogen und gefördert. Kein Kind bleibt zurück!
  • Lernen findet mit Kopf, Herz und Hand statt.
  • Wir beteiligen Schüler*innen an der Auswahl der Lerninhalte. Lernen ist Selbstorganisation.
  • Eine gute, vertrauensvolle Schüler*innen – Lehrer*innen – Beziehung ist der Grundstein unserer Arbeit.
  • Lehrer*innen sind auch Lernbegleiter.
  • Heterogenität wird als Bereicherung gesehen.
  • Erziehung zu Demokratie und Solidarität sind Grundsteine unserer Arbeit.
  • Wir sensibilisieren Schüler*innen aktiv für die Vielfalt der Gesellschaft.
  • Wir sensibilisieren Schüler*innen für politische, gesellschaftliche, kulturelle Zusammenhänge.

Schulregeln

Die Schulregeln der PRIMUS-Schule wurden von Schüler*innen erarbeitet. Sie verstehen sich als Wohlfühlregeln.

Unsere Wohlfühlregeln

  • Ich helfe anderen.
  • Ich schlage niemanden.
  • Ich beachte andere und wertschätze sie.
  • Ich ärgere keine anderen Kinder und Lehrer. 
  • Ich beleidige niemanden.
  • Ich lache niemanden aus.
  • Ich stehle nichts von anderen.
  • Ich lerne und arbeite so leise, dass alle anderen in Ruhe lernen und arbeiten können.
  • Ich lasse mein Handy in der Schule immer aus.
  • Ich achte auf die Dinge anderer.
  • Ich renne auf dem Pausenhof, aber nicht auf dem Flur.
  • Ich halte meinen Platz, die Klasse, die Schule und die Umgebung sauber.
  • Ich bin pünktlich.
  • Ich kaue in der Klasse kein Kaugummi.

Ziele der Jahrgangsmischung

  • Jedes Kind soll individuell, seinem Lerntempo und Leistungsvermögen entsprechend lernen.
  • Schüler*innen sollen nicht in ihrem Voranschreiten gebremst werden, weil andere Kinder im gleichen Jahrgang noch nicht so weit sind. 
  • Andererseits sollen die Schüler*innen aber auch nicht den Druck verspüren, in genau dem gleichen Arbeitstempo voran kommen zu müssen.
  • Diesen Druck auf der einen Seite, aber auch die eventuell auftretende Langeweile auf der anderen Seite, wollen wir durch unter Konzept entgegenwirken.
  • Die Kinder sollen Zeit haben, das Gelernte zu verinnerlichen und in ihrem Tempo weiterarbeiten zu können.
  • Durch dieses Konzept versuchen wir jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht.

Lerngruppen

  • Statt „Klasse" sagen wir „Lerngruppe", weil es bei uns keine erste, zweite und dritte Klasse gibt, sondern Kinder aus den Jahrgängen 1, 2 und 3 gemeinsam in einer festen Gruppe lernen.
  • Eine Lerngruppe besteht immer aus jeweils 6 - 9 Kindern pro Jahrgang.
  • Die maximale Lerngruppengröße liegt bei 25 Kindern.

Aufbau/Struktur der Lerngruppen (Bezug auf Lernfamilien)

Ein wichtiges Kriterium der Primus-Schule ist das längere gemeinsame Lernen.
Die Bildung von jahrgangsgemischten Lerngruppen (LG) führt dazu, dass nicht eine Klasse von Jahrgang 1-0 zusammen ist, sondern dass eine kleine Schülergruppe (ca. sechs bis acht Schüler) die zehn Jahre gemeinsam verbringt. In dieser Zeit treffen sie immer wieder auf dieselben jüngeren und älteren Schüler*innen.

Die Schüler aus den LG „wandern“ in ihrem Strang nach oben. Z.B.:

  • Wenn ein Kind die Stufe 1 (JG 1-3) der LG A abgeschlossen hat, geht es in die Stufe 2 (JG 4-6) der LG A über. Wenn es diese Stufe abgeschlossen hat, geht es in die Stufe 3 (JG 7-9) der LG A über.
  • In der 10. Klasse bilden die Schüler aus den LG 3A, LG 3B und LG 3C eine gemeinsame Klasse
  • Jeweils 3 Lerngruppen bilden eine Lernfamilie.
  • In den Stufen 1 und 2 finden die Werkstätten innerhalb einer Lernfamilie statt.
  • Die Lernfamilien fahren in der zweiten Stufe dreimal gemeinsam zur Klassenfahrt.
  • Die Viertklässler bilden innerhalb der Lernfamilie einen eigenen DFö/MFö-Kurs.
  • Durch diese Maßnahmen lernen sich die Kinder einer Lernfamilie besser kennen.

Unterricht verstehen wir als Lehr- und Lernprozess auf allen Seiten, der als selbstständiges Arbeiten und Lernen begriffen und gemeinsam gestaltet wird. Es findet fortwährend eine intensive Verständigung über die Lernarrangements statt. Individualisiertes Lernen und seine Unterstützung wird in diesem Sinne als offener Unterricht verstanden, der selbstständiges, entdeckendes Lernen, den Fachvortrag, die individuelle Arbeits- und Lernplanung in den Mittelpunkt stellt und die Schüler*innen befähigt, das eigene Lernen in die „Hand“ zu nehmen. Öffnung von Unterricht.

Eigenverantwortliches Lernen, liegt uns besonders am Herzen! Alle Schüler*innen müssen die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Nur dann werden sie erfolgreich sein. Dies kann nur gelingen, wenn sie erkennen können, was sie warum lernen sollen. Die Schüler*innen müssen hierzu in den Entscheidungsprozess über Lerninhalte und –wege einbezogen werden. Darüber hinaus müssen Kinder die Gelegenheit erhalten, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich in Bereiche, die sie besonders interessieren, hinein zu vertiefen. Selbstverständlich geschieht dies im Rahmen der für die Schulen des Landes NRW gültigen Richtlinien.
In einer Klasse wird es einleuchtender Weise niemals zwei Kinder geben, die exakt auf demselben Lernstand sind. Wie abwegig erscheint es dann, im Frontalunterricht alle Kinder im Gleichschritt zu behandeln. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Unterrichtsformen gefunden werden müssen, die das einzelne Kind dort abholen, wo es steht. Deshalb öffnen wir unseren Unterricht für die Selbsttätigkeit der Kinder.

Kinder, die erfolgreich sein wollen, benötigen unbedingtes Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten. Die Sicherheit, die eigene Zukunft bewältigen zu können, ist Grundlage eines tragfähigen Lebensentwurfs. Viele Kinder können viel, was annähernd nie in der Schule zum Thema wird. Viele Kinder werden selten mit Anerkennung, häufig aber mit negativen Rückmeldungen über sich konfrontiert. Die PRIMUS-Schule in Minden will hier einen eindeutig anderen Weg gehen. Unsere Schüler*innen sollen ihre Stärken entdecken und entwickeln, sich selbstbewusst ins Bild setzen lernen. Jede Schüler*in der PRIMUS-Schule kann ihre Lerninhalte selbst bestimmen. Sie erhält wöchentlich und zu besonderen Anlässen die Gelegenheit, die Produkte ihres Lernens zu präsentieren.

Die Primus Schule Minden hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht zu öffnen. Die dozierende Lehrer*in ist Vergangenheit. Den Schüler*innen muss in vielfältiger Weise die Gelegenheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, was er wann wie lernen sollte. Den Schülern*innen werden mittels Selbstdiagnosetests ihre individuellen Stärken und  Defizite verdeutlicht. Mithilfe von geeigneten Materialien, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Zugangsmöglichkeiten beinhalten, haben sie dann die Gelegenheit, diese Stärken auszubauen und Defizite auszugleichen. Wochenarbeitspläne, Freiarbeitsmaterialien, Portfolios und einiges mehr werden kontinuierlich im Unterricht eingesetzt. Zentraler Vorteil dieser Arbeitsformen ist, dass die Lehrer*in, die nicht vom Vortrag an die Tafel gebunden ist, sich frei im Klassenraum bewegen kann, um einzelnen Schüler*innen Anregungen und Hilfen zu geben. Die Lehrer*in versteht sich als Initiator und Helfer. Selbstverständlich finden auch weiter, an geeigneter Stelle, Unterrichtsgespräche und Lehrer*innenvorträge statt.

In der Trainingszeit lernt jede Schüler*in in ihrem individuellen Tempo. Die Angebote richten sich nach dem Leistungsstand des Einzelnen. Jede Schüler*in erwirbt für sich, unterstützt von Lehrer*innen und Mitschüler*innen, möglichst selbstgesteuert, Grundkenntnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Das Lernen erfolgt in Bausteinen (Unterrichtsvorhaben) mithilfe von Kompetenzrastern und Lernplänen.

In der Trainingszeit erarbeiten die Schüler*innen hauptsächlich Kompetenzen und Inhalte der Fächer Deutsch, Mathematik (1-3) und Englisch (4-10). Alle Schüler*innen haben die Möglichkeit individuell in ihrem Lerntempo und nach ihren Möglichkeiten zu lernen. Erlerntes Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen werden individuell überprüft. D.h. es erfolgen Lernzielkontrollen, wenn die Schüler*innen sich einen Bereich erarbeitet haben. Der Fokus liegt hier auf dem individuellen Arbeiten.

Der Einstieg in die Trainingszeit erfolgt in 1-3 der Regel im Sitzkreis. Die Schüler*innen überlegen und besprechen gemeinsam mit der Lehrer*in an welchen Bereichen sie in der folgenden Trainingszeit arbeiten möchten. Diese Anfangsphase kann die Lehrer*in nutzen, um z.B. Kinder daran zu erinnern mal wieder ein anderes Fach zu wählen oder zu klären, ob ggf. ein bestimmtes Material gebraucht wird, oder andere Fragen vorab zu klären. Häufig wird nach ca. 45 min den Kindern die Möglichkeit zum Wechseln der Arbeit (Fach) gegeben bzw. dies gefordert (Akustisches Signal durch Uhren).

Ab Jg. 4 nennt jede Schüler*in zu Beginn der Stunde ihr Vorhaben und Ziel für die kommende Lernzeit. Dies kann unterstützend durch einen vorgegebenen Anfangssatz ritualisiert werden. Diese Anfangsphase kann die Lehrer*in nutzen, um zu beraten, in welchem Bereich das Kind lernen sollte. Außerdem können Fragen zum benötigten Material geklärt werden.

Die Schüler*innen widmen sich in der Arbeitsphase ihren Lernplänen, die die Fachlehrer*innen erarbeitet haben. Die Lernpläne weisen immer einen gleichen Aufbau auf und die benötigten Materialien befinden sich in der jeweiligen Deutsch-, Englisch oder Mathematik-Ecke. Die Aufgaben der Lernpläne sind vielfältig und bedienen jeden Lerntyp, sodass ein monotones Abarbeiten von Arbeitsblättern oder Heften verhindert werden soll.

Die Lernphase kann je nach Absprache und Fach mit verschiedenen Vorübungen beginnen. Entscheidet sich ein Kind z.B. für das Fach Deutsch, lernt es zunächst eine vorgegebene Zeit die Rechtschreibung mithilfe der sogenannten „Wörterklinik“ oder der Rechtschreibkartei, und widmet sich erst danach dem Lernplan.
Das Lernen erfolgt vorrangig in Einzelarbeit. Jedoch gibt es auch Partnerarbeitsphasen, z.B. bei Sprechaufgaben im Englischbereich oder Lernspielen. Lehrer*innen sorgen stets für eine ruhige Lernatmosphäre, besonders wenn die Kinder sich untereinander helfen.

Während der Trainingszeit gilt das Prinzip „Brain-Book-Buddy-Boss“, d.h. dass die Schüler*innen lernen bei Schwierigkeiten

  • zunächst selbst nachzudenken (Brain) ,
  • bei weiterem Unverständnis auf den Infoseiten, die im Lernplan aufgelistet sind, nachzulesen (Book),
  • erst dann andere Schüler*innen zu befragen (Buddy) und
  • als letzte Instanz die Hilfe der Lehrperson in Anspruch zu nehmen (Boss).

Die Welt ist ein Ganzes aber in der Schule werden Welt und Leben in Fächer eingeteilt, manchmal auch zerstückelt. Das kann hin und wieder sinnvoll sein, meistens ist es das aber nicht. Im Projektunterricht versuchen wir die Trennung aufzuheben und zusammenzufügen, was zusammen gehört. Zu bestimmten Lernbausteinen wird den Schüler*innen ein fächerübergreifendes Angebot gemacht. Die Schüler*innen arbeiten und forschen in mehreren Wochenstunden an diesen Themen, welche sich aus Einzelfächern zusammensetzen. Im Projektunterricht lernen Kinder projektorientiert. Kompetenzen aus verschiedenen Fächern werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen. Ab Jahrgang 7 trennen wir Projektunterricht Gesellschaftslehre (PU GL) und Projektunterricht Naturwissenschaften (PU NW).

Projektunterricht in den Jahrgängen 1-3 und 4-6

Im Projektunterricht lernen die Schüler*innen projektorientiert. Kompetenzen aus den Fächern Sachunterricht, Kunst, Musik und Religion werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen. Die Projekte haben unterschiedliche fachliche Schwerpunkte.

Zunächst gibt es Basiskompetenzen, die sich die Schüler*innen innerhalb der Lerngruppe aneignen. Hierbei handelt es sich um Inhalte, Kompetenzen und Zusammenhänge die für das spätere individuelle Lernen benötigt werden. Alle Schüler*innen arbeiten an einem Rahmenthema und profitieren von der Heterogenität.

Die Materialien sind so aufbereitet, dass es für jüngere oder leistungsschwächere Kinder Bearbeitungshilfen, z.B. Begriffserklärungen gibt. Nachdem die Basiskompetenzen gefestigt sind, können die Schüler*innen zwischen verschiedenen weiterführenden Projektthemen wählen. Die Arbeitsaufträge sind offen gestaltet, sodass sie je nach Niveau bearbeitet werden können. Die Schüler*innen arbeiten vorrangig in Partner- oder Gruppenarbeiten, ggf. auch in Einzelarbeit. Die Lehrer*in kann am Anfang die Gruppenzusammensetzung mitbestimmen und gegebenenfalls die Kinder bei der Themenwahl beraten. Kinder, die von ihren Lernvoraussetzungen noch nicht in der Lage sind an einem Projekt (mit-) zu arbeiten, können an anderen wichtigen/elementaren Aufgaben (weiter-) arbeiten. Jedes Projekt endet mit einem Produkt (z.B. Infomappe, Modell, Umfrageergebnisse…) und einer Präsentation (Vortrag, Museumsgang), in der alle Schüler*innen über die Ergebnisse informiert werden und durch ihre Mitschüler*innen einen Lernzuwachs erfahren.

Projektunterricht in den Jahrgängen 7-10

Der Projektunterricht GL besteht in den Jahrgängen 7-10 aus den Unterrichtsfächern Arbeitslehre-Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Religion und Deutsch.

Die Schüler*innen arbeiten in ihrem Lerngruppenverband (in ihrer Klasse) an projektorientierten und fächerübergreifenden Themenbausteinen. Diese Bausteine wiederholen sich in einem Drei-Jahres-Curriculum, um jeder Schüler*in im jahrgangsübergreifenden Lernen die Möglichkeit zu geben, jeden Inhalt zu erlernen.

Die Inhalte des PUs werden von der Lehrer*in vorgegeben, eine interessengebundene Wahl der Schüler*innen zu einzelnen Unterthemen oder Methoden ist möglich. Zu einem Oberthema wird eine Basis geschaffen, auf Grundlage dessen wählen die Schüler*innen ihr Projekt zur Vertiefung.

Zu bestimmten Lernbausteinen wird den Schüler*innen im Projektunterricht NW ein fächerübergreifendes Angebot gemacht. Die Schüler*innen arbeiten und forschen in mehreren Wochenstunden an diesen Themen, welche sich aus Einzelfächern Biologie, Chemie und Physik zusammensetzen.

Jede Begabung zählt. Deshalb haben die Schüler*innen unserer Schule die Möglichkeit, ihre ganz individuellen Lern-Schwerpunkte zu wählen. Die Schüler*innen können wählen zwischen den Schwerpunkten Englisch, Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Sport.

Ab Jahrgang 4 bis Jahrgang 6 wählen unsere Schüler*inne einen Schwerpunkt, in dem sie zwei Stunden pro Woche lernen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, weitere Lernangebote in den Werkstätten, im Wahlpflichtbereich und in Projektwochen.

In den Jahrgängen 7-10 können unsere Schüler*innen ihre Schwerpunkte in den Werkstätten wählen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Schwerpunktsetzung im abschlussrelevanten Wahlpflichtbereich.

Jedes Kind belegt einen Basisbereich, der in den Richtlinien des Landes NRW vorgegeben ist. Das bedeutet, dass jede Schüler*in in Naturwissenschaften, Englisch, Sport, Musik und Kunst lernt. Darüber hinaus kann aber jeder seinen individuellen Lernschwerpunkt wählen. So kann eine musikbegeisterte Schüler*in z.B. parallel in drei Musikbereichen lernen.

Schwerpunkt Sport - „Vom Sportler zum Trainer“

Die Kinder im Schwerpunkt Sport haben vier Stunden Sport in der Woche. Neben dem zweistündigen Sportunterricht können die Kinder aus unserem anspruchsvollen Angebot in Werkstätten des Lernens auswählen. Abgerundet wird das wöchentliche Sportangebot durch die sportliche Klassenfahrt „Kanu“ und den „Ski- und Snowboardkurs“. Es gibt Trainingslager, Wettkämpfe und breit gefächerte, sportliche Pausenaktivitäten.

Während unserer Projektwochen können unsere Schüler*innen Trainerscheine in Fußball und Handball erlangen.

In den Jahrgängen 1-2 haben alle Schüler*innen drei Stunden Sportunterricht, die Schüler*innen der Klasse 3 haben eine Stunde Sport- und zwei Stunden Schwimmunterricht in der Woche. Darüber hinaus gibt es ein reichhaltiges sportliches Mittagsangebot und einen bewegungsfreudigen Pausenhof.

In den Jahrgängen 4-6 haben unsere Schüler*innen zwei Stunden Sportunterricht und zwei Stunden Schwimmen in der Woche. Darüber hinaus können sie Werkstätten aus dem Lernbereich Sport belegen.

In den Jahrgängen 8,9 und 10 gibt es zwei Sportstunden. Darüber hinaus können Werkstätten mit sportlichem Schwerpunkt belegt werden.
Alle Kinder sollen über das bloße Bewegen hinaus vielfältige motorische, kognitive, soziale, methodische Kompetenzen erlangen. Hierbei helfen uns qualifizierte Trainer und Pädagogen aus verschiedenen Vereinen, dem Jugendhaus "Alte Schmiede" – und natürlich engagierte Eltern.

Es ist uns wichtig, dass die Kinder hier zu sehr guten Leistungen motiviert und gefördert werden, zentral ist jedoch, dass jedes Kind am sportlichen Angebot teilnehmen kann und im Rahmen seiner Möglichkeiten gefördert wird. Kinder sollen über die Schule ihre Heimat in einem Verein finden. Die Integration von Kindern aus dem Stadtteil in Schule und Verein bzw. aus Schule und Verein in den Stadtteil spielt hier eine zentrale Rolle.
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Schwerpunkt Musik & Kunst

In den musisch-kreativen Schwerpunkten Musik & Kunst wollen wir Interessen wecken und Talente fördern. Dies geschieht im musikalischen Bereich wöchentlich durch zusätzliche Musikstunden, vor allem in den Werkstätten des Lernens, die für das grundlegende Erlernen eines Instrumentes genutzt werden. Ebenso gibt es für den künstlerischen Bereich zusätzliche Unterrichtsstunden, die zur Vertiefung der künstlerischen Neigungen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit Instrumentallehrer*innen der Musikschule Minden erhalten die Schüler*innen einen wöchentlichen Unterricht am Instrument ihrer Wahl.

Alle Schüler*innen in Klasse 2 starten mit dem Programm „Jedem Kind ein Instrument, Tanz und Singen“ (JeKITS). Die Schüler*innen machen bei JeKITS nicht nur elementare musikalische Erfahrungen, sie können auch ein Musikinstrument ihrer Wahl erlernen und es als Leihgabe mit nach Hause nehmen. Anfallende Kosten werden bei Berechtigung und nach Antrag vom Bildungs- und Teilhabepaket übernommen.

In den Jahrgängen 4, 5 und 6 erhält dann jedes Kind in diesem Schwerpunkt Instrumentalunterricht. In Kooperation mit der Musikschule Minden bieten wir in der Regel Unterricht für folgende Instrumente an: Trompete, Schlagzeug, Saxophon, Gitarre, Klavier, Keyboard, Klarinette und Geige. Schwerpunkt und in Werkstätten des Lernens können die Schüler*innen ab Klasse 7 in einem Chor, einem Orchester oder einer Band musizieren. Sie können einen Schwerpunkt auf die Kunst legen und das Fach Darstellen & Gestalten zu ihrem Hauptfach machen.

Wir arbeiten eng mit Künstlern, Theaterpädagogen und Tänzern zusammen. Die Teilnahme an Wettbewerben und Großveranstaltungen wie „Minden singt“, und „Community Dance“ runden das Konzept ab.

Zur Wahl stehen derzeit folgende Lernbereiche und Werkstätten des Lernens:

  • Gitarre
  • Klavier / Keyboard
  • Trompete / Saxophon / Klarinette / Querflöte
  • Schlagzeug
  • Schulorchester
  • Big Band
  • Rockband
  • Chor
  • Tanz
  • Bühnentechnik
  • Instrumentenbau

Daneben gehören Gesang, Tanz und schauspielerische Elemente ebenso zur Ausbildung wieder bildnerische Bereich.

Regelmäßig stattfindende Aufführungen und Ausstellungen, die Teilnahme an musikalischen Wettbewerben sowie die künstlerische Mitgestaltung schulischer und öffentlicher Veranstaltungen motivieren unsere Schüler*innen, unterstützen sie in ihrer künstlerisch-kreativen Entwicklung und führen zu wichtigen Erfolgserlebnissen.

Eine besondere Bedeutung kommt hier dem Winterkonzert der Schule, einem Fest der Musiker und Künstler für die Schulöffentlichkeit und die Öffentlichkeit, zu. Diese Veranstaltung gibt es seit 2015. Seit 2018 wird sie ergänzt durch das Kultur- und Stadtteilfest unserer Schule.
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Kulturstrolche - „Vor und hinter den Kulissen“

Kein Museumskeller, keine Theatergarderobe, kein geheimes Bibliotheksarchiv ist vor uns sicher. Die Kulturstrolche sind überall. Wir schaffen in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Minden Begegnungen zwischen Kindern und Kultur und dies ein ganzes Schulleben lang. Kulturinstitutionen und Künstler öffnen ihre Tore und laden uns als Kulturstrolche ein, auch einmal hinter die Kulissen zu blicken.
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Schwerpunkt Kunst

Warum mehr Kunstunterricht? Für alles Lernen, an dem viele Sinnesorgane beteiligt sind, sind Wahrnehmen und Verstehen eine notwendige Voraussetzung. Das Unterrichtsfach Kunst kann in besonderer Weise dazu beitragen, die Fähigkeiten zur Wahrnehmung und Kommunikation ganzheitlich - mit Kopf, Herz und Hand - zu schulen. Durch schöpferisches Tun wird kreatives Denken und Handeln gefördert, welches sich positiv auf alle anderen Bereiche des Lernens und Lebens auswirkt. Phantasie, Spontaneität und Neugierde sollen geweckt und weiterentwickelt werden. Analog zu den anderen Schwerpunkten gilt es, die Neigungen und Begabungen des Einzelnen zu verstärken.

Im künstlerischen Bereich haben die Schüler*innen in der Schwerpunktwerkstatt die Möglichkeit, sich intensiver mit einem angebotenen oder selbstgewählten Thema zu beschäftigen und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten weiter zu entwickeln. Hier wird sehr viel Wert auf die freie Wahl und Kreativität gelegt. Nach dem Motto: So viel Freiheit wie möglich und so wenig Vorgaben wie nötig! Zur Wahl stehen hier:

  • Zeichnen (mit unterschiedlichsten Werkzeugen)
  • Schriftgestaltung (Graffiti, Lettering…)
  • Malen (mit Acrylfarbe, Aquarellfarben, Deckfarben…)
  • Drucktechniken
  • Plastisches Gestalten (mit Ton, Gips, Pappmaschee, Holz…)
  • Bauen (mit Pappe, Holz, Stein, Fundstücken…)
  • Fotografieren und digitale Bildbearbeitung

Die Kunstwerkstätten werden in Jahrgang 4-6 halbjährlich und in Jahrgang 7-9 jährlich gewählt und bieten unterschiedliche inhaltliche Themen und / oder Techniken an. Beispiele für Kunstwerkstätten sind:

  • Steinzeit Kunstwerkstatt
  • Farbenwerkstatt
  • Druckwerkstatt
  • Landschaftsansichten
  • Plastisches Gestalten
  • Strich – Punkt – Gewimmel: Zeichnen lernen
  • Malen wie die alten Meister

In Jahrgang 4-6 muss jede Schüler*in insgesamt 6 Kunstwerkstätten wählen, idealerweise sollte man pro Halbjahr eine Werkstatt wählen.
In Jahrgang 7-9 muss jede Schüler*in insgesamt 4 Kunstwerkstätten wählen. Er oder sie kann aber im Wahlbereich auch noch mehr Kunstwerkstätten wählen.

Darstellen und Gestalten

Ab Klasse 7 können die Schüler*innen einen Schwerpunkt auf Kunst oder Musik legen und das Fach Darstellen und Gestalten zu ihrem Hauptfach machen. Wir arbeiten eng mit Künstlern, Theaterpädagogen und Tänzern zusammen. Das regelmäßige Präsentieren von Arbeitsergebnissen ist ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts. Es motiviert, führt zu einer Transparenz, stärkt das Selbstvertrauen und pflegt einen gemeinschaftlichen Umgang. Das eigene Können vorzustellen geschieht u. a. zu folgenden Anlässen:

  • Plenum
  • Jahrgangsvorspiele / Lerngruppenvorspiele
  • Ausstellungen (in der Schule und im öffentlichen Bereich)
  • Teilnahme an Wettbewerben (Musik, Minden singt, Kunst- ,Mal- und Zeichenwettbewerbe…)
  • Tag der offenen Tür
  • Kulturfest
  • Community Dance

Schwerpunkt Englisch - „Eine Weltsprache lernen“

Gute Englischkenntnisse werden zukünftig mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und eine wichtige Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Dieser wachsenden Bedeutung und den individuellen Interessen der Schüler*innen an der Fremdsprache wollen wir Rechnung tragen durch das Angebot eines Lernschwerpunktes Englisch.
Ein kindgerechter Englischunterricht ab Klasse 1 fördert Kreativität und Motivation, ist lebendig und abwechslungsreich. Handelnde und spielerische Aktivitäten tragen dazu bei, dass die Kinder ihren Wortschatz in der neuen Sprache erweitern.

Ab Klasse 4 werden die Schülerinnen sprachlich auf den Unterricht der höheren Jahrgänge vorbereitet. Das Verfassen eigener Dialoge, das Vorführen kurzer Theaterstücke und Sketche, das Lesen von Lektüren und kleinere Projekte stehen im Mittelpunkt. Es gibt Partnerschulen, Patenschaften, Muttersprachler und Fremd- sprachenassistenten im Unterricht.

Ab Klasse 7 wird die Fremdsprache Englisch zunehmend zur Lern- und Arbeitssprache im Fachunterricht. Im Schwerpunkt erhalten die Schüler*innen neben den regulären Englischstunden in der Trainingszeit zwei Zusatzstunden Englisch. Diese Zusatzstunden:

  • basieren auf den Grundlagen der Trainingszeit
  • sollen den Spracherwerb intensivieren
  • dienen der Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht in den Jahrgängen 7-10
  • berücksichtigen die Prinzipien des individuellen Lernens
  • sollen eine höhere Identifikation mit dem Fach ermöglichen
  • sollen die Schüler*innen für den Fremdsprachenerwerb motivieren

Die Schüler*innen erhalten in diesen Stunden die Möglichkeit besondere Projekte nach Interessenslage zu planen und durchzuführen. Sie inszenieren kleinere Theaterstücke, Hörspiele, lesen englische Lektüren, arbeiten in Gedichtwerkstätten und an Fotostories, pflegen englischsprachigen Brief- bzw. Emailkontakt, befassen sich mit landeskundlichen Themen (z.B. Christmas, Australia) und vieles mehr. Dieser Aktivitätenkatalog ist je nach Interessenslage der Schüler*innen ausbaufähig.
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Schwerpunkt Naturwissenschaften

Kleine und große „Forscher“

Der Schwerpunkt „Forscher“ ist der jüngste Schwerpunkt unserer Schule. In diesem Bereich verbinden wir die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Physik und Chemie mit der Mathematik, mit Technik und Gesellschaftslehre.

Kinder sind von Natur aus neugierig und gewillt selbst zu forschen. Der kindliche Forscherdrang soll erhalten und wiedererweckt werden. Im Schwerpunkt „Forscher“ bieten wir eine frühe Ausbildung im experimentellen Lernen an. Unsere Schüler*innen lernen von Anfang an gezielt in Projekten zu lernen und zu üben. Wenn das Interesse an Naturwissenschaften stärker ausgeprägt ist, können unsere Schüler*innen, unterstützt durch die Werkstätten des Lernens, Wettbewerbe und Veranstaltungen wie "Kinder experimentieren“, "Jugend forscht“ und den BundesUmweltWettbewerb besuchen.

Wir beginnen in der Grundschule mit der naturwissenschaftlichen Grundbildung „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Hier soll das Interesse von Kindern und Jugendlichen für mathematische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Phänomene geweckt werden. Ab Klasse 4 können unsere Schüler*innen dann den Schwerpunkt „Forscher“ wählen.

Unsere Schüler*innen lernen hier intensiv, ihre Umwelt zu erforschen und wissenschaftlich zu experimentieren. Die unterschiedlichen Naturwissenschaften werden verzahnt und im Projektunterricht unterrichtet. Erst so werden die Zusammenhänge in Natur und Technik deutlich.
Durch Nachforschen, selbstständiges Experimentieren, Beobachten, Sammeln und Ordnen, Bauen von Modellen und schließlich durch Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen sowie Diskussionen und Präsentationen der Ergebnisse soll aus der naturwissenschaftlichen Neugier im Laufe der Zeit fundiertes naturwissenschaftliches Wissen werden.

Zusätzliche Zeit für die Forschung: (neben den regulären NW- und GL-Stunden)
Jahrgang 5 - 7: 2 Extrastunden Forschung
Jahrgang 6 -10: Wahlpflicht Naturwissenschaften (WP/NW)
Jahrgang 8 – 10: Wahlpflicht Naturwissenschaften (WP/NW), Projektunterricht
Naturwissenschaften (PU/NW), Werkstattangebote (WS)

Wir legen viel Wert auf die Einbeziehung externer, naturwissenschaftlicher Lernorte wie das Pheno in Wolfsburg oder das Universum in Bremen. Ebenso besuchen wir mit unseren Schüler*innen aktuelle und wiederkehrende naturwissenschaftliche Ausstellungen wie die Terra Phänomenalis, die MS Wissenschaft und die Ideenexpo.

In den Werkstätten des Lernens haben alle Schüler*innen die Möglichkeit, nach Interesse und Begabungen Lernschwerpunkte zu wählen. Es gibt innerhalb der Werkstätten verpflichtende Bereiche, damit Unterrichtsinhalte lt. Lehrplänen NRW gelernt werden können. Darüber hinaus ist eine individuelle Schwerpunktsetzung möglich. In den Werkstätten des Lernens können unsere Schüler*innen wählen zwischen Lernfeldern aus Musik, Kunst, Sport, Technik, Hauswirtschaft, Religion und Informatik. Jeder Teilbereich des Lernens muss dabei mindestens einmal belegt werden.

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 1-3

In den Werkstätten erlangen die Schüler*innen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Kunst, Musik und Religion. Drei Lehrpersonen sind für die Werkstätten innerhalb einer Lernfamilie verantwortlich. Jede Lerngruppe hat jeweils für ein ¼ Jahr eine Werkstatt aus einem der oben genannten Bereiche. D.h. Die Lehrer*innen wechseln die Lerngruppe.

Die letzte Werkstatt im Schuljahr können die Schüler*innen individuell wählen, d.h. die letzte Werkstatt findet nicht innerhalb der Stammlerngruppe statt, aber innerhalb der Lernfamilie (immer drei Lerngruppen: A,B,C / D.E,F / usw.) . Alle Kinder der Lernfamilie ABC, die als letzte Werkstatt z.B. Musik wählen, ergeben somit eine Werkstatt. Durch die Möglichkeit der Wahl der letzten Werkstatt, werden die Schüler*innen an das spätere wählen in 4-6 langsam herangeführt.

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 4-6

In den Werkstätten des Lernens können die Schüler*innen zwischen Lernfeldern aus Musik, Kunst, Sport, Technik, Hauswirtschaft wählen. Die Schüler*innen werden wöchentlich in drei verschiedenen Werkstätten unterrichtet. Hier arbeiten sie mit Schüler*innen aus den drei unterschiedlichen Lerngruppen der Lernfamilie zusammen. Nach einem halben Jahr bekommen sie eine Rückmeldung durch ein Lernzertifikat (s. Material). Danach wählen sie drei neue Werkstätten. Es kann Werkstätten geben, die sich über ein ganzes Jahr erstrecken, in diesem Fall müssen die Schüler*innen verbindlich Teil 1 und 2 wählen (z.B. die Schülerkiosk- Werkstatt). In dem Dreijahresrhythmus müssen die Kinder mindestens einmal Hauswirtschaft und einmal Technik gewählt haben, die Bereiche Kunst, Musik und Sport müssen mindestens viermal gewählt werden.

Werkstätten des Lernens in den Jahrgängen 7-10

Es werden Werkstätten zu Themen aus den Fachbereichen Musik, Sport, Kunst, Arbeitslehre, Informatik, Englisch, Spanisch und Streitschlichtung angeboten. Die Schüler*innen müssen jeden Fachbereich innerhalb der drei Jahre mindestens einmal belegt haben.

Die Werkstätten des Lernens dauern in der Regel ein Schuljahr lang. Es ist möglich, dass Schüler*innen z.B. zwei Stunden in der Woche im Bereich Musik lernen. Besonders interessierte Schüler*innen können aber auch vier Stunden in diesem Bereich lernen. Durch diese Konstruktion ist es möglich, dass Schüler*innen interessengeleitet und dauerhaft in dem Bereich ihrer Wahl lernen können. Z.B. können unsere Schüler*innen von Klasse 2 an ein Instrument erlernen und bis Klasse 10 in Orchester, Bigband, Chor musizieren. Die Lernfelder Latein und Spanisch finden verbindlich vierstündig statt.

Unsere Schüler*innen lernen ab dem 1. Jahrgang Englisch. Der Englischunterricht des Primarbereichs möchte den Erwerb grundlegender elementarer sprachlicher Mittel sowie konkreter kommunikativer Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglichen. Die Erstklässler werden spielerisch mit dem Sound der Fremdsprache vertraut gemacht und sollen sich früh an die englische Aussprache gewöhnen. Auf dieser Basis sprachlicher Kompetenzen baut der Englischunterricht in der Sekundarstufe auf. Um den Spracherwerbsprozess zu unterstützen und landeskundliche Begebenheiten hautnah zu erleben, bieten wir den Schülern im Rhythmus von 2 Jahren die Teilnahme an einer jahrgangsübergreifenden Fahrt nach Großbritannien an.

In der Sekundarstufe ab Klasse 6 werden dann auch weitere Sprachen angeboten. Im 6. Jahrgang haben die Schüler*innen die Möglichkeit Französisch im Wahlpflichtbereich (WP I) zu wählen. Nach dem ersten Schuljahr müssen sie entscheiden, ob sie den Fremdsprachenunterricht in Französisch weiterführen möchten. Alle zwei Jahre haben die Schüler*innen die Möglichkeit an einer Parisfahrt teilzunehmen, die das französische Lebensgefühl und die Sprache unmittelbar erlebbar machen soll.

Ab Klasse 8 können die Schüler*innen unserer Schule als dritte Fremdsprache Latein im Wahlpflichtbereich II (WP II) wählen. Mit der Belegung eines Lateinkurses im Bereich der Werkstätten erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit das Latinum zu erwerben, sofern sie das Fach bis einschließlich der Qualifikationsphase der Oberstufe weiterführen und mindestens ausreichend abschließen. Jedes Jahr findet eine einwöchige Kursfahrt nach Rom statt, die eine Begegnung mit historischen Stätten der römischen Antike ermöglicht.
Englisch: 1.-10. Jg.
Französisch: 6.-10. Jg.
Latein: 8.-10. Jg.

Ab der Jahrgang 4 haben alle Schüler*innen in einer Stunde pro Woche die Chance, gemeinsam mit ihren Lehrer*innen, mit Hilfe des Logbuches, das Lernen zu planen und Probleme und Fragen zu klären.

Häufig sind die EVA-Stunden mit zwei Lehrer*innen besetzt. Die Klassenlehrer*in kümmert sich in der Regel um die Reflexion des Lernens der Schüler*innen, der Kollege unterstützt die Schüler*innen, die die EVA-Stunde zum Lernen verwenden.

„Lernen, was man immer schon einmal lernen wollte!“ Diese Chance haben unsere Schüler*innen besonders in den Projektwochen unserer Schule. Es gibt Projektwochen mit sehr individuellen Projekten wie Theater, Waldspiele, Musizieren, Basteln & Backen, Sprachen lernen und Sport. Andere Projektwochen sind thematisch festgelegt auf Fragen der Ernährung, Gefahren von Süchten und Sexualerziehung.

Es gibt drei Projektwochen im Schuljahr, an denen sich zahlreiche Eltern und externe Fachleute beteiligen. Zwei der drei Projektwochen münden in die großen Schulfeste der Schule, das Kulturfest im Sommer und das Winterkonzert im Dezember.

Der Klassenrat

Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Gestaltungsfähigkeit in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Lerngruppe.
In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schüler*innen über selbstgewählte Themen, über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte. 

Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schüler*innen, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren. Der Klassenrat findet einmal wöchentlich in der Klassenratstunde statt.

Kinderrechte-Schule BUDDY

Die PRIMUS-Schule steht am Anfang des Prozesses hin zu einer Kinderrechte-Schule. Die UN-Kinderrechtekonvention gilt seit 2010 vorbehaltlos für alle Personen von 0 bis 18 Jahren in Deutschland, ist aber bei Erwachsenen ebenso wie bei den davon profitierenden Kindern und Jugendlichen noch eher unbekannt. Sie beinhaltet unter anderem ein Recht auf Leben, auf einen Namen, auf Schutz und Gesundheit sowie auf Informationen, auf eine eigene Meinung und auf Beteiligung. Auch die Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie solchen mit einer Behinderung werden durch sie geschützt. Diese Rechte bekannt zu machen und auf ihre umfassende Umsetzung in der Gesellschaft hinzuwirken, ist das Ziel des UN-Kinderhilfswerks UNICEF.

Zusammen mit seinem Kooperationspartner EDUCATION Y will UNICEF durch Fortbildungen im Rahmen des BUDDY-Programms Schulen dazu animieren, die Kinderrechte in der eigenen Arbeit stärker in den Blick zu nehmen und ihre Bekanntheit zu steigern. Dabei ist es UNICEF wichtig, dass es nicht den einen Weg zur Kinderrechte-Schule gibt, sondern jede Schule diesen Prozess selbst für sich gestalten muss. Die Trainer von EDUCATION Y unterstützen die teilnehmenden Lehrkräfte der Schulen an den sieben Fortbildungstagen innerhalb eines Schuljahres dabei, indem sie Anregungen und Hilfestellung geben. Mit diesen neuen Ideen gehen die Lehrkräfte dann als Multiplikatoren zurück an ihre Schulen.

Die bewusste Verankerung der Kinderrechte im Schulkonzept umfasst dabei drei Bereiche: das Lernen über Rechte im Unterricht, das Lernen durch Rechte im Rahmen einer demokratischen Lern- und Schulkultur, bei der Schüler*innen an Entscheidungsprozessen in der Schule stärker beteiligt werden und Lernen für Rechte im Alltag und im Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen.

Die PRIMUS-Schule verfügt schon über viele Elemente einer Kinderrechte-Schule: Das Lernen über Rechte findet im Projektunterricht der Stufen 1-3 und 4-6, im Streitschlichterprojekt der Stufe 7-9, im Projekt „Mein Körper gehört mir“ für Jahrgang 3 sowie im Rahmen des Programms „Gesunde Schule“ statt. Über viele Aspekte einer demokratischen Lern- und Schulkultur, die das Lernen durch Rechte ermöglicht, verfügt unsere Schule bereits. Zu nennen sind hier der Klassenrat, Pausenhelfer und Streitschlichter, eine Spielzeugausleihe von Schülern für Schüler, die Kooperation mit Sportvereinen und dem Jugendhaus „Alte Schmiede“, unsere Lesepaten, die Zubereitung eines gesunden Frühstücks, die Mitgestaltung von Schulhof und Schulgarten sowie das Projektlernen, individualisiertes und kompetenzorientiertes Lernen, individuelle Zielvereinbarungen, Fremd- und Selbsteinschätzung, Interessen geleitete Werkstätten, ein Logbuch und ein Portfolioordner. Allerdings stehen viele dieser Elemente aktuell noch vereinzelt für sich oder sind von einzelnen Personen abhängig. Unser Ziel ist es daher, ihre Bedeutung und ihre Wichtigkeit für unsere Schulgemeinschaft deutlicher herauszustellen, sie stärker zu institutionalisieren und in einem umfassenden Gesamtkonzept zusammenzufassen. Neben dem Erhalt und der Systematisierung der bestehenden Elemente gilt es außerdem, die Partizipationsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen noch zu erweitern, beispielsweise durch die Stärkung der Arbeit der Schülervertretung und die Einführung eines Schülerparlaments. Zudem wollen wir den Bereich „Lernen für Rechte“ stärker in den Blick nehmen, um für die Verwirklichung und Einhaltung der Kinderrechte nicht nur in unserer Schulgemeinschaft, sondern auch in unserem Stadtteil und dem Lebensumfeld unserer Schülerinnen und Schüler verstärkt einzutreten.

Schulfeste

Kinder und Jugendliche leisten viel. In der Schule und außerhalb der Schule. Diese Leistungen müssen anerkannt werden, wenn Kinder und Jugendliche selbstbewusst ihre Zukunft gestalten sollen. Im Zentrum unserer Schule steht deshalb das Fest. Hier kann jedes Kind Ergebnisse seines Lernens und Arbeitens präsentieren. Es finden in jedem Jahr mindestens drei große Feste, das Winterkonzert, das Kulturfest und der Tag der offenen Tür, statt. Hinzu kommen temporär ein Open Air Festival, regelmäßige Open-stage-Veranstaltungen, Theateraufführungen und Ausstellungen.

Das Plenum

Vor den Weihnachts- und Sommerferien findet jeweils ein großes Plenum in der Sporthalle statt – mit allen Schüler*innen gemeinsam. Vorab werden Themen und Vorträge gesammelt und gemeinsam von Schüler*innen und verantwortlichen Lehrer*innen aufbereitet. Moderatoren (Schüler*innen) und ein Technikteam organisieren den Rahmen des Plenums. Kinder zeigen, was sie im Unterricht erarbeitet haben.

Seit 2014 sind wir offiziell „Schule des gemeinsamen Lernens“. Jedes Kind ist uns willkommen und wir versuchen, jedes Kind im Rahmen seiner und unserer Möglichkeiten bestmöglich zu fördern, unabhängig von Geschlecht, Religion, Nationalität und individuellem Unterstützungsbedarf.
An der Primus-Schule arbeiten zur Zeit drei Lehrkräfte für Sonderpädagogik. Es können Kinder mit den Förderschwerpunkten „Lernen“, „Sprache“ und „Emotionale und soziale Entwicklung“ aufgenommen werden.

Mussten bis 2015 bereits vor dem Schuleintritt Anträge auf Überprüfung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs gestellt werden, um eine adäquate Förderung von Anfang an sicherstellen zu können, werden AOSF-Verfahren heute nur noch in Ausnahmen vor dem 3. Schulbesuchsjahr eingeleitet, wenn die Eltern einen Antrag auf Überprüfung stellen.

Kinder mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, sowie Sprache, werden nach den Rahmenrichtlinien der Grundschule und weiterführenden Schule unterrichtet, während Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen entsprechend der Rahmenvorgaben für ihren Förderschwerpunkt beschult werden.
Dabei arbeiten die Grundschullehrkräfte und die Sonderpädagog*innen idealerweise im Team gleichberechtigt zusammen. Über die Formen des Teamteachings sind jeweils mit allen Beteiligten Absprachen zu treffen. Konkrete Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten sind dabei auszuhandeln.

Schuleingangsdiagnostik

Die Schulanmeldung an unserer Schule ist in zwei Bereiche gegliedert:

Die formelle Anmeldung durch die Eltern sowie die Schuleingangsdiagnostik für die Kinder. Der Schuleingangstest wird von jeweils zwei Lehrkräften mit einer Kleingruppe von bis zu 8 Kindern durchgeführt. Die Diagnostik dient dazu, einen ersten Eindruck von den einzuschulenden Kindern zu erhalten. Sie ist als allgemeines Screening-Verfahren konzipiert. Aus verschiedenen schulrelevanten Bereichen wurden Übungen und Aufgaben ausgewählt, um den Entwicklungsstand der Einschulungskinder einschätzen zu können.

Folgende Bereiche werden überprüft:

  • Sprache/ Sprechen
  • Zahl- und Mengenverständnis
  • Feinmotorik
  • Auge-Hand-Koordination
  • Menschen zeichnen
  • Muster fortführen, Merkmale beachten
  • Raum-Lage-Verständnis
  • Gedächtnisleistung
  • Grobmotorische Fähigkeiten

Anschließend werden die Ergebnisse im Team ausgewertet und in einer gemeinsamen Konferenz vorgestellt. Bei Bedarf werden Elternberatungen durchgeführt und weitere Informationen im Kindergarten eingeholt, sofern die Eltern ihr Einverständnis erklärt haben. Wurden bei einem Kind Entwicklungsauffälligkeiten festgestellt, werden vorschulische Therapien durch Experten, wie Ergotherapeuten, Logopäden usw. empfohlen. In speziellen Fällen wird zu einer Überprüfung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs geraten. Weitere Diagnoseinstrumente kommen nach der Einschulung und in den nachfolgenden Schuljahren zum Einsatz. In den ersten Schulwochen führen wir mit allen neu eingeschulten Kindern das Testverfahren „Mit der Hexe Mirola im Zauberwald“ durch. Mit spielerischen Aufgaben werden verschiedenen Entwicklungsbereiche getestet, die im Anschluss mit den jeweiligen Klassenlehrkräften besprochen werden.

Individuelle Förderung in der Schuleingangsphase

Kinder bringen bei der Einschulung ganz verschiedene Voraussetzungen mit und ihre Fähigkeiten sind unterschiedlich entwickelt. Daher kann die Schuleingangsphase, die normalerweise zwei Jahre dauert (1. und 2. Schuljahr), auch auf drei Jahre ausgedehnt werden oder in einem Jahr durchlaufen werden. Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Kinder, die in Teilbereichen (wie z.B. soziale-emotionale Kompetenz, Feinmotorik oder Konzentration und Wahrnehmung) Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen, benötigen besondere Unterstützung. Ziel dieser Förderung ist eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der gesamten Klasse.
Die Förderung kann in innerer und äußerer Differenzierung stattfinden. Bei der inneren Differenzierung werden die Kinder im Klassenverband durch spezielle Angebote und zusätzliche Hilfen durch die Klassenlehrkräfte und die SonderpädagigInnen gefördert. Bei der äußeren Differenzierung werden die Kinder in kleinen Gruppen oder einzeln parallel zum Unterricht gefördert. Je nach individuellem Bedarf bezieht sich die Förderung auf folgende Entwicklungsbereiche

  • Emotionale und soziale Kompetenz
  • Wahrnehmung
  • Feinmotorik
  • Grobmotorik
  • Sprachverständnis
  • Mathematisch-logisches Denken

Differenzierung und Förderung im Unterricht

In unseren jahrgangsübergreifenden Lerngruppen findet eine individuelle Förderung aller Schüler*innen im Unterricht auf verschiedenen Leistungsniveaus statt. Jedes Kind soll mit Selbstvertrauen und Anstrengungsbereitschaft seine Fähigkeiten entwickeln können. So kann individuell auf die Lernbedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden.

Maßnahmen zur inneren und zur äußeren Differenzierung werden eingesetzt. Insbesondere:

  • individuelles Lernen auf verschiedenen Niveaus, in unterschiedlichen Zeiträumen, auf unterschiedlichen Wegen.
  • mit verschiedenen Lehr- und Lernmitteln, unter individueller Hilfestellung, in Tages-, Wochen- und Arbeitsplänen.
  • in Einzel-, Gruppen- oder Partnerarbeit, im regulären und im Förderunterricht.

Dabei sind in unseren jahrgangsgemischten Lerngruppen schon die wichtigen Methoden des Offenen Unterrichts gut etabliert. Hier können Unterschiede in der Lernbereitschaft und –fähigkeit, im Lerntempo, im Interesse, in den Erfahrungen, in der Selbstständigkeit und Mitarbeit berücksichtigt werden.
Die Lernentwicklung der Kinder wird mit Hilfe von Lernstandsdiagnosen und fortlaufenden Beobachtungen der Lernentwicklung festgestellt. Für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf liegt ein schuleigener Förderplan vor (s. Anhang). Bewährte Materialien und Spiele werden vornehmlich für die Schulung von Basiskompetenzen eingesetzt. Materialien für die einzelnen Förderbereiche, wie Paletti, Lernfix, Memory, Logico und weitere Spiele zu unterschiedlichen Schwerpunkten stehen zur Verfügung. Die Möglichkeiten der neuen Medien werden entsprechend genutzt (z.B. das Antolin-Programm für die Leseförderung, online-Angebote sowie verschiedene Programme im Schulnetzwerk).

Personelle Ressourcen und räumliche und sächliche Voraussetzungen

An Schulen, bei denen Schulträger und Schulaufsicht das Gemeinsame Lernen eingerichtet haben, ist ein sonderpädagogischer Stellenanteil von je einer halben Stelle pro Zug vorgesehen. Dies soll nach Auskunft der Schulaufsicht im Endausbau gewährleistet sein. Neu dabei ist, dass nicht mehr die formale Überprüfung und Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs für die Zuweisung sonderpädagogischer Ressourcen maßgeblich ist, sondern laut 9. Schulrechtsänderungsgesetz AOSF-Verfahren nur noch in Ausnahmefällen vor dem dritten Schulbesuchsjahr in der Schuleingangsphase durchgeführt werden sollen und der präventiven Arbeit ein größerer Stellenwert eingeräumt wird.

An dieser Stelle muss noch einmal betont werden, wie wichtig es gerade in den ersten Schuljahren ist, dem Entstehen von Verhaltensauffälligkeiten entgegenzuwirken und Kindern mit Lern- und Sprachproblemen frühzeitig individuelle Hilfen bereitzustellen. Dazu bedarf es auch eines erweiterten Raumangebotes, um Maßnahmen der äußeren Differenzierung (wie Gruppen-, Kleingruppen- und Einzelförderung) zu gewährleisten, um alle Kinder ihren individuellen Voraussetzungen gemäß fördern zu können.
Wir benötigen dringend Gruppenräume für jede Klasse als Differenzierungsräume, Förder-, Test- und Besprechungsräume. Für das Gelingen des Gemeinsamen Lernens sind natürlich auch folgende sächliche Voraussetzungen notwendig: Diagnoseinstrumente (wie standardisierte Testverfahren) und Fördermaterialien (auch als Verbrauchsmaterial). Diese müssen besonders deshalb bereitgehalten werden, da z.B. Kinder mit dem Förderbedarf im Bereich des Lernens spezielle, kleinschrittig voranschreitende Lehrwerke benötigen. Mobiliar, wie Aktenschränke, Regale etc. müssen zudem vorhanden sein.

Förderkonzept - pädagogische Leitgedanken

Jedem Kind die bestmögliche Förderung und Unterstützung zu gewährleisten, gehört zu den pädagogischen Grundgedanken unseres professionellen Handelns. Daher ist es selbstverständlich, dass wir präventive Lern- und Förderangebote für alle Kinder entwickeln.

Wurde bei einem Kind ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf festgestellt, wird in Absprache mit allen beteiligten Lehrkräften ein Förderplan erstellt, in dem die Förderziele benannt und konkrete Fördermaßnahmen festgehalten werden.

Der Niveaudifferenzierung im Unterricht kommt gerade für jene Kinder ein besonderer Stellenwert zu, bei denen der Förderschwerpunkt im Bereich des Lernens liegt. Unterrichtsmaterialien sowie Lernerfolgskontrollen müssen jeweils individuell angepasst werden. Aufgrund der Jahrgangsmischung können wir gerade Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die Entwicklungsrückstände in mehreren Lernbereichen haben, besonders gerecht werden.

Ein sogenannter Nachteilsausgleich kommt auch unter bestimmten Voraussetzungen für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Bereichen Sprache und emotionale und soziale Entwicklung in Frage (s. dazu die gesetzl. Bestimmungen zum Nachteilsausgleich).

Für den Förderbereich emotionale und soziale Entwicklung sind dann vor allem folgende Zielsetzungen und Schwerpunkte relevant:

  • Stabilisierung des Selbstwertgefühls
  • die Förderung kooperativen und kommunikativen Handelns
  • die Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • die Entwicklung tragfähiger Konfliktlösestrategien.

Gegenseitige Anerkennung, friedvoller Umgang miteinander, eine wertschätzende Grundhaltung zählen zu den Leitgedanken unserer Schulgemeinschaft.

Die Tätigkeit der Lehrer*innen für Sonderpädagogik im Gemeinsamen Lernen (im Folgenden „GL“) als einem Teil der inklusiven Schulentwicklung bedingt eine Vielzahl von Aufgaben in unterschiedlichen Arbeits- bzw. Aufgabenfeldern der Schule. Das oberste Ziel ist dabei immer die unter den gegebenen Bedingungen bestmögliche Unterstützung der Schüler*innen und Kolleg*innen.

Ein wichtiger Bestandteil sonderpädagogischer Arbeit ist die Unterrichtsgestaltung. Die Lehrkräfte für Sonderpädagogik bringen sich hier ein, indem sie sich regelmäßig mit den Fach- und Klassenlehrer*innen austauschen, mit ihnen zusammen überlegen, wie Herausforderungen bei der Unterrichtung und im Umgang mit Schüler*innen begegnet werden kann und diese bei der Zusammenstellung von differenziertem und individualisiertem Unterrichtsmaterial unterstützen. Wenn Schüler*innen über das individuell zusammengestellte Arbeitsmaterial hinaus in ihrer emotional-sozialen, sprachlichen oder Lernentwicklung Unterstützung benötigen, um in der Schule erfolgreich lernen und leben zu können, übernehmen die Lehrer*innen für Sonderpädagogik den Förderunterricht für Kleingruppen. Diese Arbeit erfolgt ggf. auch präventiv, also auch bei Schüler*innen, bei denen kein formal festgestellter sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf vorliegt.

Neben den regelmäßigen Austauschterminen stehen die Lehrkräfte für Sonderpädagogik auch für kurzfristige, fallbezogene Gespräche mit Kolleg*innen zur Verfügung und führen in diesem Rahmen kollegiale Beratung durch.

Grundlage für die regelmäßigen Austauschtermine sind neben den Eindrücken der beteiligten Lehrer*innen die Ergebnisse der regelmäßig stattfindenden Förder- bzw. Lernstandsdiagnostik in Mathematik und Deutsch für alle Schüler*innen. Diese Lernstandsdiagnostik, zu der auch eine Schuleingangsdiagnostik für neue Erstklässler ein halbes Jahr vor der Einschulung sowie in den ersten Schulwochen gehört, wird gemeinsam von den Klassenlehrer*innen und Lehrer*innen für Sonderpädagogik vorbereitet, durchgeführt. Auf der Basis sowohl dieser Ergebnisse als auch den Eindrücken der Lehrkräfte werden die individuellen, ggf. zieldifferenten Lernziele und die durchzuführenden Fördermaßnahmen für die Schüler*innen einer Lerngruppe abgeleitet.

Diese Lernziele und Fördermaßnahmen werden von den Lehrkräften für Sonderpädagogik in Absprache mit den Klassenlehrer*innen in individuellen Förderplänen dokumentiert, evaluiert und fortgeschrieben. Zudem verfassen die Lehrkräfte für Sonderpädagogik auf Grundlage der Förderpläne für die Lern- und Entwicklungsberichte kurze Texte zum Inhalt des Förderunterrichts und zum Erreichen der individuellen Lernziele und setzen die Klassenlehrer*innen über die notwendigen Bemerkungen für Schüler*innen mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf in Kenntnis.

Die Förderpläne dienen darüber hinaus als Informations- und Kommunikationsmittel mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und sollen mit ihnen an den Beratungstagen besprochen werden.

Die Klassenlehrer*innen und die Lehrkräfte für Sonderpädagogik entscheiden gemeinsam, an welchen Beratungsterminen die zuletzt genannten teilnehmen. Des Weiteren unterstützen die Lehrer*innen für Sonderpädagogik ihre Kolleg*innen bei Hilfeplangesprächen sowie im Austausch und bei der Koordination von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, dem Jugendamt und anderen Institutionen.

Neben der Förderdiagnostik beraten Sonderpädagog*innen Kolleg*innen, Eltern und vorschulische Einrichtungen im Vorfeld eines AO-SF-Verfahrens, behalten die dabei zu beachtenden Fristen und Termine im Blick und begleiten die für ein solches Verfahren nötige Begutachtung bei Schüler*innen der PRIMUS-Schule. Bei Schüler*innen mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf überprüfen sie diesen jährlich und leiten ggf. die nötigen Schritte für einen Förderortwechsel, eine Erweiterung, einen Wechsel des Förderschwerpunkts oder eine Aufhebung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs ein.

Da für Schüler*innen mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf besondere Bedingungen und Maßnahmen im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms „KAoA“ (Kein Abschluss ohne Anschluss) gelten, unterstützen die Lehrkräfte für Sonderpädagogik die zuständigen StuBo-Koordinator*innen bei ihrer Arbeit. (StuBo = Studien und Berufsorientierung)

Unsere Lehrkräfte für Sonderpädagogik sind in einer eigenständigen, halbjährlich tagenden Fachkonferenz organisiert und treffen sich darüber hinaus in regelmäßigen Abständen zu Teambesprechungen. Sowohl die Fachkonferenzen wie auch die Teamtreffen sind offen für die Teilnahme der Regelschulkolleg*innen. Mögliche Themen sind dabei die Organisation der Jahresplanung für die Belange der Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die Aufteilung und Koordination von AO-SF-Verfahren, kollegiale Beratung, mögliche Anschaffungen für den Aufbau eines Fördermaterialpools, die Planung von Fortbildungen und die Konzeptentwicklung für den Bereich des GL an der PRIMUS-Schule unter Berücksichtigung der schuleigenen Bedingungen.

Die Veranstaltungen der Stadt Minden und des Kreises Minden-Lübbecke zu den Themen „Schulische Inklusion“ sowie „Fortbildung und Vernetzung von Lehrkräften für Sonderpädagogik im GL“ werden regelmäßig von unseren Kolleg*innen besucht. Sie informieren darüber hinaus andere Kolleg*innen bei interessanten Fortbildungsangeboten.

Unsere Lehrkräfte für Sonderpädagogik sind nach Möglichkeit ein festes Mitglied im Team einer Stufe bzw. Abteilung. Sie wirken bei der Gestaltung und Durchführung von schulischen Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür sowie bei Projekten, Schulfesten, Klassenfahrten, Unterrichtsgängen und ähnlichem mit.

Unsere Schule wird von ca. 750 Schüler*innen aus 29 Nationen im Altern von 6 bis 16 Jahren besucht. Ca. 40 % unserer Kinder und Jugendlichen wachsen mehrsprachig auf. Etwa 20 Schüler*innen lernen bei uns, die weniger als zwei Jahre in Deutschland leben und mit einer nicht-deutschen Muttersprache aufgewachsen sind. Die meisten von ihnen besuchten 2016 die Stufen 1–3, einige aber auch die Stufe 4–6.  Seit Anfang 2015 kommen auch vermehrt Schüler*innen aus der Kriegsregion im Nahen Osten zu uns. Diese Kinder und Jugendliche weisen eine besonders große Bandbreite in ihren Lernausgangslagen auf. Einige von ihnen sind bereits mit dem lateinischen Schriftzeichensystem vertraut und können sich mit uns über die englische Sprache verständigen. Für sie ist Deutsch oft nicht ihre Zweit-, sondern ihre Dritt- oder Viertsprache. Andere hingegen sprechen ausschließlich ihre Muttersprache und kennen nur das arabische Schriftzeichensystem oder sind noch überhaupt nicht alphabetisiert.
An unserer Schule treffen Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturkreisen sowie verschiedene Sprachen zusammen. Diese gilt es zu respektieren und wertzuschätzen, um eine Willkommens- und Anerkennungskultur an unserer Schule zu schaffen. Ein fester Termin dafür in Schuljahr ist z.B. das internationale Frühstück. Die deutsche Sprache kann dabei zu einem alle verbindenden Element werden. Deshalb fordern wir von unseren Schüler*innen auch ein, dass im Unterricht und in der Pause so weit wie möglich Deutsch gesprochen wird. Wir wertschätzen die Muttersprachen unserer Schüler*innen u.a., indem sie ihre Sprachen bei der Wortschatzarbeit mit einbringen sollen und dürfen. Außerdem setzen wir sie bei unterrichtlichen Themen gezielt als Übersetzer zwischen Lehrkräften und Kindern ein und wertschätzen diesen Einsatz.

Das angemessene Beherrschen der Unterrichts- bzw. Landessprache ist für Schüler*innen von enormer Bedeutung. Zum einen hängen hiervon ihre Bildungschancen ab. Das Lesen und Schreiben in deutscher Sprache wird von ihnen in der Mehrzahl der Unterrichtssituationen verlangt. Darüber hinaus zeigen Studien immer wieder, dass auch der Lernerfolg in mathematischen Bereich stark von sprachlichen Fähigkeiten abhängt, da hier logische Zusammenhänge verstanden und erklärt werden müssen.
Zum anderen sind die Integration und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie an der öffentlichen Meinungsbildung und an demokratischen Prozessen ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht vorstellbar.

Unser Ziel muss es daher sein, alle Kinder und Jugendlichen so bei der individuellen Erweiterung ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache zu unterstützen, dass sich ihnen Bildungs- und damit auch Lebenschancen eröffnen.

Dabei ist es für alle Schüler*innen, aber gerade auch bei denen mit Fluchterfahrungen, besonders wichtig, dass sie die Schule als angstfreien Raum und als Lern- aber auch Lebensort erleben. Die Schule soll ein Gegengewicht zu belastenden Lebenssituationen darstellen, den Kinder und Jugendlichen Begegnungen und soziale Kontakte zu Gleichaltrigen ermöglichen, sie mit dem allgemeinen Sprachgebrauch vertraut machen und sie beim Erwerb der in unserer Gesellschaft so wichtigen formalen Schulabschlüsse unterstützen.

Förderung im Unterricht

Bei der Sprachförderung geht es vorrangig darum, die Kenntnisse der Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch so zu erweitern und zu entwickeln, dass sie erfolgreich am Fachunterricht teilnehmen können. Dabei sind ihre Lernausgangslagen und Lerngeschwindigkeiten ebenso verschieden, wie dies bei Schüler*innen mit Deutsch als Erstsprache der Fall ist. Es gehört zum Selbstverständnis unserer Schule, diese Tatsachen bei der Unterrichtsgestaltung zu berücksichtigen. 

Unser Sprachförderkonzept besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: einerseits nehmen die zu fördernden Schüler*innen am Unterricht ihrer Lerngruppe teil, andererseits erhalten sie gezielte Sprachförderunterricht in Kleingruppen.

Die Zugehörigkeit zu einer festen Lerngruppe ist ein wichtiges Element zur Integrationen der Kinder und Jugendlichen: Sie kommen in Kontakt mit ihren deutschsprachigen Mitschülerinnen, verbringen einen Großteil des Tages gemeinsam mit ihnen in der Lerngruppe, gehen mit ihnen in die Pause und nehmen an Ausflügen und Festen der Lerngruppe teil. In diesem „Sprachbad“ kommen sie viel mit der Melodie und Klang der deutschen Sprache in Kontakt und lernen unsere Alltagssprache sowie erste „Standardsätze“ in „natürlichen“ Situationen kennen. Noch nicht alphabetisierte Kinder können durch die Jahrgangsmischung in der Stufe 1 – 3 gut integriert werden, da hier immer Schüler*innen in der Lerngruppe sind, die gerade die deutsche Schriftsprache erlernen. Bei älteren, nicht alphabetisierten Jugendlichen muss erprobt werden, ob ein Schriftspracherwerb im Rahmen unserer individualisierten Lernarrangements sinnvoll gestaltet werden kann. Sobald die zu fördernden Schüler*innen die deutsche Schrift lesen können, können sie auch an entsprechend ausgewählten Arbeitsmaterialen selbstständig ihren Wortschatz erweitern. 

Trotzdem brauchen diese Schüler*innen eine sehr intensive individuelle Förderung, die so in der Lerngruppe nicht ohne weiteres möglich ist. Zum Beispiel benötigen sie zur Wortschatzerweiterung zwingend Sprachvorbilder, solange der Schriftspracherwerb nicht abgeschlossen ist. Daher findet für jedes Kind und jeden Jugendlichen täglich in ein bis zwei Unterrichtsstunden ein gezielter Deutschförderunterricht statt, in dem die Sprache systematisch erlernt werden kann. Die Zusammensetzung der Kleingruppen richtet sich nach den Sprachkenntnissen der Schüler*innen. Die Wortschatzarbeit umfasst lebens- und alltagsnahe Wortfelder wie „Schule“, „Wohnen“ oder „Einkaufen“ und greift gleichzeitig so weit wie möglich die gerade im Projektunterricht behandelten Themen auf, um die Anschlussfähigkeit an den Unterricht in der eigenen Lerngruppe zu erhöhen.
Als Unterrichtsmaterial steht uns ein Grundstock an speziell für den DaZ-Unterricht an Grundschulen entwickelten Lernmitteln zur Verfügung:

  • thematisch sortierte Bildkarten und Poster (z.B. die DaZ-Box vom Finken Verlag, Bildkarten(spiele) vom Verlag an der Ruhr sowie von Lingoplay, DaZ-Themenordner von Spectra)
  • verschiedene Sprachlernspiele (Erzähl mir was 1 + 2, Sprechdachs, HoppHopp! Kompakt,…)
  • Arbeitshefte und Kopiervorlagen (von Spectra, vom Mildenberger Verlag oder Jandorf Verlag) und 
  • Freiarbeitsmaterial für Selbstlernsysteme wie Logico oder Paletti.

Neben dem Unterricht für Kinder

Zwei Mal im Jahr bietet der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Minden in den Schulferien Sprachcamps für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache an. Dort wird mit den Kindern zwei Wochen lang intensiv sprachlich gearbeitet. Unsere Schulsozialarbeiterinnen unterstützen die Familien dabei, ihre Kinder für das AWO-Sprachcamp anzumelden.

Neben dem Unterricht für Eltern

Am Freitagnachmittag finden kostenfreie Deutschkurse für Mütter statt, die von den Bildungspartnern Minden finanziert werden.

Einmal in der Woche trifft sich eine ebenfalls von den Bildungspartnern unterstützte internationale Mutter-Kind-Gruppe, um entweder morgens zu frühstücken oder am Abend gemeinsam zu Kochen. Diese Gruppe wird von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin und einer Schulsozialarbeiterin begleitet.

Für Eltern-Kind-Sprechtage sind wir bemüht, über verschiedene Netzwerkkontakte Dolmetscher zu finden (u.a. Ganztag oder Elternschaft), um die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren.

Wünschenswert ist es, den Erziehungsberechtigten Elternbriefe und schulische Informationen in unterschiedlichen Sprachen anzubieten. Hierfür werden allerdings auch (verlässliche) Übersetzer benötigt.

Klassenfahrten sind wichtig. Sie schweißen Schüler*innen und auch Lehrer*innen zusammen. Sie zeigen die Welt, wie sie ist. Sie machen die manchmal langweilige Theorie begreif- und erfahrbar. Unsere Klassenfahrten sind inhaltlich an das Lernen in der Schule gekoppelt. Wir unterscheiden Klassenfahrten „mit sportlichem Schwerpunkt“, „mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt“, „mit politisch - kulturellem Schwerpunkt“.

Klassenfahrten in den Klassen / Lerngruppen 1-3

Aufgrund des Alters der Schüler*innen in diesen Lerngruppen, unternehmen wir „nur“ einige eintägige Fahrten. Diese sind immer an den Unterricht und die Lernschwerpunkte der Schüler*innen gekoppelt. Hier eine Auswahl:

  • Tierpark Olderdissen
  • Dinopark u.ä.
  • Freilichtbühnen
  • Mitmachaktionen mit der biologischen Station (mehrfach im Jahr)
  • nordwestdeutsche Philharmonie
  • Kulturstrolche
  • Theater
  • Museum
  • Stadtbibliothek
  • Musikschule
  • Kino

Klassenfahrten in den Klassen / Lerngruppen 4-6

In den Jahrgängen 4-6 finden drei Fahrten mit jeweils 2 1/2 Tagen statt. Da eine Kennenlernfahrt nicht mehr notwendig ist, die Schüler*innen haben keinen Bruch zwischen Klasse 4 und Klasse 5, wurde beschlossen, Themenfahrten zu installieren. Drei Ziele bzw, Schwerpunkte sind für die Jahrgänge 4-6 obligatorisch:
Lernschwerpunkt Sport: Sportschule Sorpesee
Lernschwerpunkt Bauernhof: Verschiedene Orte
Lernschwerpunkt Rom: Xanthen

Klassenfahrten in den Klassen / Lerngruppen 7-10

Die Klassenfahrten der Klassen 7-10 führen an die Nordsee (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt) und ins Ausland oder in eine Metropole. Ziele sind:

  • Barcelona
  • Gardasee
  • Nürnberg

Das Fahrtenkonzept für die Jahrgänge 7-10 wird gerade überarbeitet (Stand 2019)

Zusätzliche Klassenfahrten

Es gibt zahlreiche freiwillige, zusätzliche Klassenfahrten wie:

  • die Ski- und Snowboardfahrt
  • die Fahrt nach London
  • die Fahrt nach Paris
  • die Fahrt nach Rom.

Häufig wird unter dem Begriff „Lesepate“ jemand verstanden, der Kindern etwas vorliest. Eine solche Art von Leseförderung wird von etlichen Institutionen betrieben, z.B. von der Stiftung Lesen, der Bertelsmann Stiftung, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur usw. Diesen Institutionen geht es darum, den Kindern und Jugendlichen das Erlebnis des Lesens zu vermitteln.

So löblich und begrüßenswert diese Bemühungen sind, sie gehen an den eigentlichen Adressaten vorbei: den Schüler*innen, denen das Lesen schwer fällt. Der Grund dafür liegt in der Konzeption, mit der Neuleser*innen gewonnen werden sollen. Die Leseförderung wird weniger von den Fähigkeiten der Schüler*innen als von ihrer Motivation her begriffen. Dementsprechend legt man den Schwerpunkt der Maßnahmen nicht auf die Verbesserung der Lesefertigkeit, sondern das Lesen soll als ein Mittel zur Kommunikation erfahrbar gemacht werden. Lesen und Schreiben eignen sich Kinder aus dieser Perspektive durch eine persönliche Auseinandersetzung mit der Schriftsprache an. Wenn Schüler*innen nicht zu Büchern greifen, liegt das daran, dass ihnen einschlägige Erfahrungen fehlen. Will man sie zum Lesen bringen, so muss man sie neugierig auf Texte machen, zu denen sie einen individuellen Bezug aufbauen können.

Dass es Schüler*innen gibt, die nicht lesen, weil sie Bücher für langweilig halten, ist unbestreitbar. Insofern sind Veranstaltungen zur Anregung der Lesemotivation durchaus angemessen und hilfreich. Wie aber verhält es sich mit Nicht-Lesern, deren Lesefertigkeit nur unvollkommen ausgebildet ist? Auch diese Kinder und Jugendlichen sollen über die Inhalte von Büchern angesprochen werden. Macht man ihnen – so die Annahme – Lektüreangebote, die ihrer Interessens- und Bedürfnislage entsprechen, so werden sie die zum Entziffern der Texte erforderliche Mühe und Anstrengung auf sich nehmen.

Diese an sich sehr schöne Idee erweist sich in der Realität jedoch als zu optimistisch. Der Mangel an Lektüre geht bei leseschwachen Kindern und Jugendlichen nicht primär auf eine zu geringe Motivation zurück, sondern auf das Unvermögen, flüssig lesen zu können. Durch das ständige Scheitern wird das Interesse an Büchern immer wieder untergraben. Um nicht fortwährend mit ihrer Beeinträchtigung konfrontiert zu werden, versuchen die Kinder alles zu vermeiden, was auch nur entfernt mit Lesen zu tun hat. Dadurch fehlt es ihnen an der Übung, die notwendig ist, um ein kompetenter Leser zu werden. Man kann diesen Sachverhalt auch so ausdrücken: Die Schüler lesen nicht, weil es ihnen schwer fällt und es fällt ihnen schwer, weil sie nicht lesen.

Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass ca. 60 Prozent der leseschwachen Achtklässler in einer Befragung (vgl. Klicpera & Gasteiger-Klicpera, 1993) angaben, Bücher seien oft zu schwierig geschrieben und das Lesen sei ihnen auf die Dauer zu anstrengend. Macht man diese Schüler auf Texte neugierig und greifen sie dann tatsächlich zu einem Buch, so ist der Misserfolg vorprogrammiert. Nach kurzer Zeit geben sie das ganze Unterfangen als zu mühevoll und als aussichtslos auf.

Ein Lesepatenprojekt zielt primär auf die Verbesserung der Lesefähigkeit. Das Lesepatenprojekt ist so organisiert, dass die Lesepaten einmal in der Woche, zum Teil auch zweimal in der Woche, für ca. zwei Stunden mit Schüler*innen lesen. Im Wesentlichen wird während der Förderzeit das Leseverstehen eingeübt. Hierzu werden altersgemäße Texte und aktuelle Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge eingesetzt. Nach einer Lesephase erfolgen Fragen und Gespräche zum Text, die das Leseverstehen trainieren sollen.
Die Förderung findet während des Unterrichts statt, sodass die geförderten Schüler*innen nicht das Gefühl haben müssen, zusätzlich und mehr als andere üben zu müssen. Die Schüler*innen verlassen dann für 20 Minuten den Unterricht und werden allein oder zu zweit gefördert. Viele Schüler *innen empfinden es als Privileg, von einer einzelnen Person betreut zu werden, und den meisten macht es viel Spaß. Nur sehr selten werden Schüler*innen von der Förderung ausgeschlossen, weil sie es über einen längeren Zeitraum an Disziplin vermissen lassen.

An der PRIMUS-Schule sind in der Regel 2-4 Lesepaten wöchentlich tätig.

Unser höchstes Ziel ist es, individuelles Lernen mit der Ansprache von unterschiedlichen Lerntypen zu ermöglichen und Schüler*innen auf ihrem Leistungsstand zu fördern. Wir beschreiten daher den Weg zur Zukunftsschule „Digitale Medien“ und möchten damit eine Vorreiterrolle in der Schullandschaft von Ostwestfalen-Lippe einnehmen. Wir wollen mit dem Einsatz von Tablets als didaktischem Lernmittel neue Wege zugunsten individueller Lernprozesse gehen. Unser Ziel ist es, jede Schüler*in unserer Schule mit einem eigenen Tablet - PC auszustatten.

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) versteht die „schulische Medienbildung als dauerhaften, pädagogisch strukturierten und begleiteten Prozess der konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Sie zielt auf den Erwerb und die fortlaufende Erweiterung von Medienkompetenz; also jener Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial geprägten Lebenswelt ermöglichen.“ (Kultusministerkonferenz der Länder, 08.03.2012).

iPAD - Modellschule „Lernen mit digitalen Medien

Digitale Medien, spielen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zunehmende eine zentrale Rolle. Den richtigen Umgang mit diesen Medien zu erlernen, Gefahren und Grenzen zu vermitteln, das sehen wir als unsere Aufgabe an. Hinzu kommt, dass digitale Medien nachweislich eine hohe Faszination und Lernmotivation erzeugen. Die von uns angestrebte Ausstattung aller Schüler*innen mit Tablets trägt diesem Phänomen Rechnung.

Unsere auf Individualisierung basierenden Unterrichtskonzepte sind mit Tablets in besondere Weise wirksam. Es stehen vielfältige „Werkzeuge“ zum individuellen Lernen zur Verfügung. Nur einige Beispiele: Vokabeln lernen – inklusive der richtigen Aussprache, Leseübungen auf verschiedenen Niveaus, kreative Tools zur Präsentation und Dokumentation von Lernergebnissen (Film, Foto, Animationen, …), Recherchenmöglichkeiten und vieles mehr.

Die Kommunikation zwischen Schüler*innen sowie der Lehrer*in wird nachweislich intensiviert. Die kommunikativen Arbeitsformen und Situationen werden aus starren zeitlichen Strukturen gelöst. Lerninhalte haben die Schüler*innen immer dabei, können wiederholt oder benutzt werden. Auch aus den vorherigen Schuljahren sind Lernergebnisse rückwirkend einsehbar. Wir sind mit drei Trolleys mit je 16 iPADs incl. Apple-TVs, Beamer, Access Points etc. in eine Testphase gestartet. Diese wurde begleitet von „Apple Professional Development“ und der Akademie Bildung & Innovation. Mittelfristig streben wir die 1:1-Ausstattung unserer Schüler*innen mit iPADs an.

Bei Schülerfirmen handelt es sich nicht um reale Wirtschaftsunternehmen. Es sind Schulprojekte, die eine pädagogische Zielsetzungen haben. Ist die Schülerfirma  als schulische Veranstaltung anerkannt, ist damit ein rechtlicher Schutzraum gegeben.

Eine Schülerfirma ist vor allem als berufsvorbereitendes Medium zu verstehen. Vom Businessplan bis zu Verkaufs- und Ertragserfolgen, Aufgabe der Schülerfirmen ist es, zu planen, zu produzieren und die erstellten Produkte gleichzeitig zu verkaufen oder auch Dienstleistungen anzubieten.

Mit einer Schülerfirma bekommen die Schüler*innen die Chance, ihre eigenen Geschäftsideen umzusetzen, fast wie erwachsene Existenzgründer. Sie haben die Möglichkeit, bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, und diese praxisnah anzuwenden. Eine weitere pädagogische Dimension ist, dass die Schüler*innen einer Schülerfirma sich mit ihren Stärken und Schwächen, gerade wenn es um ihren späteren Beruf geht, besser einschätzen können.
Wir haben einige aktuelle Schülerfirmen. Diese sind:

  • Schülerkiosk
  • Catering
  • Bühnen- und Technikteam
  • Instrumentenbau

Ein wesentliches Element der Schulstruktur ist seit Gründung der Schule das Teammodell. Es liegt allen Gremien der Schule zugrunde. Entscheidungen und  Beschlüsse werden auf dem Weg einer strukturell organisierten Teambeteiligung getroffen. Wir haben jahrgangsübergreifende Teams (JüT) 1-3, 4-6 und 7-10. Jedes Team wird von zwei Teamsprechern geleitet. In den Teams werden zentrale pädagogische Entscheidungen getroffen. Die zu erledigende Arbeit wird systematisch im Team aufgeteilt. So kommt es zu einer kompetenzgebundenen Optimierung und zu einer effizienten Arbeitsentlastung.

Der Schulverbund BÜZ ist ein Verbund reformpädagogisch orientierter Schulen, der seit 1989 besteht. Er wurde gegründet und zunächst begleitet von Prof. Brüggelmann von der Universität Siegen. Mittlerweile ist die Koordinatorenstelle an der Universität Hamburg angekommen, nachdem sie von 2014-2015 an der Universität Bielefeld war.

BÜZ betreibt Schulentwicklung „von unten“, will, dass Schulen im direkten Erfahrungsaustausch voneinander lernen, einander anregen, ermutigen, unterstützen. Dies erreicht der BÜZ vor allem durch regelmäßige wechselseitige Besuche, durch Tagungen und Kongresse. (vgl. http://www.blickueberdenzaun.de) Wir sind seit 2009 Mitglied im Schulverbund BÜZ. Hier sind wir Teil des Arbeitskreises 13. Die PRIMUS-Schule wird vertreten durch Ann-Christin Exner und Antje Mismahl (Stand 2019). Wir orientieren uns am Leitbild des Schulverbundes.

Die PRIMUS Schulen in NRW mit den Standorten Minden, Münster, Schalksmühle, Titz und Viersen sind untereinander vernetzt. Durch das Schulministerium organisiert, treffen sich halbjährlich Vertreter des Schulministeriums, Vertreter der Bezirksregierungen, Vertreter der wissenschaftlichen Begleitung sowie die Schulleitung der fünf PRIMUS-Schulen. Ein reger Austausch über den Stand der Entwicklungen an den Schulen sowie Einblicke in die wissenschaftlichen Ergebnisse helfen, trotz der sehr unterschiedlichen Standortbedingungen an den PRIMUS Schulen, ein gemeinsames Bild zu schärfen und zu stärken. Seit 2017 findet einmal im Jahr im Februar der PRIMUS Fachtag statt. So wird auch den Kollegien die Möglichkeit zum Austausch und zur gemeinsamen Identitätsstiftung gegeben. Am Fachtag werden neben Impulsreferaten Workshops zu fachlichen Inhalten angeboten. (Z.B. Englischunterricht in jahrgangsgemischten Gruppen, Arbeit in multiprofessionellen Teams, Leistungsdokumentation, Fächerübergreifendes Lernen etc.)

Damit Kinder und Jugendliche ein gesundes, förderliches Lernumfeld erhalten, sich wohlfühlen und Spaß an der Schule haben, bietet die Schulsozialarbeit Unterstützung für Schüler*innen und Eltern an.

Das Angebot umfasst:

  • ein offenes Ohr für Fragen, Anregungen und Probleme, z.B. während des Elterntreff
  • freiwillige und vertrauliche Beratung zu persönlichen oder schulischen Themen
  • weiterführende Informationen über Beratungsstellen
  • Nutzung des Bildung- und Teilhabepakets für zusätzliche Lernförderung und für die Übernahme von Kosten bei Schulausflügen
  • andere weiterführende Hilfen

Unsere Schulsozialarbeiterinnen sind: Kerstin Trawny für die Jahrgänge 1-6 und Vera Nienhuisen-Hanke für die Jahrgänge 6-10.

In einer weiterführenden Schule ergeben sich für die Schüler*innen viele neue Aufgaben, Anforderungen aber auch ständig wachsende Herausforderungen. Um unserer Schüler*innen bestmöglich zu unterstützen, haben wir ein multiprofessionelles Team aus Beratungslehrer*innen, Schulsozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, SV-Lehrer*innen, Berufsberater*innen, Streitschlichter*innen und weiteren Ansprechpartnern gebildet. Wir beraten Schüler*innen bezogen auf schulische aber auch auf private Angelegenheiten. In problematischen Fällen stellen wir Kontakte zu Spezialisten (Ärzte, Psychologen, Beratungsstellen, Berufsberater etc.) her. Unsere Beratungsschwerpunkte sind:

  • Ausbildungsberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Begabtenförderung (Lehrerteams)
  • Berufs- und Studienorientierung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Abschlussgefährdung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Erziehungs- und Lernhilfen Schülerberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Elternberatung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Diagnostik (Beratungsteam)
  • Schulverweigerung (Beratungsteam)
  • Lernorganisation (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Disziplin (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Individuelle Fördermaßnahmen (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Sprachförderung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Konfliktberatung (Streitschlichter, Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Konflikte Schüler*innen / Lehrer*innen (Beratungslehrer, Lehrerrat)
  • klassenbezogene Beratung (Klassenlehrer, Abteilungsleiter, Beratungslehrer)
  • Kollegiale Beratung (Beratungslehrer, Lehrerrat)
  • Unterstützung der Fachlehrerinnen und -lehrer sowie Klassenlehrerinnen und -lehrer bei Verhaltens- und Leistungsproblemen (Beratungsteam)
  • gemeinsame Elterngespräche (Beratungsteam)
  • Berufsorientierung
  • Schullaufbahnberatung
  • Gesundheits- Suchtpräv.
  • Verhaltens- / Lernauffälligk.
  • Begleitung bei pers. Krisen
  • Streitschlichter / Mobbing /Cybermobbing
  • Lehrergesundheit
  • Prüfungsangst
  • Suchtprävention
  • Trauer, Tod, Suizid
  • Gewaltprävention und Krisenintervention

Einzelfallberatung finden nach Absprachen statt. Unabhängig von der Betreuung einzelner Schüler*innen bieten wir Bildungskonzepte zu den Schwerpunkten Sucht, Sexualität, Ernährung an.

Das Berufsorientierungskonzept der PRIMUS-Schule Minden geht über das Ziel der „Herstellung von Ausbildungsreife“ und einer einmaligen Berufswahl hinaus. Wir verfolgen die Ziele aktiv und unterstützen unsere Schüler*innen umfassend, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und die Anforderungen einer moderner Arbeits- und Lebenswelt zu bewältigen.

Aus diesem Grund sind in den Prozess der Berufsorientierung an der PRIMUS-Schule Minden viele Akteure und Institutionen einbezogen: die Jugendlichen selbst und ihre Eltern, die Schule, die Betriebe, die Berufsberatung, Fachkräfte für Kompetenzfeststellung und individuelle Förderung sowie in Einzelfällen auch Einrichtungen aus dem sozialen Umfeld. Des Weiteren verfolgen wir in unserem Berufsorientierungskonzept das Ziel, unsere Schüler*innen fit für den Anschluss an die Schulzeit zu machen. Eine solche Anschlussorientierung verlangt von uns, den Kompetenzaufbau zu fördern, die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit der Schüler*innen in den Mittelpunkt zu rücken und die Entscheidungsfähigkeit zur Gestaltung der eigenen Berufsbiographie bzw. Lebenswegplanung zu fördern. Bei uns stehen unsere Schüler*innen im Mittelpunkt und nicht bloß die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes als Ausgangspunkt der Berufsorientierung.

Grundlage der Berufsorientierung an der PRIMUS-Schule Minden bildet das Berufsorientierungs-konzept (BO-Curriculum) sowie der Berufsorientierungserlass des Landes Nordrhein-Westfalen (BASS 12-21 Nr.1/ Berufswahlorientierung in der Sek.I […]). Die Standardelemente des Übergangssystems Schule - Beruf NRW „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) werden in den entsprechenden Jahrgängen im Zuge des Projektunterrichts, den EVA- sowie den KLS-Stunden durchgeführt und reflektiert. Die Berufsorientierung verstehen wir als einen besonderen Bildungsauftrag, um unsere Schüler*innen in altersgemäßer Form an die Arbeits- und Berufswelt heranzuführen. Das Ziel ist es, unseren Schüler*innen eine möglichst große Bandbreite an Einblicken und Erfahrungen in die unterschiedlichsten Berufsfelder zu ermöglichen. Sie sollen durch praxisnahe, eigene Erfahrungen eine selbstreflektierende Auseinandersetzung mit der Berufs- und Arbeitswelt vermittelt bekommen. Vor diesem Hintergrund sollen unsere Schüler*innen später ihre Entscheidungen für ihren eigenen beruflichen Werdegang treffen können. Des Weiteren verfolgen wir in unserem Schulkonzept und damit einhergehend in der Berufsorientierung das Ziel der individuellen Hilfestellung sowie der Förderung von eignen Interessen und Fähigkeiten sowie deren Weiterentwicklung. Ein STuBO-Team mit festgelegten Zuständigkeiten, Berufseinstiegsbegleiter, die Arbeitsagentur als externer Partner der PRIMUS-Schule, die Sozial- und Sonderpädagogen sowie die Klassenleitungen stehen den Schüler*innen und den Eltern beratend zur Verfügung (siehe Bildübersicht STuBO-Team).

Im Folgenden wird das umfassende BO-Rahmenkonzept der PRIMUS-Schule Minden verkürzt dargestellt:

Bereits in Jahrgang 4 beginnen wir in diversen Werkstattangeboten wie aus dem Fachbereich Arbeitslehre mit der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Die Inhalte sind dabei auf die Bedürfnisse und die Voraussetzungen der Jahrgangsstufen altersgerecht angepasst. Das jahrgangsmischende Unterrichtssystem bereichert das Lernverhalten und unterstützt die Entwicklung der auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Soft- und Hardskills. Ebenso ermöglicht die freiwillige Teilnahme am Girl´s Day – Mädchenzukunftstag bzw. dem Boy´s Day – Jungenzukunftstag den Gender-Main-Stream-Gedanken zu erfahren und umzusetzen sowie erste außerschulische Lernerfahrung in der Arbeitswelt zu sammeln. Im siebten Schuljahr ist die Teilnahme hingegen am Girl´s- bzw. dem Boy´s Day verpflichtend, um so unsere Schüler*innen auf die ab Jahrgang 8 fest verankerten KAoA-Standardelemente vorzubereiten. Diese starten in Jahrgang 8 mit der stärkenorientierten, extern durch Träger durchgeführten, Potenzialanalyse. Anschließend erfolgt ein Auswertungsgespräch (auf Wunsch im Beisein der Eltern) mit Übergabe des eigenen Portfolioinstruments (Berufswahlpassordner NRW). Ferner sind für alle Schüler*innen der Jahrgangstufe 8 in NRW drei Berufsfelderkundungstage (drei kreisweite feste Tage mit drei selbst gewählten Berufsfeldern in Unternehmen oder trägergestützten Werkstatttagen) verbindlich vorgeschrieben. Die Berufsfelderkundungstage (BFE) erfolgen nach der Durchführung der Potenzialanalyse und der Rückmeldung im Auswertungsgespräch; werden im Unterricht vor- und nachbereitet (PU, EVA) und sind Teil des individuellen Berufswahlordners der Schüler*innen. Ferner sind die Ergebnisse der KAoA-Standardelemente fester Bestandteil des viermal im Jahr stattfindenden Beratungsgesprächs mit den Eltern.

Aus den Erfahrungen, Neigungen und Eindrücken der Schüler*innen, die sie in Jahrgang 8 im Zuge der durchgeführten Elemente gesammelt haben, erfolgt die Auswahl eines geeigneten Praktikumsbetriebes für das verpflichtende, dreiwöchige Betriebspraktikum in Jahrgang 9. Hierbei stehen die Schüler*innen sowie die Eltern in der Hauptverantwortung bei der Betriebssuche! Eingebunden in den Unterrichtsprozess werden Bewerbungsunterlagen nach neusten Kriterien erstellt und korrigiert. Kreativität und Eigenverantwortung werden so gefördert! In Erweiterung zu der Erstellung der Bewerbungsunterlagen im Projektunterricht stehen den Schüler*innen unsere Berufseinstiegsbegleiter (BErEBs) in ihrem Büro beratend und unterstützend zur Seite. Ab Jahrgang 9 besteht zudem die Möglichkeit der Teilnahme am BErEB Programm. Dies bietet den Schüler*innen Hilfestellungen bei der Ausbildungsplatzsuche, bei Vorstellungsgesprächen und eine einjährige Nachbetreuung nach Vermittlung. Für die Teilnahme am BErEB Programm erfolgt in Jahrgang 8 ein Bewerbungsverfahren um die begrenzten Plätze. Es handelt sich dabei um eine zweijährige, verpflichtende und kontinuierliche Teilnahme an dem Programm unter Einbezug der Eltern (Zustimmung, Terminwahrnehmung).

Ab Jahrgang 9, vor allem aber in Jahrgang 10 können freiwillige Ferienpraktika (Versicherungsschutz über die Schule) und Betriebserkundungen durchgeführt werden. Freistellungen zu weiteren Praktika bzw. zum Probearbeiten in möglichen Ausbildungsbetrieben müssen bei der Schulleitung beantragt und von ihr genehmigt werden. Des Weiteren können Schüler*innen, die eine duale Ausbildung anstreben, sich zur Teilnahme an Praxiskursen bei externen Bildungsträgern (viermalige, verpflichtende Teilnahme über eine Woche) anmelden. Die abschlussbezogene Laufbahnberatung mit Anschlussvereinbarungen für alle Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9/10 erfolgt über die Klassenleitung bzw. die Agentur für Arbeit. Die PRIMUS-Schule kooperiert mit der Agentur für Arbeit. Eine Mitarbeiter*in der Agentur ist regelmäßig in der Schule und berät die Schüler*innen nach Terminabsprache in einem Büro zu möglichen Ausbildungsberufen, der Perspektive der gewünschten Ausbildungsberufe auf dem Arbeitsmarkt und vermittelt Lehrstellenangebote. Die Beratung zu einer weiteren schulischen Laufbahn an Fachschulen, Berufskollegs oder der mit der PRIMUS-Schule kooperierenden Kurt Tucholsky Gesamtschule Minden erfolgt an Informationsveranstaltungen (unter anderem zum rechtzeitigen Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen). Ein Oberstufentag an der Kurt Tucholsky Gesamtschule wird in der Regel vor den Weihnachtsferien durchgeführt.

Im Bereich der gymnasialen Oberstufe kooperiert die PRIMUS-Schule mit der Kurt Tucholsky Gesamtschule Minden. Hier greift das BO-Curriculum der Kurt Tucholsky Gesamtschule aufbauend auf einer Studien- und Berufsorientierung sowie der individuellen Beratung wie folgt: Nach einem Assessmentcenter mit Persönlichkeitstest zu Teamrollen in Jahrgang 11/EF, folgt ein Berufs- oder Hochschulpraktikum in Jahrgang 12/Q1. Der Jahrgang 13/Q2 bekommt sodann entsprechende Informationen zu einem möglichen Studienbeginn, diversen Hochschulen, Studiengängen und dualen Studiengängen. Hier liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Kooperation mit dem Campus Minden der FH Bielefeld, wo eine jährliche Projektwoche den Schüler*innen der Oberstufe direkt vor Ort Einblicke zu bundesweiten Studienmöglichkeiten und Informationsquellen gibt. Unsere Schülerfirma (ab Jahrgang 7) „Der gesunde Schülerkiosk“ fördert als fest im Schulalltag integriertes Element die Selbstständigkeit der Schüler*innen zum wirtschaftlichen Handeln und vermittelt wichtige Soft- und Hardskills der Arbeitswelt. Durch eigenständiges Handeln und die Übernahme von Verantwortung sowie die wöchentliche Durchführung trägt das Schülerkiosk-Team zum Allgemeinwohl der Schule bei.

In der Stufe 1 – 3 können die Kinder am Nachmittag den Offenen Ganztag besuchen (insofern hier Betreuungsplätze zur Verfügung stehen). Hier erhalten sie Unterstützung bei den Hausaufgaben, können sich zusammen mit anderen Kindern im angeleiteten oder freien Spiel austoben und an AGs teilnehmen. Ab dem Jahrgang 4 nehmen alle Schüler*innen an vier Nachmittagen der Woche am gebundenen Ganztag teil.
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offener Ganztag (1-3)

Im Bereich der unteren Lerngruppen, Jahrgang 1 bis 3, haben wir den offenen Ganztag. Eltern haben somit die Möglichkeit, ihre Kinder für den offenen Ganztag und für eine Betreuung ab 7.30 Uhr sowie nach dem Unterricht ab 11.30 anzumelden. Träger des offenen Ganztages an der PRIMUS-Schule ist das Deutsche Rote Kreuz, durch das Elsa Brandström Heim (kurz EBH) (http://www.ebh-minden.de/index.php?article_id=17).

Im Rahmen des Ganztages werden die Schüler*innen durch zahlreiche Erzieher*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen kompetent betreut. Der offene Ganztag der PRIMUS-Schule bietet den Schüler*innen vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.

Unser Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, motorische Entwicklung zu unterstützen und Sprachkompetenzen zu erweitern. Der Ganztag orientiert sich in der Organisation an den Lerngruppen. D.h., dass die Kinder auch im Ganztag feste Ansprechpartner haben. Die Schüler*innen bleiben für das gemeinsame Mittagessen und die anschließende „Übungszeit" in ihren Lerngruppen zusammen. Darüber hinaus haben die Schüler*innen die Möglichkeit aus einem großen Angebot von AGs zu wählen. Das Angebot reicht von gemeinsamen Spielangeboten über sportliche Aktivitäten bis zu künstlerisch-musischen Angeboten. In diesen AGs werden die Kinder aus allen Lerngruppen gemischt. Somit ergibt sich hier die Möglichkeit, neue Kontakte und Freundschaften über die Lerngruppen hinaus zu knüpfen

gebundener Ganztag (4-10)

Die Schule ist ein zentraler Ort des Lernens und Lebens für Kinder. Hier haben sie die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen, Mittag zu essen und zu spielen. Durch einen gebundenen Ganztag wird Schule mehr als nur ein Ort des Unterrichts. Sie bietet eine ganzheitliche Förderung. Die Kinder entwickeln hier Interessen und entfalten besondere Fähigkeiten. Darum besuchen alle Schüler*innen unserer Schule ab Klassenstufe 4 verbindlich den Ganztag. Von 7:45 Uhr bis 15 Uhr werden die Schüler*innen der Jahrgänge 4-10 in der Schule betreut. Die Schüler*innen bearbeiten all ihre Aufgaben in dieser Zeit. Zwischendurch kann gemeinsam Mittag gegessen werden. Es gibt Zeit zum Toben und Spielen, aber auch für Ruhe und Entspannung. Der Tag wird gefüllt mit Unterricht und Freizeitangeboten. Anschließend ist Zeit für den Verein, das Musikinstrument, die Familie oder einfach nur die Freunde. Hausaufgaben bzw. Aufgaben die zu Hause zu erledigen sind, gibt es nur in Ausnahmefällen.

Mittagspausenangebote

Da wir eine Ganztagsschule sind und unsere Schüler*innen von 7.45 - 15 Uhr in der Schule sind, haben wir ein spannendes und vielgestaltiges Mittagsangebot entwickelt. Wir bieten an:

  • Schulgarten
  • Sportangebote (Fußball, Turnen / Parcours, Tanz, Handball, Volleyball, Spiele
  • Bibliothek
  • Gesellschaftsspiele

Mensa und Gesunde Schule

Wir sind eine Ganztagsschule. Das bedeutet, dass unsere Schüler*innen von 7.45 - 15 Uhr in der Schule sind. Deshalb müssen sie versorgt werden. Sowohl für den Offenen Ganztag der Grundschule als auch für den Geschlossenen Ganztag in der Sekundarstufe gibt es angemessenes und bezahlbares Mittagessen in der jeweiligen Mensa.
Seit dem Schuljahr 2011/2012 ist der Schülerkiosk fester Bestandteil des Schullebens der PRIMUS - Schule und wird von allen Schüler*innen sehr geschätzt. Er öffnet dienstags in der ersten Pause und bietet den Schüler*innen und Lehrer*innen eine Auswahl gesunder Ernährung unter dem Motto „Gesunder Schülerkiosk – Von Schüler*innen für Schüler*innen“ zu fairen Preisen an.

Traditionell wird der Schülerkiosk von dem WP Hauswirtschaftskurs des 7. Jahrgangs nach einer kurzen Einarbeitungsphase weitgehend selbstständig durchgeführt.
Es hat sich gezeigt, dass die Motivation der Schüler*innen ausgesprochen hoch ist. Dabei spielt die Möglichkeit, mit dem Kiosk Gewinn zu erwirtschaften eine besondere Rolle. Bewährt hat sich dabei, die Gewinne für eine Abschlussfahrt zu nutzen.

Mit der Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation des Schülerkiosks lassen sich fächerübergreifend zahlreiche Unterrichtsinhalte in realistischer Form umsetzen und vermitteln. Dabei werden folgende Bereiche, die auch im späteren Berufsleben nachgefragt werden, berührt.

Schulsanitäter*innen sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschüler*innen in Notfällen. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt.

Doch Schulsanitätsdienst geht weit über Erste Hilfe hinaus: Schulsanitäter*innen übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler*innen. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren wenn nötig den Rettungsdienst. Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern. Beim Schulsanitätsdienst gibt es keine Einzelkämpfer*innen, das Miteinander steht im Vordergrund. Einer lernt vom anderen. Hilfeleistung und Toleranz werden trainiert. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen nicht nur Besprechung und Weiterbildung, sondern auch gemeinsamer Freizeitspaß und gegenseitige Unterstützung. Schüler*innen übernehmen gemeinsam mit einer Kooperationslehrkraft die Planung ihrer Treffen, kümmern sich um ihre Einsätze, die Materialien und versuchen schon im Vorfeld, Unfallsituationen zu vermeiden.

Interessierte Schüler*innen werden vom Jugendrotkreuz in Erste Hilfe geschult. Sie lernen, was in Notfällen zu tun ist und wie sie Gefahren erkennen, bevor etwas passiert. Mit Rollenspielen trainieren sie den Umgang mit Verletzten. Einfühlungsvermögen ist dabei wichtig, denn gerade jüngere Mitschüler*innen sind bei Unfällen oft verängstigt. Sie zu beruhigen, vor neugierigen Blicken abzuschirmen oder aufzumuntern – auch das sind Aufgaben der Schulsanitäter*innen. Parallel zur Ausbildung durch das Jugendrotkreuz liegt es in der Verantwortung der Schule, dass die Schulsanitäter*innen einen geeigneten Raum zur Verfügung haben, in dem sie Verletzte betreuen und die dafür notwendigen Materialien lagern können. Diesen Raum aufgeräumt und sauber zu halten, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Schulsanitäter*innen. (www.jugendrotkreuz.de)

Seit 2011 haben Schüler*innen des 8. Jahrgangs die Möglichkeit, sich bei uns an der PRIMUS-Schule zu Sporthelfern ausbilden zu lassen. Diese Ausbildung, unterstützt von der Sportjugend-NRW, leistet einen großen Beitrag zur Selbstständigkeitsförderung der Schüler*innen und unterstützt das Schulkonzept im Bereich eigenständigen Lernens und sozialer Verantwortung für sich und Andere.

Die Ausbildung bietet interessierten Schüler*innen die Möglichkeit, sich in besonderer Weise für eine aktive Mitwirkung an der Entwicklung von Bewegung, Spiel und Sport in der Schule, aber auch in einem Sportverein zu qualifizieren. Mit der Ausbildung zur Sporthelfer*in werden die Schüler*innen auch an eine ehrenamtliche Tätigkeit im Sportverein herangeführt. Mit dem Bestehen der Prüfung erhalten sie die Qualifikation der GH I-Ausbildung der Sportjugend NRW. Diese erworbene Qualifikation ist zugleich ein erster Baustein für die Weiterqualifizierung, beispielsweise zur Übungsleiter*in im Sportverein. 

Die Schüler*innen lernen im Zuge der Ausbildung Grundlagen für die qualifizierte und sichere Durchführung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten im Mittagsangebot, werden wichtige Unterstützer bei den Bundesjungendspielen, der Organisation von Turnieren sowie Betreuer*innen bei außerschulischen Sportwettkämpfen.

Sport an der PRIMUS Schule Minden

Sportbereiche

Regulärer Sportunterricht

Die Schüler/innen an der PRIMUS Schule haben 2 Stunden in der Woche Sportunterricht im Klassenverband. Zusätzlich haben die Schüler/innen viele weitere Möglichkeiten Sport zu machen.

Regulärer Schwimmunterricht im Jahrgang 3 & 5

Die Schüler/innen haben im Jahrgang 3 und im Jahrgang 5 2 Stunden Schwimmunterricht, an dessen Ende die Abnahme der Jugendschwimmabzeichen Bronze, Silber oder Gold stehen.

Schwerpunkt Sport in den Jahrgängen 4 – 6

Die Schüler/innen haben im Schwerpunkt Spoprt zwei zusätzliche Stunden Sportunterricht und können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den sportlichen Bereichen Handball und Fußball vertiefen.

 

 

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden an unserer Schule Schüler*innen zu Streitschlichtern ausgebildet. Nach einer einjährigen Ausbildungszeit werden sie eingesetzt, um Streitigkeiten und Konflikte von Schüler*innen, vor allen Dingen aus den Jahrgängen 5 und 6, zu lösen. Sie stehen in den Pausen für Gespräche zur Verfügung.

Ziel ist es, dass die streitenden Schüler*innen unter der Anleitung der Streitschlichter selbst eine Lösung für ihren Streit finden, die Schlichter helfen nur dabei. Die Teilnahme an einer Schlichtung ist freiwillig. Ablauf und Ergebnis bleiben geheim. Am Ende der Schlichtung wird ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen. Zudem wird ein Folgetreffen vereinbart, bei dem überprüft wird, ob der Vertrag auch eingehalten wurde.

Schulbesuch nur für Jg. 10

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

ab Donnerstag, den 23.4.20, startet der Unterricht nur für Jahrgang 10. Alle anderen Schüler*innen bleiben bitte zuhause. Auch das Schulgelände bleibt weiterhin gesperrt.

 

Osterferien und dann...?

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

auch wenn die Osterferien gerade beginnen, beschäftigt uns alle schon jetzt die Frage, wie es mit der Schule und dem Unterricht nach den Osterferien weitergehen wird.

Informationen darüber wird das Schulministerium uns voraussichtlich am 15.04.2020 zur Verfügung stellen. Welche Verhaltensregeln ab dem 20. April 2020 gelten werden und welche Auswirkungen das auf unseren Schulbetrieb haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Wir werden Euch/Sie zeitnah informieren.

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Osterferien und dann?

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

auch wenn die Osterferien gerade beginnen, beschäftigt uns alle schon jetzt die Frage, wie es mit der Schule und dem Unterricht nach den Osterferien weitergehen wird.

Informationen darüber wird das Schulministerium uns voraussichtlich am 15.04.2020 zur Verfügung stellen. Welche Verhaltensregeln ab dem 20. April 2020 gelten werden und welche Auswirkungen das auf unseren Schulbetrieb haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Wir werden Euch/Sie zeitnah informieren.

Ein paar Informationen aus den Mails des Schulministeriums möchte ich hier zusammenstellen.

I. Abschlussjahrgang

Wir gehen davon aus, dass der Unterricht unmittelbar oder zeitnah nach den Osterferien – zumindest für die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussjahrgängen – wiederaufgenommen werden kann oder in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden zumindest die Schulgebäude für Klausuren genutzt werden können.

II. Vergleichsarbeiten in der Grundschule (VERA 3)

Nordrhein-Westfalen wird einmalig in diesem Jahr auf die Vergleichsarbeiten VERA 3 verzichten. Auch eine spätere oder freiwillige Testung ist in diesem Jahr nicht vorgesehen.

III. Muss der entfallende Unterricht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden?

Nein, der entfallende Unterricht muss nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

IV. Notbetreuung

Auch in den Osterferien stellen wir eine Notbetreuung für Jg. 1-3 von 7.30 bis 16.30 (an Wochenenden nur bis 16.00) und für Jg. 4-6 von 7.30 bis 15.00 an allen Tagen der Woche mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag sicher. Wenn Sie (in Schlüsselposition) eine Betreuung für ihr Kind benötigen, melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 0571 / 398 255 0, unter info@primus-minden.de oder der Telefonnummer des Ganztags 0571 / 398 255 24.

Ansonsten kann ich nur alle bitten, sich trotz angekündigtem, schönem Wetter an die Ausgangsbeschränkungen und die Kontaktverbote zu halten. Stay home.

Antje Mismahl (Schulleitung)

Hospitationen

Viele Lehrkräfte, Kolleg*innen und Interessierte wollen die Primus-Schule besuchen und erleben, wie das Konzept im Alltag umgesetzt wird. Gerne versuchen wir, Hospitationen zu ermöglichen.

Dazu bieten wir Ihnen einige Hospitationstage im Schuljahr an, an denen Sie sich Unterricht anschauen können. Bei Interesse füllen Sie bitte folgendes Anfrage-Formular aus. Wir werden Ihnen dann einen Terminvorschlag unterbreiten. Über eine kleine Spende würden wir uns sehr freuen. Sie kommt dem Förderverein zugute.

Auch in diesen Zeiten bieten wir Hospitationen gern an, behalten uns aber vor - je nach Pandemielage - kurzfristig Termine wieder abzusagen. Folgendes müssen Sie bei einem Besuch beachten: Im Gebäude gilt Maskenpflicht. Vor dem Betreten des Gebäudes füllen Sie ein Formular mit Ihren Kontaktdaten aus.

Ablauf einer Hospitation:

7:45 Uhr                   Treffen vor dem Sekretariat bzw. auf dem Schulhof

08:00 – 09:30 Uhr    Lerngruppe 1; Trainingszeit, Werkstatt oder Projektunterricht

09.30 – 10:00 Uhr    Pause

10:00 – 11:30 Uhr    Lerngruppe 2; Trainingszeit, Werkstatt oder Projektunterricht

11.30 – 12:00 Uhr    Pause

12:00 – 12:45 Uhr    Lerngruppe 3: EVA, KLS, Klassenrat

12:45 – 13:30 Uhr    Mittagspause – Zeit für Fragen und Austausch

13:30 – 15:00 Uhr    Lerngruppe 3; Trainingszeit, Werkstatt oder Projektunterricht

Sobald die neuen Termine feststehen, können Sie sich hier anmelden und einen Termin auswählen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.